Da Kupfer ein ziemlich miserabler magnetischer Leiter ist (soweit mir erinnerlich, ein diamagnetisches Material), dürfte eine Abschirmung aus Kupferblech wohl keine nennenswerte Abschirmwirkung für magnetische Feldlinien bringen.
Nein, der Grund für die Abschirmung des gesamten Raumes (einschließlich des grobmaschigen Geflechts aus Drähten im Beobachtungsfenster) ist ein ganz anderer.
In Kürze: Das Prinzip der Magnetresonanz beruht bekanntlich auf dem Effekt, dass durch ein kurzes, aber sehr starkes Magnetfeld der Spin der Elektronen um die Atomkerne im menschlichen Gewebe und den Knochen gekippt wird und nach Abschalten des Magnetfeldes die Spin-Bahnen aufgrund ihres Energieniveaus wieder in die ursprüngliche Lage zurückkippen - und dabei einen winzigen elektromagnetischen Impuls abgeben, der dann zur Bilddarstellung genutzt werden kann. Daher ja auch die Bezeichnung "Kernspin-Tomograf".
Das geht in sehr schneller Taktfolge: Magnetfeld ein, Magnetfeld aus, Spin-Impuls messen. Und wieder, usw.
Deshalb erzeugen diese Geräte auch den gewaltigen schnatternden Radau.
Wir können uns nun vorstellen, wie empfindlich die Detektoren für den Empfang dieser kleinen "Rückkipp"-Impulse sind.
Daher muss der ganze Raum durch Abschirmfolien davor geschützt werden, dass elektrostatische Felder wie beispielsweise von Rechnern, Stromleitungen und anderen elektromagnetische Wellen aussendenden Geräten die empfindlichen Signalverstärker stören und die Messungen verfälschen.





