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Und das Bezahlproblem ist ein Preis- und Steuer-problem. Man kann- noch dazu bei den Arbeitszeiten- nur hohe Löhne und höchste Lohn-steuer-kosten bezahlen, wenn hohe Endpreise bezahlt werden. Sprich, die Luxus-und Premium-Gastro hat keinerlei Personalproblem. Und der, der schwarz zahlt, auch nicht.
„Die Windflügel sind Sakralbauten für ein neues Glaubensbekenntnis.“ (Hans-Werner Sinn)
Ich hatte keine Probleme in meinem Cafe nette Bedienungen zu bekommen. Allerdings gilt, wie überall, Leben und Leben lassen. Irgendwo muss es sich eben auch lohnen, arbeiten zu gehen.
Allerdings ist Gastronomie ein Knochengerwerbe. Würde ich heute nicht mehr machen - jedenfalls nicht in größerem Rahmen.
Der Krieg wäre längst vorbei müssten die Schmarotzer an die Front
Im Bereich Steuerrecht muss sich da einiges tun. Was kleinen Unternehmen da zugemutet wird geht auf keine Kuhhaut. Zudem mischen sich die Amtssesselfurzer nur zu gern in die Angelegenheiten anderer ein. Abends dann, mit Familie Essen gehen, die ersten die rummosern. Wie kann es sein, dass Steuerfuzzis über die Größe eines Schnitzels zu entscheiden haben?
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OT hier? Mitnichten. Viele Gastronomen versuchen inzwischen mit Billiglöhnen und Refugees über die Runden zu kommen, um die Belastungen tragen zu können. Genau das kann eben nicht der Sinn der Sache sein.
Flüchtlinge drücken so noch einmal das Lohnniveau auf dem Billiglohnsektor.
Der Krieg wäre längst vorbei müssten die Schmarotzer an die Front
Da ich die Branche nur als Kunde kenne, kann ich die Hintergründe und Ursachen für die Problematik nicht beurteilen. Aber ich denke mal, dass einige üble Faktoren zusammen kommen.
Da ich aber den Niedergang der deutschen Gastronomie seit vielen Jahren miterlebe - und zwar raumübergreifend in Baden - können nicht alle Gastronomen nur reine "Gierhälse" sein. Also scheint sich ein brutaler Mechanismus der freien Wirtschaft - Angebot versus Nachfrage - auszuwirken.
Es kommt aber noch etwas anderes hinzu, wie mir mal ein Wirt einer sehr guten Speisegaststätte erklärte (inzwischen hat er seinen Betrieb aufgegeben und geschlossen). Immer mehr Leute wollen kein anspruchsvolles Essen mehr, sondern einen Teller Fritten und ein Schnitzel - oder so ähnlich eben. Dann kommt noch ein verändertes Essverhalten hinzu. Die Leute wollen aus Angst vor den Kalorien nur Kinderteller und dann eben auch weniger bezahlen. Billig, billig, und schnell mit wenig Kalorien.
Viele Gaststätten wurden in Pizzerien, chinesische oder vietnamesische Restaurants umgewandelt und locken mit deutlich niedrigeren Menü-Preisen, die ein deutsches Restaurant gar nicht erreichen kann (bei den ausländischen Restaurantbetreibern arbeiten dann die Oma, die Tante und der Cousin noch mit, und wie dann die Steuergestaltung aussieht, möchte ich lieber nicht wissen.....).
Nur Sterne-Restaurants für eine sehr wohlhabende Klientel oder Mampfbuden mit Pizza und Hamburger werden überleben.
Das klassische deutsche Restaurant mit Rehmedaillon, Spätzle und Preisselbeeren ist Vergangenheit. Es lebe der Einheitsfraß vom Ausländer.
Wir sind jetzt zwar weit ins OT gekommen und ich höre gleich wieder damit auf, aber Dein Erklärungsansatz ist zu einfach.
Wenn Wirte aufgeben müssen, weil sie ihre Restaurants wegen Personalmangel nicht mehr betreiben können, kann es nicht an den Löhnen liegen, denn wer würde schon aus purem Geiz und aus Habgier seine Milchkuh schlachten und seine Existenz ruinieren.
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