
Zitat von
tosh
Ich hatte nicht bedacht, dass sie den int. Gerichtshof nicht anerkennen.
Und auch nicht den internationalen Strafgerichtshof, keine UN-Resolutionen, kein Völkerrecht, keine Menschenrechte und natürlich auch keine UN-Untersuchungsberichte, es sei denn, .....sie können daraus eigene Vorteile ziehen.
Ziel des zionistischen Beutegreifers war immer, sich so viel Land wie möglich zu schnappen und so viele Palästinenser wie möglich los zu werden.
Das ist ihre Devise. Dafür ist ihnen jedes – aber auch JEDES Mittel recht.
Gaza haben sie abgeschrieben. Da ist für sie nichts mehr zu holen.
Nachdem die Siedler durch jahrzehntelange Wasserpanscherei (Pool für jedes Haus, Fischzucht in der Wüste u.ä. Irrsinn) die Versalzung des Grundwassers entscheidend vorangetrieben haben, ist das Trinkwasser Gazas nahezu ungenießbar.
Heute wollen sie „nur“ noch das Westjordanland. Und mal ehrlich, sie haben es schon.
Faktisch ist Palästina schon von der Landkarte radiert.
Wenn man sich israelische Schulbücher, Wetterkarten oder irgendeine offizielle Karte ansieht, wird einem sofort klar, wo die Grenzen Israels verlaufen.
Also ist die Vorstellung, dass eine israelische Regierung irgendetwas davon aufgeben könnte, absurd. Das werden sie nie tun.
Die kleinen Inselchen (die ständig weiter schrumpfen), die in den Nachrichten aber weiterhin als >Palästina< auftauchen, sind in absehbarer Zeit verschwunden, untergegangen im zionistischen Siedlungswahn. Und es werden immer neue Siedlungsprojekte genehmigt.
Mein Glaube an die Zweistaatenlösung verschwand 2005, als Sharon, nach seinem Gaza-Rückzug, von George W. Bush freie Bahn, für ungezügelten Siedlungsbau im Westjordanland bekam.
Damit versetzte er der Roadmap den Todesstoß. Das war von Anfang an seine Absicht.
Es sind Sätze wie in Stein gemeißelt,
„Die Bedeutung unseres Abzugsplans liegt darin, dass der Friedensprozess eingefroren wird.
Der Abzugsplan liefert das Formaldehyd, das nötig ist, damit kein politischer Prozess mit den Palästinensern in Gang kommt,“
Das sagte Dov Weisglass, bis vor kurzem noch der Stabschef des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und nun sein wichtigster Berater.
Ganz offen gab Weisglass in dem Zeitungsinterview zu, wieso es für den Regierungschef so wichtig ist, den Friedensprozess einzufrieren:
Man verhindere damit die Gründung eines palästinensischen Staates.
[Links nur für registrierte Nutzer]
Danach wurde nur noch herumgeeiert, auch von allen Nachfolgeregierungen.
Auch über das Gerede von „Gebietstausch“ und was da noch so alles durch die Medien geisterte (Bau von Tunneln etc.), konnte man nur den Kopf schütteln.
Territoriale Zugeständnisse sind aus zionistischer Perspektive nicht vorgesehen.
Wer die Bücher der neuen israelischen Historiker und Top-Zionisten (wie Nahum Goldmann) studiert, kann zu gar keinem anderen Schluss kommen.
1993 war sich die israelische Regierung sicher, dass ein palästinensischer Staat im Westjordanland nicht mehr gegründet werden konnte. Die Siedlungen waren dort, Milliarden waren investiert worden, das gesamte Jordantal war besiedelt mit Dörfern und Kibbuzen, es gab Großstädte, die bereits gebaut waren im Westjordanland.
Ganz Ostjerusalem war von Israel übernommen worden.
Es gab keinen Raum mehr für die Gründung eines Palästinenserstaates.
Und das war der Zeitpunkt als Israel sagte: In Ordnung, wir beginnen Verhandlungen.
Also erlaubten sie Arafat zu kommen und täuschten ihn, indem sie ihm glauben machten, dass sie wirklich Friedensabsichten hätten ihn aber im Grunde zu zwingen versuchten ein Abkommen zu unterschreiben, das seine Kapitulation vollendet hätte.
[Links nur für registrierte Nutzer]
(Miko Peled, Sohn des israelischen Ex-Generals Matti Peled, während seiner Buchvorstellung in Seattle am 10. 1. 2012)
Langfristig führt kein Weg an der Einstaatlösung vorbei, um den Dauerkonflikt zu beenden. Auch wenn es dafür momentan keine Mehrheiten gibt.
Die Leute müssen erst noch merken, dass die Zweistaatenlösung eine Fata Morgana ist, der sie nachjagen.
Sie wird nie zur Realität werden. Israel selbst sorgt dafür, dass es so ist.
Politische Machtwechsel müssen nicht gewaltsam sein. Bösartige Regime können durch Demokratien ersetzt werden. Gewaltfrei.
Das hat die Geschichte bewiesen. Es ist früher geschehen und es gibt keinen Grund, weswegen es nicht wieder geschehen kann.
Eine Zweistaatenlösung funktioniert heute jedenfalls nicht mehr, das wird jeden Tag deutlicher.
Die Chance wurde vertan.