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Thema: Russland in Not

  1. #591
    White Charger Benutzerbild von Bergischer Löwe
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Nanu Beitrag anzeigen
    Franz-Josef war daran beteiligt, dem Herrchen der BRD einenen weiteren Vasallen zuzuführen. Das ist richtig. Richtig ist auch, dass er durch seine Cleverness eine gewisse Eigenständigkeit bewahren konnte. Ein demütiges im A.. des Herrn Herumkriechen, wie von der Stasi-Tusse zelebriert, war nicht seine Art. Dennoch musste auch er vor dem Herrn stramm stehen.
    Klar. Die USA waren und sind eben die "Führungsnation" der NATO und stärkste Militärmacht der Welt. Und somit natürlich auch - wie Rom einstmals - Herr über seine Vasallen. Auch FJS konnte sich dem nur sehr begrenzt widersetzen. Und nur durch seine Freunde in der Verteidigungsindustrie und im Pentagon. Aber: Die Fessel sind nicht mehr so fest wie Mitte der 1980er Jahre. Die Frau Staatsratsvorsitzende hat nur nicht den Mut (vielleicht auch fehlende Cleverness), sie noch weiter zu lockern. Sie macht immer einen Schritt (Sonderrolle in Peking, Einzige westliche Staatschefin, die Gespräche mit Putin führt) und dann verlässt sie der Mut.

  2. #592
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    Standard AW: Russland in Not

    Kanada mit seinen extrem teuer zu fördernden Teersanden, ist momentan auch stark in der Zwickmühle (ähnlich wie die US-"Fracking"-Firmen). Ohne Saudi-Arabien, würde der Ölpreis drastisch nach oben gehen, es gäbe sofort ein gewaltiges Ungleichgewicht am Weltmarkt.

    Schaumal hier: [Links nur für registrierte Nutzer]

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    Zitat Zitat von Bergischer Löwe Beitrag anzeigen
    Und zum Dank treten sie sie gerade in den Allerwertesten, indem sie sich unabhängig machen. Übrigens: Kennst Du den größten Ölimporteur in die USA? Hmm. Nicht Saudi Arabien. Nein...es ist KANADA! 1900 Barrel pro Tag. Die Saudis liegen nur noch bei 1500. Venezuela dicht dahinter mit 1300.

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  3. #593
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Wolfger von Leginfeld Beitrag anzeigen
    Sie fürchten halt um ihr Geld und verschieben es nach London (wo Eigentum doch höher beschützt wird), wo ihre Kinderlein in eher nichtkorrupten-Unis und Schulen u.a ihre Zeit verbringen. Die Polen wiederum arbeiten dort, sparen und hauen wieder ab Richtung Polen zu gegebenen Zeitpunkt.
    Dabei sind es doch gerade die Korrupten und Pfeffersäcke, welche ihre oft zu Unrecht angehäuften Vermögen retten.
    Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Russland sehr groß.
    Es gibt dort keinen gewachsenen Mittelstand, kein "Bürgertum" unseres Stils, keine Handwerksbranche.
    Daher herrscht dort auch eher orientalische Protzmentalität vor, und niedere Schichten, einfache Arbeiter, Geldlose werden oft auch abfällig behandelt.

    ---
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  4. #594
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Bergischer Löwe Beitrag anzeigen
    Gut, mag sein, daß Washington (aber auch London) auf deutsche bzw. EU Alleingänge mit Verstimmung reagieren könnte. Die Großmacht und ihr Terrier würden - säße ich im Kanzleramt - mir tatsächlich Kopfschmerzen machen. Wäre da nicht folgendes, und wie ich finde, spannendes Detail:

    Betrachtet man die innenpolitische Lage der USA könnte man derzeit den Eindruck gewinnen, daß das Land zerrissen wie seit den frühen 1970er Jahren nicht mehr dasteht. Es geht nicht nur ein gewaltiger Riss (es sind tatsächlich mehrere Risse) durch die US Gesellschaft (Reich gegen Arm, Schwarz gegen Weiß, Latinos gegen Alle, Ostküste gegen den Mittleren Westen, Ost- und Westküste gegen den Süden, Links gegen Rechts) sondern die handelnden Politiker haben seit Jahren auch kein Format mehr. Marionetten in Nadelstreifen, die von einem Medientermin zum Nächsten geschleppt werden und keine Ernst zu nehmende autoritäre Machtausstrahlung mehr besitzen wie beispielsweise einst Eisenhower oder später Reagan.

