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"Maria* war eine Ärztin" und ein typisches, deutsches Mauerblümchen. Sie wurde auffällig, weil sie bevorzugt außerhalb der normalen Dienstzeiten des afrikanischen Hospitals angebliche Notoperationen vornahm. Wegen ihrer zahlreichen Todesopfer wurde sie bald "Maria Mengele" genannt. Spätere Nachforschungen ergaben, dass die Maria keineswegs die Fachärztin war, für die sich ausgab, sondern lediglich eine Assistenzärztin.
"Christa* war eine deutsche Dr. med.", die der afrikanischen Hospitaldirektorin wegen gravierender, fehlender, medizinischer Grundkenntnisse auffiel. Die Direktorin hatte übrigens ihren akademischen Grad und Doktortitel auf einer französischen Universität erworben. Offenbar um einer eventuellen Kündigung ihres Entwicklungshelfervertrags zuvorzukommen, schrieb die Christa einen ausführlichen Bericht über die unhaltbaren Zustände im Hospital an das Gesundheitsministerium. Als dessen Reaktion jedoch auf sich warten ließ, wurde die Christa ungeduldig und schmuggelte eine Kopie ihres Beschwerde-Schreibens in die Tagespost der Direktorin. Danach kam der Stein ins Rollen - Recherchen ergaben, dass die Christa nur eine Krankenschwester war, die ihren Dr. med. in einem Antillenstaat käuflich erworben hatte.
Betrachte die geschilderten Fälle lediglich als bedauerliche Einzelfälle. In anderen Projekten erlebte ich hochqualifizierte, europäische Mediziner, die sehr wohl ihr Fachwissen erfolgreich an die afrikanischen weitergaben.
*Namen frei erfunden
Whatever you do, do no harm!
Ich kann dir sagen wie afrikanische Staaten --heute-- ihre Bildung betreiben. Heute,
wo sie es selbst in der Hand haben und von ueberall Unterstuetzung bekommen,
welche oft und gerne abgelehnt wird, weil man keine "Weissen" (europaeischen,
amerikanischen) oder asiatischen Lehrer, Referendare, Studenten will, die meist
unentgeltlich lehren....
Und wie "wichtig"(unwichtig) vielen Eltern und Schuelern --heute-- die Bildung ist,
dass kann ich dir auch sagen. Kaum jemand beendet die Schule mit einem Abschluss.
Und dann meist nur, weil die "Punktezahlen" ( max.100) jaehrlich herabgesetzt
wurden und bei den staatlichen "High Schools" mittlerweile auf 23 (von 100)
gelandet sind, damit ueberhaupt noch Schueler/innen die 10. Klasse schaffen.
Wer heute noch glaubt, dass der Masse der schwarzen Afrikaner vor 40-50 Jahren
Bildung wirklich wichtig erschien, der muss sich fragen, warum Bildung dann auch heutzutage
(in der Masse) vom Staat, von Familien und von den Schuelern selbst, vernachlaessigt wird.
Dazu kommt, dass ein erheblicher Prozentsatz der Schuelerinnen ab der 7./8. Klasse
zum ersten Mal schwanger wird-----trotz umfangreicher Aufklaerung in allen Schulen,
trotz kostenloser Verhuetung vielerorts.......und nicht mehr in die Schule zurueckkehrt.
Da spielt dann auch HIV/ AIDS (trotz jahrzehntelanger Aufklaerung in jedem!! Kral, ueberall...)
keine Rolle mehr. Und der (durchschnittliche) afrikanische Mann erwartet traditionell,
dass seine "Geliebte" ihm als Beweis ihrer Liebe auch ein Kind schenkt.....damit --er--
als Mann, der Kinder zeugen kann, gilt. Ganz wichtig.
Abgesehen von Suedafrika und Namibia, die erst 1994 bzw. 1989 unabhaengig wurden
und wo eine fuer Afrika gute/ sehr gute Infrastruktur uebernommen werden konnte,
haben auch (bzw. besonders) die Staaten, welche seit 40, 50.....Jahren von Nativen regiert
werden, (meist) keine nennenswerten Fortschritte gemacht. Und wenn, dann nicht
selten nur durch "Projekte" aus Europa, USA.....
Aethiopien (und auch Liberia/mit "Sonderstellung") waren nie kolonialisiert, sind aber auch
keine Vorzeigestaaten bzgl. Bildung.
Unsere Vorfahren sehr wohl. Da hat ein jeder sein Süppchen gekocht, zum Nachteil Afrikas. Heute zu sagen, "selbst schuld", triffts eben nicht. Es rächt sich eben, andere Staaten ausplündern zu wollen.
Die Entwicklung Afrikas wurde maßgeblich durch die Weißen geprägt, und zwar zu Ungunsten der Afrikaner. Das macht sich heute auch am Bildungsstand etc. bemerkbar.
Der Forenfeuerwehrmann
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