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Thema: Krisenherd Ukraine (Dez. 2013 - Mai 2023)

  1. #24371
    Mitglied Benutzerbild von Olli
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von ABAS Beitrag anzeigen
    Wikipedia ist dafuer eine ungeeignete Recherchequelle.
    Ich habe hier im Thread entsprechende serioese Quellen
    gelinkt.

    Im uebrigen hat China am Weltmarkt der - seltenen Erden -
    eine Produktionsanteil von 96 % und die Chinesen treiben
    nicht den Weltmarktpreis hoch sondern haushalten mit den
    strategischen Bodenschaetzen. Ausserdem steigt in China
    die Binnennachfrage fuer die seltenen Erden weil sie auch
    im Bereich der Umwelttechnik notwendige Bestandteile fuer
    die Produktion sind und China bis 2050 das sauberste Land
    der Erde sein will. Die Chinesen investieren in Umwelttechnik
    derzeit wie kein anderes Land der Welt weil sie es sich wegen
    der guten finanziellen Lage leisten koennen und zudem die
    Umwelttechnik als Wirtschaftfaktor erkannt haben.

    Die Chinesen denken verantwortungsvoll an sich und waeren
    bescheuert wenn sie die Vorkommen an seltenen Erden auf
    dem Weltmarkt verschleudern.

    Gerade diese Fakten setzen die anderen Industrielaender und
    dabei besonders die USA unter erheblichen Druck sich seltene
    Erden in anderen Laendern zu erschliessen.

    Die Explorationszeit ist ueber 8 Jahre. Die Ukraine hat genau
    wie Serbien und der Kosovo Vorkommen an seltenen Erden
    und anderen strategisch bedeutenden Bodenschaetzen. Daher
    hat die Ukraine die Begehrlichkeit der US Verbrecher geweckt,
    die wie gewohnt nicht bezahlen sondern rauben wollen!

    Du kannst Dir alle Beitraege von mir zu - seltenen Erden -
    und der geostrategische Bedeutung aufrufen indem Du meine
    Beitraege der letzten 7 Tage danach durchsuchst. Ansonsten
    bemuehe Google mit den Suchbegriffen:

    seltene Erden + Ukraine
    seltene Erden + Serbien
    seltene Erden + Kosovo
    ...Danke ....

  2. #24372
    SchwanzusLongusGermanicus Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Ich habe den Beitraeg von mir mit den Quellen wiedergefunden und poste
    das Ganze hier nochmal:

    Seltene Erden sind strategische Rohstoffe!

    Es geht dem Grund nach um die Sicherung von strategischen
    Rohstoffen wie z.B. seltenen Erden die fuer Industrielaender
    existenzielle Bedeutung haben und das vom US Regime die
    westlichen Industrielaender gegen rohstoffreiche, oestliche
    Laender in Europa wie Russland und die Ukriane aufgebracht
    werden und die Einheit in Europa damit gespalten wird.

    Das Kernproblem dabei ist das seitens des US Regime und der
    US Wirtschaft wegen des insolventen und desolaten Zustandes
    der internationale Marktpreis nicht gezahlt werden soll sondern
    sich Kostenvorteile durch Raubueberfaelle auf Laender wie die
    Ukraine verschafft werden sollen unter vorwandliche Taeuschung
    das die USA fuer "Freiheit", "Demokratie" und "Menschenrechte"
    in diesen Laendern einstehen will!

    Tatsaechlich ist wie vom US Regime bekannt, beabsichtig in den
    Laender die ueber strategische Rohstoffe die Begehrlichkeit
    der US Verbrecher und Rohstoffraeuber geweckt haben, gezielt
    eine US Marionettenregierung zu installieren die anschliessend
    die Abbraurechte und Lizenzen fuer Rohstoffe den US Konzeren
    fuer " umme " zuschanzt damit diese mit Kostenvorteilen bzw.
    zum Selbstkostenpreis die strategischen Rohstoffvorkommen in
    den Laender ausbeuten koennen.

    Dieses Verhalten haben aber die Regierungen von Russland, China
    und anderen Nationen auf der Welt erkannt und werden daher auf
    die US Verbrecher gemeinsam Druck ausueben, damit dem Regime
    der US klar ist da sie zukuenftig lautere Geschaefte machen wie es
    ueblich ist oder ansonsten ueber der Wirtschaftsebene von den
    BRICS Staaten boykottiert werden bis das Volk in den USA wegen
    des Fehlverhaltens seines Verbrecherregimes die Muelltonnen nach
    Essensabfaellen durchsuchen muss und sich dann gegen das Regime
    und System Amerika von sich aus auflehnen wird.

