Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, hatte in einem offenen Brief im "Tagesspiegel" die "undifferenzierte Euphorie großer Teile der deutschen Industrie" kritisiert. Weiter hieß es: "Ich halte es für falsch, dass bisher auch die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zu wenig auf die mit der unkontrollierten hohen Zuwanderung verbundenen Risiken hinweisen."
Die Sichtweise, die staatlichen Milliardenausgaben für Flüchtlinge seien ein kleines Konjunkturprogramm, sei "blauäugig", schrieb Knipper an BDI-Geschäftsführer Markus Kerber. Die Ausgaben für Flüchtlinge erzeugten lediglich ein "konjunkturelles Strohfeuer" und könnten etwa in der Bildung oder der Infrastruktur besser investiert werden. Auch die Vorstellung, die Flüchtlinge könnten schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden, sei wahrscheinlich illusorisch.