Zitat Zitat von Seligman Beitrag anzeigen
[...Die Beschäftigung der modernen Medizin mit einer der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt ist eine relativ junge Entwicklung: Da Cannabis seit 1961 unter die Suchtgiftkonvention fällt, waren nicht nur der medizinische Einsatz, sondern auch die Erforschung der Pflanze mehr oder weniger zum Erliegen gekommen.

Wegen so Affen wie dem @Jim_Pansen.

[...Das kann die Heilpflanze des Jahres.
Lange lag die Forschung zum medizinischen Nutzen von Cannabis brach, heuer ist der Hanf die Arzneipflanze des Jahres: wie Cannabis (medizinisch!) wirkt und welche neuen Medikamente kommen. ] 19. Februar 2018
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[... Entdeckung des Endocannabinoid-Systems, das der Mensch in sich trägt: In unserem Nervensystem gibt es spezielle „Andockstellen“ für THC, den berauschenden Inhaltsstoff der Cannabispflanze. Aber auch der Körper selbst produziert Stoffe, die ähnlich wirken wie Cannabis: Sie regulieren das zentrale Nervensystem, aber auch das Immunsystem und wichtige Zellfunktionen, wie Rudolf Bauer von der Uni Graz beschreibt....]

Wenn man die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse so sieht, verspuert man direkt die Lust so sturen Spiessbuerger Typen wie dem Jim-Pansen eine in die Fresse zu hauen.
Ich weiß, kann einen anpissen.
Aber in gewisser Weise hat er gar nicht so unrecht.
Ich alter Sack habe in den Achtzigern angefangen zu kiffen. Da gabs Hasch, Hasch und nochmals Hasch und manchmal Exoten wie Thai- oder Jamaicagras.
Irgendwann hat mir mal ein Kollege was aus Holland zugesteckt. "Super Skunk".
War so 1990. Ich hab das dann mal so dosiert wie man das von den üblichen Grassorten die
recht selten auf dem Markt waren. Das Ergebnis war verheerend. Überdosis mit Paranoia, Herzrasen, Panik, Kotzen. Die Cannabishölle vom feinsten. Das ist schlimmer als wenn sich beim Suff anfängt das Bett in einen Propeller zu verwandeln, viel schlimmer.
Und woran lag das? Weil bei diesen Sorten der THC-Gehalt extrem hoch und der CBD-Gehalt extrem niedrig gezüchtet wurde. CBD ist der Antagonist welcher die psychoaktiven Wirkungen des THC auf ein verträgliches und angenehmes Niveau herabpegelt.
Der therapeutisch fast noch wertvollere Antagonist CBD ist aber nun bei allen heutigen Cannabissorten (abgesehen von neuen CBD reichen Sorten für med. Gebrauch) auf dem Markt extrem hoch.
Also, früher kannte ich wenig Leute die von Hasch abgedreht sind. Wenn jemand in Psychosen abgedreht ist hat er es entweder völlig übertrieben oder es war Mischkonsum schuld.
Auch gehört hat man davon wenig. Gab es selten, gab Hänger, ja, aber Leute die Psychosen entwickelten oder gar aggressiv wurden gab es kaum.
Heute ist das anders. Geh mal in Suchtkliniken, Psychokliniken.
Die sind voll von Leuten denen dieses heutige unnatürlich ultrastarke Zeug den Geist verdreht hat. Bis zur totalen Lebensunfähigkeit. Sicher, die Mehrheit der Konsumenten kommt gut klar.
Ich rauch mir auch ab und an mal einen, bei feuchter Kälte auch mal täglich. Aber in winzigen Dosierungen über die so ein heutiger Kiffer nur lachen kann. Ich hab das mal bei Jugendlichen beobachtet was die sich so an Mengen in ihre Tüten hauen, unfassbar. Unverantwortlich.

Wie gesagt, das löst bei mir ein ambivalentes Gefühl hinsichtlich der Legalisierung aus, selbst als Konsument. Wäre besser das erstmal medizinisch zu legalisieren.
Sorten mit sehr hohem THC Gehalt die machen bei gewissen psych. Störungen wie "Heil Hitler du Nutte!"-Tourette etc durchaus einen Sinn, auch bei Krebs. Der therapeutische Nutzen von CBD ist aber höher, auch in Kombination.
Für eine echte Legalisierung müssten die harten Sorten effektiv vom Konsumentenmarkt verschwinden.