Da hake ich mal kurz ein, weil das meiner Ansicht nach nicht zutrifft. Weder FDP noch AfD haben auch nur im Entferntesten einen Einfluß auf die deutsche Wirtschaftspolitik. Was den deutschen Wohlfahrtsstaat heute bedroht, ist die Unfähigkeit der Regierung Merkel, in Zeiten der Prosperität für schlechte Zeiten vorzusorgen. Und damit meine ich nicht Schäubles Schwarze-Null-Fetisch, sondern die mittlerweile kaum mehr übersehbare Zahl der schwerwiegenden Fehlentscheidungen und Versäumnisse der Berliner Verantwortlichen. Daß unser Bildungsbereich kontinuierlich den Bach hinuntergeht, daß unsere Schulen und Universitäten verrotten und verludern, daß unsere Infrastruktur heute aussieht wie auf dem Balkan in den 80er Jahren, das alles hat zuallerletzt mit irgendwelchen "Wirtschaftsfeudalen" zu tun. Genausowenig wie mit den katastrophalsten Fehlentscheidungen der Merkeljunta, die man als die "drei schwarzen E" bezeichnen kann: Europa - die in keiner Weise gelösten Schuldenkrise um Griechenland (und schlimmer noch in Italien) wird uns noch teuer auf die Füße falllen. Energie - das Komplettdesaster der Energiewende verbrennt Hunderte Milliarden Euro für ein quasireligiöses Welterrettungsprojekt, dessen Effekt im exakten Gegenteil des Intendierten besteht (mehr Kohlestrom denn je, Atomstromimport bei Dunkelflaute). Einwanderung - mit der von ihr heraufbeschworenen "Flüchtlingskrise" hat Merkel die Axt ans Fundament der europäischen Einigkeit gelegt und Deutschland ein Problem importiert, mit dessen Bewältigung unser Land Jahrzehnte beschäftigt sein wird und dessen Ausgang noch völlig in den Sternen steht.
Ich behaupte, daß ein bißchen mehr wirtschaftliche und politische Vernunft uns zumindest von einigen dieser Problembereiche geschützt hätten. Das Scheitern bereits jedes einzelnen kann schon das Ende des Europas und des Deutschlands bedeuten, wie wir es kennen und mögen.




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