    Dies merkt natürlich Putin ebenfalls. Obama ist eine Lame Duck geworden und kann allenfalls noch beim Handeln gegen Russland auf das Parlament bauen. Bei allen anderen Themen ist er seit den mid terms ein Grüßonkel geworden. Kerry ist fleißig, nicht unbedingt deutschfeindlich - gilt aber als einfältig. Bei ihm würde ich ansetzen. Er könnte den Hebel darstellen, den Berlin benötigen würde, um den Capitol Hill und seine antideutschen Scharfmacher zu begrenzen. Bekäme man Kerry auf seine Seite, könnten die Republikaner geifern wie sie wollten - der Präsident und die Senatsminderheit der Demokraten würde in keinem Fall dem Außenminister in den Rücken fallen. Zumal die Familie Heinz einer der größten Spender für die Demokraten ist. Man spielt beide Seiten gegeneinander aus und tritt aus der Rauchwolke als Sieger hervor. Dafür müsste aber Frank-Walter eine tiefere Beziehung zum Minority Whips Nancy Pelosi und Steny Hoyer der Demokraten haben. DAS bezweifle ich aber.
    Die wahren Drahtzieher und Profiteure sitzen im Hintergrund und ziehen an den Fäden dieser Marionetten.

    Die bewährte Frage "Cui bono?" weist auch hier den Weg.
    Es sollte doch zu denken geben, daß wir systematisch unseren allzeit zuverlässigen Gaslieferanten Russland verprellen, obwohl wir nicht nur zur Grundlastsicherung dringend auf das Gas angewiesen sind.
    Tja, und zufällig gibt es im östlichen Mittelmeerraum ein kleines Land, das sich die vor der Küste von Gaza liegenden Gasvorkommen unter den Nagel gerissen hat, und für dieses Gas nun Abnehmer sucht.
    Und schon schließt sich der Kreis.
    Gott mit uns

    Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. Niccolò Machiavelli

  5. #595
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    Standard AW: Russland in Not

    Richtig. Es ist auch verdammt härtere Arbeit, eben diese Qualitäten in Bildung, Handwerk, KMUs-Bereich von unten aufzubauen bzw. gedeihen zu lassen. Der Mittelstand, der durchaus erwachsen könnte, wird auch durch extreme Korruption massiv behindert. Das Angebertum dort ist wirklich extrem ausgeprägt. Man macht sogar als Angestellter dort sinnlose Schulden nur um protzen zu können. Ist in BRD-Landen auch ähnlich, aber bei weitem nicht so extrem wie dort.

    Zitat Zitat von Klopperhorst Beitrag anzeigen
    Dabei sind es doch gerade die Korrupten und Pfeffersäcke, welche ihre oft zu Unrecht angehäuften Vermögen retten.
    Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Russland sehr groß.
    Es gibt dort keinen gewachsenen Mittelstand, kein "Bürgertum" unseres Stils, keine Handwerksbranche.
    Daher herrscht dort auch eher orientalische Protzmentalität vor, und niedere Schichten, einfache Arbeiter, Geldlose werden oft auch abfällig behandelt.

    ---

  6. #596
    ÄRA MILEI Benutzerbild von KatII
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Bergischer Löwe Beitrag anzeigen
    Russland hat allerdings offensichtlich nicht mit den vermehrten Anstrengungen, insbesondere in Nordamerika, gerechnet, in ähnlichem Umfang wie Russland Öl und Gas zu fördern. Übrigens: Saudi Arabien auch nicht. Die haben alle die Ankündigungen aus den USA und Kanada der letzten 20 Jahre - nämlich unabhängig vom arabischen Öl werden zu wollen - nicht ernst genommen. Dafür bezahlen sie jetzt einen bitteren Preis. Auch Saudi Arabien, trotz der geringen Förderkosten, bräuchte eigentlich einen Ölpreis von
    $ 100 pro Fass, um seine horrenden "Staatsausgaben" (einen großen Teil dieser Ausgaben dürften alleine die 22.000 Mitglieder der "Königs"familie Saud und der anderen Beduinenclans mit Adelsstatus in Saudi Arabien ausmachen) zu decken.

    Nun haben die USA und Kanada ernst gemacht und die Welt steht vor einem Ozean aus arabischem, russischen, iranischen und südamerikanischem Öl, der im Hauptabsatzmarkt USA kaum noch absetzbar ist.