    Dann treten die Russen, Europaer und Chinesen auf den Plan und
    bieten dem Volk der Amerikaner die helfende Hand um dem Regime
    der USA den Rest zu geben damit in Amerika eine Regierung gebildet
    werden kann die verantwortungsfaehig die Volksinteressen und nicht
    die Interessen der von zwanghaftes Gier nach dem Mommon und dem
    Machterhalt gezeichneten Finanz- und Wirtschaftsfaschistischen samt
    der US Konzerkraken vertritt.


    Gallium – seltene Erden in der Ukraine

    2. März 2014 von Peter Hofmann

    Allgemein

    Gallium ist ein selten vorkommendes chemisches Element mit dem Elementsymbol Ga und der Ordnungszahl 31. Im Periodensystem steht es in der 4. Periode und ist das dritte Element der 3. Hauptgruppe (Gruppe 13) oder Borgruppe. Es ist ein silberweißes, leicht zu verflüssigendes Metall. Gallium kristallisiert nicht in einer der sonst häufig bei Metallen anzutreffenden Kristallstrukturen, sondern in seiner stabilsten Modifikation in einerorthorhombischen Struktur mit Gallium-Dimeren. Daneben sind noch sechs weitere Modifikationen bekannt, die sich bei speziellen Kristallisationsbedingungen oder unter hohem Druck bilden. In seinen chemischen Eigenschaften ähnelt das Metall stark dem Aluminium.

    In der Natur kommt Gallium nur in geringem Umfang und meist als Beimischung in Aluminium-, Zink- oder Germaniumerzen vor; Galliumminerale sind sehr selten. Dementsprechend wird es auch als Nebenprodukt bei der Produktion von Aluminium oder Zink gewonnen. Der größte Teil des Galliums wird zum Halbleiter Galliumarsenid weiterverarbeitet, der vor allem für Leuchtdioden verwendet wird.

    Vorkommen

    Gallium ist auf der Erde ein seltenes Element, mit einem Gehalt von 19 ppm in der kontinentalen Erdkruste ist seine Häufigkeit vergleichbar mit derjenigen von Lithium und Blei. Es kommt nicht elementar, sondern nur gebunden vor, vorwiegend in Aluminium-, Zink- oder Germaniumerzen. Zu den galliumreichsten Erzen zählen Bauxite, Zinkblende-Erze und Germanit.

    Die Galliumgehalte sind meist gering, so enthält der in Surinam gefundene Bauxit mit dem höchsten bekannten Gehalt nur 0,008 % Gallium. Die weltweit in Bauxit befindlichen Galliumreserven werden auf 1,6 · 106 Tonnen geschätzt. Höhere Gehalte mit bis zu 1 % Gallium kommen in Germanit vor. Lediglich in der Apex-Mine im US-Bundesstaat Utah kommen so hohe Gehalte in den Erzen vor, dass ein Abbau zur Galliumgewinnung versucht wurde. Dies scheiterte jedoch nach kurzer Zeit aus Rentabilitätsgründen.

    Galliumminerale sind nur wenige bekannt, zu diesen zählen die vorwiegend in Tsumeb in Namibia gefundenen Gallit (CuGaS2), Söhngeit (Ga(OH)3) und Tsumgallit (GaO(OH)).

    Gewinnung und Darstellung

    Gallium wird als Nebenprodukt bei der Aluminiumherstellung aus Bauxit im Bayer-Verfahren gewonnen. Als Ausgangsprodukt dient das dabei in Natronlauge gelöste Gemisch vonNatriumaluminat und Natriumgallat. Durch verschiedene Verfahren kann hieraus Gallium vom Aluminium getrennt werden. Eine Möglichkeit ist die fraktionierte Kristallisation mit Hilfe von Kohlenstoffdioxid, wobei zunächst bevorzugt Aluminiumhydroxid ausfällt, während sich das leichter lösliche Natriumgallat in der Natronlauge anreichert. Erst nach weiteren Prozessschritten wird Galliumhydroxid gefällt, vermischt mit Aluminiumhydroxid. Anschließend wird das Gemisch in Natronlauge gelöst und Gallium durch Elektrolysegewonnen. Da dieses Verfahren energie- und arbeitsaufwändig ist, wird es nur in Ländern mit geringen Kosten dafür, etwa der Volksrepublik China, angewendet. Gallium kann auch direkt durch Elektrolyse aus der Natronlauge gewonnen werden. Dazu werden Quecksilberkathoden eingesetzt, wobei sich bei der Elektrolyse ein Galliumamalgam bildet. Auch das Versetzen der Lösung mit Natriumamalgam ist möglich.

    Mit Hilfe spezieller Hydroxychinoline als Chelatliganden ist es möglich, Gallium aus der Natronlauge mit Kerosin zu extrahieren und so vom Aluminium zu trennen. Weitere Elemente, die dabei ebenfalls extrahiert werden, können mit verdünnten Säuren abgetrennt werden. Anschließend wird die verbliebene Galliumverbindung in konzentrierter Salz- oder Schwefelsäure gelöst und elektrolytisch zum Metall reduziert.

