Zitat Zitat von Apostate Beitrag anzeigen

Auf Bottesini kam ich, weil ich gezielt nach Kontrabaß-Musik suchte. Es war ein Glück, ein solches Genie zu finden. Wußtest du, daß er die Uraufführung der Aida-Oper dirigieren durfte? Zu seiner Zeit war er ein gefeierter Mann. Auch sein Werdegang ist sehr sympathisch, so soll er selbst ein Spätzünder gewesen sein, der seinem Meister versprach, einen Fehler nicht zu wiederholen, wenn er ihm denn zeige, wie es geht.
Interessant, daß Du Dich für KB-Musik interessiert hast. Das tun meistens nur Kontrabassisten selber. Jedes Instrument hat ja so seine Virtuosen hervorgebracht. Im 19. Jhrh. war es üblich, daß die dann auch selber viel für ihr Instrument komponiert haben. Heute leider gar nicht mehr. Jedenfalls haben die Virtuosen damals die Technik auf ihrem Instrument dadurch weiter vorangetrieben. Beim Cello wäre das z.B. Boccherini, Popper, Klengel u.v.a. Bei der Geige Kreisler, Paganini usw.


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Man sollte stets das Solo im ersten Satz beachten. Was ich nicht verstehe, warum kommt man bei Vizvari mit Pauken und Trompeten, und spricht man dabei nicht schon von einer veränderten Orchestrierung? Ich kannte dieses Concerto bisher nur für Geiger.
Trompeten sind da jetzt glaube ich nicht dabei. Pauken würde man nicht einfach weglassen. Überhaupt: die Orchestriereung eines klassischen Werkes wird praktisch nie verändert. Das wäre ja eigentlich auch ein Mißbrauch des Werkes. Natürlich: wenn ein Komponist wie Ravel bei "Bilder einer Ausstellung" jetzt eine ganz neue Version erstellt. Dann heißt es ja auch nicht mehr "Komponiert von Mussorgsky" sondern "komponiert von Mussorgksky/Ravel". Ansonsten höchstens in einem Schülerorchester, wenn einige Instrumente fehlen. Vielleicht könnte es sein, daß z.B. von einem Konzert nur ein Satz gespielt wird, z.B. als Zugabe. Wenn jetzt in diesem speziellen Satz im Unterschied zu den anderen Sätzen keine Pauken vorgeschrieben sind, dann müssen natürlich auch keine auf der Bühne stehen.