Zitat Zitat von Heinrich_Kraemer Beitrag anzeigen
Du bist ein wenig zu spät dran, denn dies wurde bereits durchgekaut.
Ein Hund ist und bleibt ein instinktgesteuertes Tier, mit Jagdtrieb, Beuteverhalten, Territorialverhalten, Rudelhierarchie, trotz jahrhundertelanger Domestizierung (brauchst nurmal das Wolfsheulen inbrünstig zu simulieren, da läuft es Dir kalt den Rücken runter, wenn das Zamperl den Wolf erkennen läßt, und Herrchen auf einmal völlig Beiwerk wird). Wird der Instinkt durch Reiz aktiviert gibts kein halten mehr. Das erklärt auch die Attacken auf Kinder, weil wohl diese Hunde nicht auf das Reissen von Kindern konditioniert wurden.

Daß man Hunde zusätzlich scharf machen kann ist ja klar. Dennoch ist ein nicht scharfer Hund gefährlich, in Abhängigkeit von seiner körperlichen Beschaffenheit. Denn beißt Fiffi mal die kleinen, ist das zwar unschön, verbeisst sich ein Pittbull oder Rottweiler o.s. wirds lebensgefährlich. Das sieht man z.T. in den Videos.

Selbstverständlich ist stets der Halter verantwortlich bei diesen Attacken, weil man gefährliche Tiere nicht frei rumlaufen läßt, wenn andere dadurch gefährdet werden. Deshalb auch stets der Hinweis auf "meiner tut das nicht", "der will bloß spielen"... Von wegen!
Grundsätzlich aber steht der segensreiche Effekt sicher im Vordergrund, den ein Hund seinem Menschen bringt. Sonst würden ja nicht so viele Menschen einen haben.

Ich sag mal so, größere Hunde erfordern zweifellos sehr viel mehr Aufmerksamkeit vom Halter als kleine. Vor allem wenn es sich um Hütehunde handelt, das sind in der Regel hochintelligente Tiere. Die wollen nicht den Tag vor Herrchens Sofa liegen, die wollen beschäftigt und gefordert werden. Unterbleibt das, mutieren diese Tiere schnell zu neurotischen Kläffern oder Schlimmerem. Ein wenig "Hundeverstand" ist also beim Halter unabdingbar. Das ist aber oft eine Frage des Temperaments, so wie manche Menschen Hunde bevorzugen, mögen andere lieber Katzen um sich.