    Für viele technische Anwendungen wird sehr reines Gallium benötigt, für Halbleiter beispielsweise darf es mitunter nur ein Hundertmillionstel an Fremdstoffen enthalten.

    Mögliche Reinigungsverfahren sind Vakuumdestillation, fraktionierte Kristallisation oder Zonenschmelzen. Die Menge an produziertem Gallium ist gering, 2008 betrug die Weltprimärproduktion 95 Tonnen. Eine weitere wichtige Quelle ist das Wiederaufbereiten von galliumhaltigen Abfällen, daraus wurden 2008 weitere 135 Tonnen Gallium gewonnen.

    Hauptproduktionsländer sind die Volksrepublik China, Deutschland, Kasachstan und die Ukraine, für das Galliumrecycling auch die Vereinigten Staaten, Japan und das Vereinigte Königreich. Im Labormaßstab lässt sich Gallium durch Elektrolyse einer Lösung von Galliumhydroxid in Natronlauge an Platin- oder Wolfram-Elektroden darstellen.

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    70% Wachstum im LED Geschäft erwartet - Preisanstieg bei Gallium zu erwarten

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    Technologiemetalle aktuell / Indium, Germanium und Gallium: China weckt neue Preisfantasie!

    Bei drei besonders begehrten und knappen Technologiemetallen stehen möglicherweise deutliche Preissteigerungen bevor – Indium, Germanium und Gallium. Westliche Experten begründen dies mit der Bevorratungspolitik des Weltmarktführers China und den stets wachsenden Anwendungsgebieten.

    Beim Indium hat die chinesische Regierung bereits 60 Tonnen der geplanten 250 Tonnen von drei staatlichen Produzenten in China aufgekauft. Die geplanten Käufe entsprechen einem Viertel der Weltjahresproduktion von Indium. Ob weitere Eindeckungen erfolgt sind, ist nicht bekannt. Die meisten chinesischen Hersteller waren bisher nicht gewillt, zum Zielpreis der Regierung zu verkaufen, da dieser unter dem Produktionspreis von Indium liegt. Der zurzeit bestehende gravierende Preisunterschied zwischen China und dem Rest der Welt sollte durch das Agieren der Chinesen angeglichen werden. Ein Preisanstieg ist schon jetzt in Europa zu erkennen. Mittlerweile haben auch in Japan und Korea die Preise angezogen, nachdem diese beiden Länder in den letzten Wochen mit aggressiven Preisen am Markt aufgetreten waren.

    Ähnlich ist die Lage bei Germanium, welches zu den seltensten Metallen der Erde gezählt wird. Auch hier versucht die chinesische Regierung das Metall zu bevorraten. Hier möchte die chinesische Regierung 20 Tonnen eindecken. Dies ist bisher aber noch nicht erfolgt, da man sich noch nicht mit den einheimischen Produzenten preislich einigen konnte. Wie beim Indium war auch beim Germanium in den letzten Wochen in China ein Preisanstieg zu registrieren. Ein weiterer Grund dafür könnte eine teilweise Verknappung sein, da Produzenten aufgefordert worden sind, umweltfreundlichere Maßnahmen beim Abbau der Metalle zu ergreifen. Manche Händler bezweifeln, dass es China überhaupt möglich sein wird, 20 Tonnen zu bevorraten, da hier die Weltjahresproduktion circa 130 Tonnen beträgt und China alleine schon 100 Tonnen produziert. Die knappe Versorgungslage wird auch durch das Weltmarkt-Angebot verdeutlicht: Der Germanium-Export Chinas hat sich in den ersten sieben Monaten 2012 um 26% verringert , was sich schon in den Preisen niedergeschlagen hat. Daher wird ein weiterer Preisanstieg in den nächsten Wochen erwartet.

    Ferner soll weiteres Gallium bevorratet werden. Es wird von vorerst 10 Tonnen gesprochen. Neben dieser neuen Vorgehensweise gibt es auch vermehrte Nachfrage aus dem asiatischen Raum. Dies hat bereits zu leichten Preissteigerungen geführt. Die Entwicklung der erwarteten Bedarfszahlen ist aufgrund der kränkelnden europäischen Solarindustrie etwas gebremst. Dies macht allerdings der asiatische Raum wett. Die LED Industrie und weitere Anwendungsgebiete der Elektronikindustrie für Gallium entwickeln sich planmäßiger als erwartet.

