Schon ziemlich dämlich dieses Argument.Die Wirtschaftsleistung der USA (BIP) besteht zu 0,25% aus Alaskas Wirtschaftsleistung
Bruttoinlandsprodukt 2003 (est) von Alaska in Millionen US-Dollar: 31.410
USA: Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2004 in Millionen US-Dollar: 12.227.000
Der russischen Wirtschaft droht der Kollaps .... und es geht ziemlich rasant. Wer einen Kasperlkopf Putin zum Führer wählt muss am Ende hektische Hamsterkäufe tätigen.
Servus umananda
Überzeugen ist unfruchtbar.
Walter Benjamin
(1892 - 1940)
Zwischendurch mal wieder etwas seriöses zum Thema und das aus berufenen Munde:
Russlands Wirtschaftsminister: "Wir haben diesen Sturm selbst verursacht"
Laut Uljukajew verschmelzen gerade drei Krisenherde zu einem "perfekten Sturm":
- die ungelöste Strukturkrise des stark staatskapitalistisch geprägten Wirtschaftssystems, dessen "Kosten dauernd wachsen",
- das Abflauen der Weltkonjunktur und
- der Sanktionskrieg mit dem Westen im Zuge einer "geopolitischen Krise".
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daraus weiter zitiert:
Selbst ohne Sanktionen und bei hohem Ölpreis könne Russland auf Jahre nicht mehr als drei Prozent Wachstum erreichen, so der Minister. Für ein Schwellenland wie Russland, das zu den großen Industrienationen aufschließen will, ist das wenig.
Ich empfinde das als angenehm, wenn sich weit abseits vom staatstreuen Blätterauschen, sowohl in Deutschland wie auch in Russland, dann einmal wirkliche und russische Wirtschaftsexperten die Dinge geraderücken und die selbst verusachten Fehler beim Namen nennen. Nur so geht es wieder den Berg hinauf und auch Russland braucht diese ehrlichen, diese warnenden Stimmen der Finanzexperten mehr denn je.
(Der Finanzexperten in Russland, das einmal angemerkt.)

Das hier:
Rubel-Krise: Reiche Russen stürzen sich auf Londoner Immobilien
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das ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, das die Russen ihrer "Finanzwirtschaft" trauen und außerdem werden hier gigantische Kapitalerträge im Ausland "uminvestiert", was so der russischen Finanzwirtschaft auch nicht unbedingt förderlich ist.
Kleines Scherzo zum Donnerstag:
Die gesamte russische Wirtschaft, samt dem Finanzsektor wird dem Ministerium für Außenhandel und Wirtschaftliche Zusammenarbeit der Volksrepublik China unterstellt, und das ohne Kompromisse...
(Das wäre doch mal was!)
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Ausgezeichnete Pressekonferenz bis jetzt.
Frage: Zahlen mit der wirtschaftlichen Krise gerade den Preis für die Krim.
Putin: Nein, wir zahlen den Preis dafür, unsere Nation und unsere Unabhängigkeit bewahren wollen.
Putin: Man nennt uns "Bär", und ein Bär verteidigt sein Territorium. Wenn wir uns nur hinsetzen und Honig essen, werden wir in Ketten gelegt und schließlich ausgestopft.
Auf geb' ich mein Werk; nur Eines will ich noch: das Ende - das Ende!
(Wotan, Die Walküre)
Russland hat allerdings offensichtlich nicht mit den vermehrten Anstrengungen, insbesondere in Nordamerika, gerechnet, in ähnlichem Umfang wie Russland Öl und Gas zu fördern. Übrigens: Saudi Arabien auch nicht. Die haben alle die Ankündigungen aus den USA und Kanada der letzten 20 Jahre - nämlich unabhängig vom arabischen Öl werden zu wollen - nicht ernst genommen. Dafür bezahlen sie jetzt einen bitteren Preis. Auch Saudi Arabien, trotz der geringen Förderkosten, bräuchte eigentlich einen Ölpreis von
$ 100 pro Fass, um seine horrenden "Staatsausgaben" (einen großen Teil dieser Ausgaben dürften alleine die 22.000 Mitglieder der "Königs"familie Saud und der anderen Beduinenclans mit Adelsstatus in Saudi Arabien ausmachen) zu decken.
Nun haben die USA und Kanada ernst gemacht und die Welt steht vor einem Ozean aus arabischem, russischen, iranischen und südamerikanischem Öl, der im Hauptabsatzmarkt USA kaum noch absetzbar ist.
Ich erwarte allerdings in Kürze ein Umkippen von König Abdullah Saud. Er besitzt persönlich zwar ungefähr 20 Milliarden Dollar - angesichts seiner etwas zu groß und zu gierig geratenen Familie dürfte er kaum wollen, daß man die Reserven aufzehrt. Selbst 20 Milliarden sind schnell weg, wenn man alleine mehrere Boeing 747 8i, Airbus A 380 und diverse kleine Airbusse mit globaler Reichweite unterhalten muss. Dazu Schlösser in der Schweiz, Frankreich, die halben Emirate (die ohne Saudi Arabien schnell buchstäblich im Sande verlaufen würden - sie selbst haben ja kaum noch Öl....) und ein Land, in dem mittlerweile 4 Millionen Menschen in bitterer Armut leben. Also wird er irgendwann der OPEC Forderung nach Förderquotendrosselung nachgeben müssen.
Dann entspannt sich die Situation in Russland ganz automatisch.
„Groß ist die Wahrheit, und sie behält den Sieg“ 3. Esra, 4, 41
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