Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
Diese Beschreibung ist wohl sehr genau,und vornehm ausgedrückt dieses Flugzeug war vor 1945 überhaupt nicht einsatzfähig.




Ich glaube ich habe hier die Daten gefunden der Meteor vor 1945,wo bei die Meteor Probleme bekam wenn sie über 700 Km flog.

Typ:Gloster Meteor G.41
Herkunftsland:Großbritannien
Verwendung:Jagd-jagdbombenflugzeug
Spannweite:13.11m
Länge:12,57m
Antrieb: 2 Rolls-Royce W.2B mit je 7,6 kN(770Kp schub)
Max.Startmasse:6257kg
Höchstgeschwindigkeit:668-760km/h
Reichweite:2156km
Gipfelhöhe:12 190m
Bewaffnung:4 Hispano mk´s 20mm
Da lasse ich es mir doch nicht nehmen , ein paar kleine Anmerkungen zu bringen , da du ja scheinbar nicht im Stande bist die Mach Zahlen in
Stundenkilometer umzuwandeln .

Du streichst die Stabilitätsprobleme oberhalb Mach 0,74 heraus , witziger Weise ist das auch genau die Geschwindigkeit , bei der die
Me-262 ebenfalls anfing instabil zu werden .

Mach 0,74 = 251,8146 m/s =906,53256 km/h nicht 700 km/h und damit reden wir bei beiden Mustern von Geschwindigkeiten ,
die annähernd nur im Sturzflug zu erreichen waren . Die Piloten mussten im Luftkampf also den Geschwindigkeitsmesser im
Auge behalten .

Dein zweiter Punkt wäre die Triebwerksgeschichte , du bezeichnest die britischen Triebwerke da als Embrio , nur komisch das die
Embrios zwei Geschwindigkeitsweltrekorde zu Stande brachten und bis 1954 die Meteor allein 3900 Mal gebaut wurde und
an etliche Länder weiter verkauft wurde .

Punkt drei ist auch ein Punkt , der bei der Me-262 in exakt der gleichen Problematik auftauchte , nämlich die Triebwerksausfälle beim
apprupten Vollgas geben .

"Wenn ein Pilot zur Landung ansetzte und dabei zu kurz oder zu weit über die Landeschwelle hinauskam und dadurch
ein Durchstarten zu einem neuen Landeanflug notwendig machte (die Me-262 brauchte eine mindestens 1300 m lange
befestigte Start und Landebahn) , dann saß er in einer gewaltigen Klemme .
Er musste den Leistungshebel wieder sehr langsam nach vorne schieben , um eine Überhitzung im heißen Teil
des Triebwerkes und im Schubrohr zu verhindern und gleichzeitig einen Kompressorstillstand zu vermeiden ,
dann mußte der Pilot nervenaufreibende 15 bis 25 Sekunden lang warten , bis das Triebwerk volle Leistung
abgab . Bei einer Geschwindigkeit von 176 bis 216 km/h wurde dabei eine große Entfernung in sehr geringer
Höhe zurückgelegt . Das ausgefahrene Fahrwerk verringerte die Geschwindigkeit weiter und erhöhte
den allgemeinen aerodynamischen Widerstand des Flugzeuges .
Dies bedeutete , daß der Abreißpunkt der Strömung sehr schnell näher kam , während das Triebwerk
durch die schwierigen Phasen der Beschleunigung lief . Dabei befand man sich in einer sehr gefährlichen
Lage. Es kam zu zahlreichen Abstürzen "

Quelle : Das waren die deutschen Jagdfliegerasse 1939-1945

und weiter

"Der Leistungs- und Bewaffnungsvorteil , der uns durch die Me-262 geboten wurde ,
war im Jägerkampf ausschlaggebend. Vorausgesetzt das die Me-262 mit beiden
Triebwerken einwnadfrei funktionierte . In den Düsenjägern waren wir aber in echten
Schwierigkeiten , wenn ein Triebwerk ausfiel ."

Zitat aus gleicher Quelle von Oberstleutnant Heinrich Bär , dem Piloten der mit
der Me-262 die meisten bestätigten Abschüsse erzielte .

Als Fazit kann man sagen , die Probleme waren erheblich schlimmer als die welche die Bundeswehr Jahre später
mit der Lockheed F-104 G hatte , zu Friedenszeiten wäre eine Me-262 wohl ebenso wenig an die Truppe
ausgeliefert worden , wie eine Gloster Meteor in ihren ersten Versionen .

Die grundlegenden Probleme der Flugzeugmuster waren aber durchweg identisch , im Ursprung hatte Deutschland 1939
schon tatsächlich einen enormen Entwicklungsvorsprung vor jedem anderen Land in Bezug auf die Düsenflugzeuge ,
dieser wurde aber durch die Kurzsichtigkeit der Führung bis 1945 fast völlig verspielt .

Und genau da liegt auch der Unsinn dieser Doku , sie malt ein Szenario , als ob die Deutschen wenn sie nur mehr Zeit gehabt
hätten , den Kriegsverlauf hätten ändern können , es wird dabei aber duchweg negiert , daß Entwicklung eben ÜBERALL
voranschreitet .

Und dabei sollte man nicht vergessen , wenn man schon diese was wäre wenn Spielchen treibt , daß im Herbst 1945 ,
wenn Deutschland diese Zeit gehabt hätte , der Düsenjäger ziemlich latte gewesen wäre , weil dann statt Hiroshima
und Nagasaki , Berlin und eine weitere deutsche Großstadt zu strahlenden Ruinen geworden wären .

Daran hätten auch Flugzeuge wie die Me-262 nichts mehr geändert , weil die deutsche Infrastruktur durch die Versäumnisse
der Führung im Bezug auf die Luftabwehr über dem Reich komplett zerstört war .
Und es bringen halt keine noch so tollen Konstruktionen mehr was , wenn ich davon nicht die ausreichende Anzahl fertigen kann,
geschweige denn genügend Treibstoff vorhanden ist , um die Maschinen in die Luft zu bringen .