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    Seltene Erden Inside - Januar 2014

    Die heißen Themen zu Beginn 2014 aus dem Bereich der Seltenen Erden und Metalle

    PresseBox) (Düsseldorf, 22.01.2014) Institut für Seltene Erden und Metalle – Die heißen Themen zu Beginn 2014 aus dem Bereich der Seltenen Erden und Metalle sind erwartungsgemäß die Bekanntgabe der Exportquoten von China, Chinas Kampf gegen den Smog, die ersten Schritte Chinas in das Thema des Recyclings und die sehr kritische Verknappung an Germanium.

    Exportquoten für Seltene Erden


    Ende 2013 hat die chinesische Regierung die neuen Exportquoten für das 1. Halbjahr 2014 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen Rückgang von 2,5 % über alle 17 Elemente. Der Rückgang bei den ohnehin schon knapp verfügbaren Schweren Seltenen Erden fällt hingegen mit 7,3 % deutlich größer aus. Die prognostizierten Bedarfssteigerungen könnten daher schon bald zu einem Preisanstieg führen. Entscheidend wird jedoch sein, in welchem Umfang Chinas Maßnahmen greifen, illegalen Bergbau und Schmuggel dauerhaft in den zu Griff bekommen.

    Chinas Initiative gegen den Smog

    Die extreme Luftverschmutzung in China sorgt für erhebliche Gesundheitsprobleme. Nun plant das Land massive Investitionen. Allein bis zum Jahr 2017 sollen zusätzlich fast 100 Milliarden Euro für saubere Energiequellen sowie umweltfreundlichere Fahrzeuge aufgewendet werden. Um dies zu realisieren, werden große Mengen strategischer Rohstoffe benötigt. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass China zunehmend strategische Reserven aufbaut, um auch langfristig dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Ob Indium, Gallium, Dysprosium und Neodym; Auswirkungen auf die Verbrauchszahlen dieser Metalle werden nicht ausbleiben.

    Welchen Beitrag leistet Recycling?

    Der britische Geo-Wissenschaftler für Mineralien und Abfallstoffe, Mr. Andrew Bloodworth äußert sich besorgt, dass verschiedene für Schlüsseltechnologien benötigte Rohstoffe in Zukunft nicht mehr ausreichend verfügbar sind. Stoffe wie Indium, Tellur oder Germanium sieht er besonders kritisch. Ein besonderes Augenmerk legt man deshalb auf das Recycling. Welchen Beitrag können Sekundärrohstoffe leisten, um zukünftige Engpässe zu vermeiden? Hier kommt Bloodworth mit seinem Team zu dem Ergebnis, dass Sekundärrohstoffe schon heute für einige Metalle essentiell sind, trotzdem aber nicht ausreichen werden, künftige Bedürfnisse in vollem Umfang zu befriedigen.

    Aktuelle Entwicklung Germanium

    Nachdem Peking vor Jahresfrist den Aufkauf großer Mengen Germanium angekündigt hatte, hat sich dies bereits auf den Preis ausgewirkt. Viele Experten gehen davon aus, dass Germanium im Laufe des Jahres noch deutlich teurer wird. Verschärfen könnte sich die Situation durch steigendes Interesse der Fanya Metal Exchange, die nach Indium und Gallium nun ebenfalls ein Auge auf Germanium zu werfen scheint. Und auch die politischen Spannungen zwischen Japan und China könnten ihren Beitrag leisten. So habe Japan den Verteidigungshaushalt bereits deutlich erhöht. Metal-Pages berichtet in diesen Tagen, dass in der Folge sowohl Japan als auch China deutlich mehr Aufträge für Nachtsichtgeräte (die im Übrigen auch zunehmend in PKWs verbaut werden) platziert hätten. Und diese benötigen bekanntlich Germanium.

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    Recylingportal / 06.02.2014

    Institut für Seltene Erden und Metalle befürchtet Rohstoff-Krise in Fernost

    Düsseldorf: Japans Premierminister Shinzo Abe hat die aktuelle Situation zwischen China und Japan diese Woche mit der englisch-deutschen Beziehung vor dem ersten Weltkrieg verglichen. Seiner Meinung nach waren die beiden Länder " enge Handelspartner, so wie China und Japan heute. Globalisierungs- und Demokratiefreunde haben lange Zeit gepredigt, dass ein Ausbau des grenzüberschreitenden Handels und Investments in den Partnerländern die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Krieges reduziert.“

    Seine Worte haben sicherlich einen gewissen Wahrheitsgehalt, doch beunruhigend ist, dass offen eine Wahrscheinlichkeit eines kommenden Krieges zwischen der zweit- und der dritt-größten Volkswirtschaft der Welt ausgesprochen und von niemanden diskutiert wird. Vielmehr wurde diese Äußerung sowohl von Japan als auch von China stillschweigend hingenommen. In einen solchen Konflikt würden nach und nach auch andere Nationen einbezogen werden, meint das Düsseldorfer "Institut für Seltene Erden und Metalle".