    Ich erwarte allerdings in Kürze ein Umkippen von König Abdullah Saud. Er besitzt persönlich zwar ungefähr 20 Milliarden Dollar - angesichts seiner etwas zu groß und zu gierig geratenen Familie dürfte er kaum wollen, daß man die Reserven aufzehrt. Selbst 20 Milliarden sind schnell weg, wenn man alleine mehrere Boeing 747 8i, Airbus A 380 und diverse kleine Airbusse mit globaler Reichweite unterhalten muss. Dazu Schlösser in der Schweiz, Frankreich, die halben Emirate (die ohne Saudi Arabien schnell buchstäblich im Sande verlaufen würden - sie selbst haben ja kaum noch Öl....) und ein Land, in dem mittlerweile 4 Millionen Menschen in bitterer Armut leben. Also wird er irgendwann der OPEC Forderung nach Förderquotendrosselung nachgeben müssen.

    Dann entspannt sich die Situation in Russland ganz automatisch.
    Ich weiß nicht, ich halte das Frackingmärchen immer noch für einen Bluff. Die rauben doch jetzt wieder Irak aus.
    ¡VIVA LA LIBERTAD, CARAJO!

  7. #597
    White Charger Benutzerbild von Bergischer Löwe
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von KatII Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ich halte das Frackingmärchen immer noch für einen Bluff. Die rauben doch jetzt wieder Irak aus.
    Hydraulic Fracturing dient in den USA primär der Gasförderung. Die großen On- und Offshore Ölförderungsgebiete (Golf von Mexiko, Texas, Alaska, Kalifornien, Region des Colorado Plateau) geben genug ab.

  8. #598
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Marlen Beitrag anzeigen
    Gibst Du immer rot wenn Dir eine andere Meinung begegnet?
    Nö, rot gebe ich nur wenn jemand vollkommenen Unsinn schreibt.
    Und das ist bei Dir der Fall.
    Steh früh auf, steh fest auf, machs Maul auf
    ( Martin Luther )

  9. #599
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Nanu Beitrag anzeigen
    Ein Vasall darf und kann daher nicht selbständig zum eigenen Wohl handeln. Das Wohl des Herrchens ist des Vasallen Staatsraison. Das war auch bei Franz-Josef nicht anders.
    Jaja das Herr-Knecht Gerede und der der interessenlose herzensgute Russe soll uns dann raushauen, oder wie auch immer hierzuforum die wirren Ansichten aussehen?!

    FJS betrieb eine Politik zur nationalen Eigenständigkeit, indem er den Schulterschluß zu Frankreich suchte (hier wurde Kontinentaleuropa immer gegeneinander ausgespielt, mit Zutun des Tölüelkaisers allerdings), eine gemeinsame Rüstungspolitik als möglichen Keil gegen die Nato betrieb mit diesen betrieb, um es dann selbst machen zu können.

    Zudem wurde uns in Bayern in den Staatschulen gebetsmühlenartig reingetrichtert, befeuert von der roten Journaille, wie schlimm der FJS sei, würde im Garchinger Atomprogramm an atomwaffenfähigem Material gearbeitet.

    Und alle diese Anstrengungen werden bis heute von dt. Staat und seiner Journaille torpediert, dreist unter dem Deckmäntelchen der "Demokratie", die real nichts weiter als deutscher Totalitarismus ist, wie eh und je. Mit entsprechenden Folgen.

    Schade, daß FJS nicht mehr den Zusammenbruch der DDR miterleben durfte. Er war der einzige, der diesen Staatsbankrott prognostizierte. Während Sozis sich noch in den Phantasien mit der sozialistischen Internationale mit der UdSSR suhlten.
    Heizerist in Ben Ephraims Gemeinde.

  10. #600
    White Charger Benutzerbild von Bergischer Löwe
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    Standard AW: Russland in Not

    Zitat Zitat von Wolfger von Leginfeld Beitrag anzeigen
    Richtig. Es ist auch verdammt härtere Arbeit, eben diese Qualitäten in Bildung, Handwerk, KMUs-Bereich von unten aufzubauen bzw. gedeihen zu lassen. Der Mittelstand, der durchaus erwachsen könnte, wird auch durch extreme Korruption massiv behindert. Das Angebertum dort ist wirklich extrem ausgeprägt. Man macht sogar als Angestellter dort sinnlose Schulden nur um protzen zu können. Ist in BRD-Landen auch ähnlich, aber bei weitem nicht so extrem wie dort.
    Harte, regelmäßige Arbeit hat die Führungskaste Russlands immer gescheut. Egal ob im Zarenreich, Sowjetunion oder heute. Das Resultat ist die Lage der russischen Industrie heute.

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