Zwischen Zuwanderung und Einwanderung in das soziale Netz besteht aber schon ein Unterschied - ich würde es da eher wie die Australier halten. Wer dort zuwandert hat erst einmal über - ich glaube 5 Jahre - kein Anrecht auf staatliche Transferleistungen, sondern muss schauen wie er über die Runden kommt und selbst danach kann man den Aufenthaltstitel entziehen, wenn man der Allgemeinheit übergebührlich zur Last fällt.
Ohne eine Privatisierung des Telekommunikationsmarktes würden wir heute wohl von 0,20 € für ein Ortsgespräch bezahlen und Mobiltelefone wären was wir die Reichen. Ich würde mit Dir mitgehen, wenn Du sagst - die Infrastruktur bleibt in staatlicher Hand, der Markt aber sagt (und finanziert dies dann durch "Miete"), was der Staat an Infrastruktur zur Verfügung zu stellen hat und dann können sich die Marktteilnehmer da nach Lust und Laube austoben.
Wenn Du den Wettbewerb ausschalten willst - und dies zeigt die Erfahrung der Menschheit - gerät man als Wirtschaft immer ins hintertreffen, denn es ist der Wettbewerb, welche die Unternehmen zwingt sich immer neue auf dem Markt zu behaupten müsse und damit den Fortschritt zu pushen.
Auch die Thematik Mindestlohn stellt sich vom Grundsatz her nicht. Dieser "Lohn" ist politischer Lohn und ein parteipolitisches Konstrukt, welches sich die Politik anmaßt ohne jegliche Kompetenz dafür zu haben. Wir haben schon lange rechtliche Möglichkeiten Lohndumping zu unterbinden - Möglichkeit a) wäre die Allgemeinverbindlichkeitserklärung eines Tarifvertrages und Möglichkeit b) wäre einen Tarifvertrag in das Entsendegesetz aufzunehmen. Wendet man in beiden Fällen das "Günstigkeitsprinzip" an würde in diesem Lande wohl Niemand mehr unter deutlich über 9, wohl eher gar über 10 € verdienen und nicht 8,84 €. Man muss sich aber auch für die Folge im klaren sein - die Preise werden dann steigen.
Damit würde man sich nicht nur die ganze "Mindestlohnbürokratie" sparen - setzt man es noch richtig um (Stichwort Strafbarkeit) würden sich die Kontrollkosten sogar noch selber amortisieren und der Staat einen "Gewinn" erwirtschaften.
Abgabenlast 20%?
Irreal, alleine im die Kosten der Sicherungsssystem Rente, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pflege zu decken benötigst Du zwischen 600 und 700 Mrd. € und dies entspricht in etwa den von Dir geforderten 20% Abgabenlast, gemessen am BIP. Real machbar wäre wohl eine Steuer- und Abgabenlast von um die 30%, gemessen am BIP - dies würde aber u.a. bedingen, dass man nicht nur die Sicherungssysteme von Grund auf umbaut (als Beispiel analog dem schweizer Rentensystem), sondern auch eine umfassende Steuerreform erfordern, wo dann die "steuermindernden Tatbestände und Subventionen" wenn nicht gar auf 0 zumindest extremst gekürzt werden müssen und man zu einer Realbesteuerung nach Leistungsfähigkeit kommt (und nicht wie heute ein Fiktivbesteuerung betreibt).
Die Ideen mögen gut sein - an der Umsetzung wirst Du scheitern (müssen)




Mit Zitat antworten