    Das hätte auch Konsequenzen für die Verfügbarkeit Seltener Erden. Die westliche Welt würde sehr schnell die Abhängigkeit von China und seinen Rohstofflieferungen zu spüren bekommen.

    Nicht nur Seltene Erden, auch viele weitere Metalle wie Germanium, Gallium, Graphite etc. würden erst extrem im Preis steigen und sehr bald gar nicht mehr verfügbar sein.

    Ernsthafte Schwierigkeiten

    Sollte China diese Lieferkette tatsächlich unterbrechen, wäre die komplette westliche Industrie, speziell die High-Tech Industrie, in ernsthaften Schwierigkeiten. In vielen Bereichen - befürchtet das Institut für Seltene Erden und Metalle - müssten technologische Rückentwicklungen in Kauf genommen werden durch den Einsatz von Ersatzstoffen, die vor dem Einsatz von Seltenen Erden verwendet wurden.

    Die aktuellen chinesisch-japanischen Spannungen sollten für den Westen ein weiterer Weckruf sein, eine eigenständige Lieferkette für Seltene Erden und Strategische Metalle ins Leben zu rufen. Regierungen sollten die Problematik ernster nehmen, um die Entwicklung einer eigenständigen Lieferkette voran zu treiben. Die Produktion von Seltenen Erden ist extrem teuer und technologisch sehr aufwändig. Viele Seltene Erden-Minen haben nicht genug Kapitalreserven, um mit der notwendigen Geschwindigkeit zu arbeiten. Eine Ahnung von dem, was die westliche Welt ereilen könnte, kam in den Jahren 2010 und 2011 auf, als China mit der Möglichkeit einer Exportquoten-Reduzierung an die Öffentlichkeit trat: Die Preise fast aller Seltenen Erden stiegen in einem Zeitraum von sechs Monaten zwischen 300 und 3000 Prozent.

    Es besteht Hoffnung

    Dennoch besteht laut Institut für Seltene Erden und Metalle Hoffnung. Mittlerweile seien in der westlichen Welt eine beachtliche Anzahl von Minenbetrieben entstanden, die diese begehrten Elemente fördern.

    Die Explorationszeit einer durchschnittlichen Seltenen Erd-Mine beträgt sieben bis neun Jahre, bevor mit der Produktion begonnen werden kann.


    Zu über 85 Prozent verlassen sich die Betreiber dieser Minen auf einen Kapitalzufluss durch die Aktienbörsen dieser Welt. Doch seien diese launisch und verhirlten sich bei einem drohenden Kriegsszenario eher restriktiv.

    Es bleibt nach Ansicht des Seltene Erden-Instituts zu hoffen, dass im fernen Osten alle Beteiligten einen kühlen Kopf bewahren, damit derartige Drohungen von der täglichen politischen Agenda verschwinden.

    Quelle: Institut für Seltene Erden und Metalle e.V.

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    " Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
    Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)

  3. #24373
    Mitglied Benutzerbild von Olli
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    .....der folgende Artikel ist auch sehr lesenswert... Autor "Hinter der Fichte"


    Dienstag, 15. April 2014


    ARD/Ukraine: Lügen für die Untergangsregierung


    Der ARD-Brennpunkt „Ukraine – der schleichende Zerfall“ besiegelte gestern den endgültigen Abschied des öffentlichen Fernsehens von der journalistischen Ethik. Der zahlende Zuschauer bekam, wie man selbst überprüfen kann, null Information, dafür Desinformation und Meinungsmache.


    Von der ersten Minute an: 1. „Da sind sie wieder, die Angreifer mit denselben Uniformen und denselben Soldaten ohne Hoheitsabzeichen, die wir auch auf der Krim gesehen haben.“ 2. „Wird es auch in der Ostukraine ein ähnliches Szenario geben, sprich zuerst – kann man schon sagen – Invasion, dann ein Referendum und dann eine Annexion?“ 3. „Welche Verantwortung trägt Russland für die Zuspitzung“. Und so weiter… Die Ansagerin da, die sichtlich nervös eine Viertelstunde an ihren Karten nestelt, ist Ellen Ehni. Anscheinend möchte sich keiner der Zuständigen mehr vor der Kamera der Lächerlichkeit preisgeben. Deshalb wohl müssen für dieses explosive außenpolitische Thema von der Ersatzbank Leute ran, die sonst "ARD-Ratgeber“ und "Plusminus" machen. Die sonstigen Hiwi-Armbrusters mussten sicher dringend nach Hause, damit sie den Tierfilm nicht verpassen. Nicht alle Lügen aus 15 Minuten kann man sezieren. Doch die Kernlügen gehören den Demagogen um die Ohren gehauen. Die gesamte Rhetorik und Manipulation der Politik und ihrer Konzern- und Staatsmedien ist a) auf die Ablenkung vom real existierenden Faschismus gerichtet, der die Armee gegen das Volk einsetzen will, (wenn das Janukowitsch gewesen wäre!); und b) die Schuld am west-gemachten Desaster Russland zuzuschieben.


    Erstens: Es ist buchstäbliche Desinformation, vor dem Zuschauer stimmungsmachend etwas zu behaupten, das er im Bild genau NICHT sieht. Jeder Brillenträger, erst recht jeder Gediente erkennt: Nicht "dieselben Uniformen", nicht "dieselben Soldaten." Ganz zu schweigen von den Hunderten - viele Frauen - in Jeans und Anoraks.


    Zwei Bilder von der Krim




    Bild vom Brennpunkt aus Slawjansk:


    Wieso das Auftauchen Uniformierter ausgerechnet auf Russen hindeutet, bleibt das Geheimnis der ARD. Dass Spezialeinheiten der Polizei und der Armee, wie z.B. die Fallschirmjäger der 25. Luftlandebrigade auf die Seite des Volkes übergetreten sind, geht den Zuschauer ja auch nichts an. Schuld ist der Russe.
    Zweitens hat es - so weh es den Mitläufern tut - weder eine Invasion noch eine Annexion der Krim gegeben. Der nicht indoktrinierte Völkerrechtler sagt dazu: „Sezession, Referendum, Beitritt ist etwas anderes als Annexion“. Wer es nachlesen möchte, kann das in der FAZ tun. Weder ist auf der Krim militärisch einmarschiert worden, noch wurde die Krim gewaltsam von der – ordnungslosen - Ukraine abgespaltet. Die in der NATO euphemistisch als „Übergangsregierung“ bezeichnete – nach allen rechtsstaatlichen Maßstäben illegale – Putschisten-Gruppe in Kiew hat die verfassungsmäßige Ordnung in der Ukraine abgeschafft – nicht Russland.
    Drittens: Russland, nicht die freien Westmedien, brachte es an den Tag: CIA-Boss Brennan marschiert in Kiew (mit falschem Pass und falscher Identität) auf, dann fallen Entscheidungen zum Einsatz der Armee. Inzwischen musste es das Weisse Haus eingestehen. Über Slawjansk kreisen Kampfhubschrauber Mi 28, zur Einschüchterung. Nein, das sieht überhaupt nicht nach US-Handschrift aus. Die Grünen würden sagen, das ist „eine freiheitliche Massenbewegung“. Ausgerechnet den Russen aber versucht die veröffentlichte Meinung des militärisch-industriellen Komplexes die Schuld am Chaos zuzuschieben.


    Russlands Langmut


    Ich bewundere Russlands Geduld. Ban Ki Moon hat dem Faschisten-Häuptling Turtschinow (Wir weisen auf das Verschwinden/Abducken Jazenjuks nur beiläufig hin.) die Unterstützung der UNO zugesichert. Russland kann mit Engelsgeduld versuchen was es will. Putin hat auf Vorauszahlungen für Gaslieferungen in die zahlungsunfähige Ukraine verzichtet. Putin hat vierseitige Gaskonsultationen vorgeschlagen. Putin hat die EU-Staatschefs angeschrieben, aber die Antwort aus Washington bekommen! Auf der Krim wurde eine demokratische Volksabstimmung abgehalten. Der Westen wollte keine Beobachter schicken. Russland hat einer Föderalisierung – nicht Abspaltung - zugestimmt, sogar Gespräche mit Faschisten und Putschisten in Genf akzeptiert, Waffen und Flugzeuge an die Ukraine zurückgegeben. Russische Journalisten werden in die Ukraine nicht reingelassen. Die Russen erdulden Sanktionen. Wer heute Sergey Iwanow heißt, kann in den USA nicht mal Sportschuhe im Internet kaufen. Russland hat keine Scharfmacher auf irgendeinen Maidan geschickt. Auf der Krim ist es unblutig geblieben. Russland erträgt solche Großschnauzen wie Rasmussen. Lawrow erteilt jeder Einmischung von außen eine Absage. Und und und. Doch die Imperialisten-Bande will Russland in die Knie zwingen. Sie sind so strunz-überheblich, dass sie glauben, der russische Bär ist träge. Die Kriegsverbrecher von Libyen und Syrien, Hague und Fabius, halluzinieren sich was von der russischen Bedrohung durch russische Truppen auf russischem Boden zusammen. Beweise - für was auch - konnten sie nicht vorlegen. Jetzt wollen sie in der EU noch mehr Sanktionen gegen Russland.


    Irre Erpresser


    Ich habe es vor kurzem hier auf dem Blog geschrieben: Erpresser geben niemals Ruhe. Im Westen sind Irrsinnige an der Macht. Sie verstehen Geduld als Schwäche, sie verstehen nur die Sprache der Macht.


    Der dicke Noske


    Noch hoffe ich auf ein paar vernünftige Stimmen im Westen, doch dieser Verräter an der Sozialdemokratie und am Grundgesetz, Pop-Musik-Gabriel, hat heute gezeigt wie die Order des militärisch-industriellen Komplexes lautet. „Zieht Russland in einen Krieg.“


    Focus Newsticker 14. 4. 2014


    Im Osten der Ukraine kämpfen heute wieder Partisanen gegen Faschisten und ihre Kollaborateure. Doch die EU diffamiert Russland, das die Hautlast der Befreiung vom Faschismus trug und hält auch noch den Faschisten die Stange.


    Schlechtes Drehbuch


    Bleiben nur noch ein paar Bemerkungen zur desaströsen und obendrein noch schlecht inszenierten Propaganda. Im Brennpunkt treten keine Galionsfiguren oder gar Experten auf. Wer will sich schon blamieren. Masturbatös „informieren“ sich ARD-Reporter gegenseitig. Golineh Atai kann aus Moskau nur „namhafte Beobachter“ aufbieten, die aber keinen Namen haben. Ihre namenlosen kleinen grünen Männchen behaupten – bar jeder Logik - ausgerechnet Russland wolle die Ukraine in einen „Failed State“ (gescheiterten Staat) verwandeln. Deshalb hat Russland wahrscheinlich Swoboda, Vaterland, UDAR und Rechten Sektor gegründet und Janukowitsch gestürzt?! Die Schizophrenie feiert ein Fest in der ARD, aber Gustl Mollath musste in die Psychatrie. Vielleicht hätte Frau Atai die kostbare Sendezeit konstruktiv nutzen können und für die Kollegen von Monitor zum Thema Sniper-Gewalt mal einflechten können, aus welcher Richtung sie am Maidan beschossen wurde? Aus dem Maidan oder vom Regierungsviertel.


    Ukrainische Freiheit


    Apropos "freiheitliche Massenbewegung". Zwei Präsidentschaftskandidaten, darunter Oleg Tsarew (Partei der Regionen), sind von Jazenjuks Freiheitskämpfern gestern Abend in einem TV-Sender zusammengeschlagen worden. Tsarew befindet sich in kritischem Zustand im Krankenhaus. Schuld ist sicher Putin.*
    Als Titel der Sendung wäre ehrlicher gewesen: „Moral und ARD – der schleichende Verfall“.


    * Übersetzung: "Janukowitsch war ein Agent Putins und er wollte die Ukraine zerstören, aber ihn stürzten die Agenten Putins vom Rechten Sektor, die den Wunsche hatten, die Ukraine zu zerstören, und dann kamen die Agenten Putins zur Macht - die Oligarchen und gekaufte Beamte, die den Wunsch hatten, die Ukraine zu zerstören, aber gegen die standen die Agenten Putins im Osten auf, die den Wunsch hatten, die Ukraine zuzerstören, aber ihnen kam der Agent Putins Julia Timoschenko dazwischen, um die Ukraine zu zerstören."






    Quelle: DeeKay
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    Ende..

  4. #24374
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Löwe Beitrag anzeigen
    Es existiert so Etliches nicht mehr im Net, leider.
    Ich bin sicher, dass das noch im Netz existiert. Vielleicht sogar auch auf meinem Rechner. Nur in meinem Gehirnkasten ist es nicht mehr zugaenglich.

    Ich wollte nur sagen, dass es Anzeichen gibt, dass vor dem ersten Weltkrieg auch Juden eine starke Position im sog. Weltjudentum gehabt haben koennten. Ich bin kein Hobby-Historiker und das Judentum ist auch nicht mein Spezialgebiet.

    Von daher habe ich das nur im Hinterkopf und Deinen Hinweis versuche ich auch im Hinterkopf zu behalten.

    Es ging ja urspruenglich um die Frage, ob "der Zionismus" nun von den USA nach Russland uebersiedlen wuerde/koennte. Alles Hinweise und Moeglichkeiten. Ich bilde mir da niemals ein abschliessendes Urteil, schon gar nicht ueber Dinge, die ich nicht selbst erlebt habe. (Und selbst da bin ich vorsichtig.)
    "Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
    (aus dem Film 'Heimkehr', 1941)



  5. #24375
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Olli Beitrag anzeigen
    .....der folgende Artikel ist auch sehr lesenswert... Autor "Hinter der Fichte"


    Dienstag, 15. April 2014


    ARD/Ukraine: Lügen für die Untergangsregierung
    [...]
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    Auf Kriegsfuß mit den Lesern

    [Links nur für registrierte Nutzer] 15.04.2014
    Die Leitmedien verlieren in der Russland-Berichterstattung den Kontakt zur Bevölkerung - und wundern sich nun darüber. Was steckt hinter dem seltsamen Bruch mit dem eigenen Publikum?

    "Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
    (aus dem Film 'Heimkehr', 1941)



  6. #24376
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Shahirrim Beitrag anzeigen
    Kohle, Blei und Zink sind im Kosovo. Jedenfalls berichtet das Nationaljournal davon!


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    Die belegen auch fast alles mit Quellen!

    Auszug aus dem Kosovo Laenderprofil des Auswaertigen Amtes:

    ...Wichtigster Rohstoff des Landes ist die Braunkohle mit geschätzten Vorkommen von 14.700 Mio. t (in Europa nach Deutschland an zweiter Stelle, weltweit an fünfter Stelle); ihr Anteil an der Elektrizitätserzeugung beträgt 97%. Außerdem verfügt Kosovo über Bauxit, Blei, Zink, Nickel, Chrom und Seltene Erden, ggf. auch über Kupfer, Gold und Platin sowie über Natursteine wie Marmor, Kalkstein, Granit...

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    Serbien und wer haette es erwarten, auch Afghanistan
    haben Vorkommen an seltenen Erden und strategisch
    bedeutenden Bodenschaetzen:



    Tagesspiegel / Rohstoffe / 15.06.2010 / von Kevin P. Hofman

    Armes reiches Afghanistan

    Sollte der Rohstoffschatz Afghanistans gehoben werden, würde auch die deutsche Industrie profitieren. Vor allem die Aussagen der US-Geologen zu den Lithium-Vorkommen sind interessant.

    Die Zahl ist so groß, dass sie kaum zu greifen ist: Bodenschätze im Wert von einer Billion, also 1000 Milliarden Dollar, sollen im Boden Afghanistans liegen.

    Wenn man bedenkt, dass die Menschen dieses Landes jährlich Waren und Dienstleitungen von lediglich rund zwölf Milliarden Dollar erwirtschaften – unter anderem mit dem Anbau von Opium –, dann kann man sich vorstellen, dass die Funde die Wirtschaft des Landes auf den Kopf stellen könnten. Ob die Nachricht ein Fluch oder Segen für Afghanistan ist, hängt auch davon ab, unter welchen Bedingungen die Vorkommen erschlossen und ausgebeutet werden.

    Die US-Administration hat dem afghanischen Bergbauministerium bereits international tätige Beraterfirmen vermittelt, die über die nötige Erfahrung bei der Vergabe von Schürfrechten verfügen, berichtet die „New York Times“.

    Ob das verhindert, dass vor allem korrupte Beamte verdienen, ist eine andere Frage. Erst 2009 musste Afghanistans Bergbauminister zurücktreten, nachdem öffentlich wurde, dass chinesische Unternehmer ihm 30 Millionen Dollar zugeschoben haben sollen, damit er ihnen Zugriff auf große Kupfervorkommen sichert.

    Von den afghanischen Rohstoff-Funden dürfte auch die deutsche Industrie profitieren – zumindest indirekt. Zwar gibt es keine deutschen Unternehmen, die sich an der Erkundung oder Ausbeutung am Hindukusch beteiligen, allerdings könnten einige spezielle Rohstoffe, die die Industrie dingend benötigt, künftig wieder leichter auf dem Weltmarkt erhältlich sein. Der Unternehmer Ulrich Grillo, der beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) dem Ausschuss für Rohstoffpolitik vorsitzt, warnte bereits im August 2009 vor der „Rohstofflücke“, die tausende Arbeitsplätze in Deutschland gefährden könnte.

    Allein China beschränke den Handel mit Rohstoffen mit 373 verschiedenen Exportzöllen, sagte er. Vor dem Hintergrund verlangte Grillo von der Politik in Berlin und Brüssel, dass sie den Abbau von Handels- und Wettbewerbsverzerrungen bei Rohstoffen konsequent einfordert. Am Montag wollte man beim BDI keine Einschätzung abgeben, inwieweit Kobalt, Lithium oder seltene Erden aus Afghanistan helfen könnten, diese Rohstofflücke in Deutschland zu schließen. Auch Grillo will sich nicht äußern, bevor die Lage sich nicht geklärt hat. Generell scheint es, als sitze den Managern noch der Schock über die Äußerungen des Bundespräsidenten über Afghanistan und die Wirtschaftsinteressen in den Knochen.

    Für die deutsche Industrie sind vor allem die Aussagen der US-Geologen zu den Lithium-Vorkommen in Afghanistan interessant. Dieses Leichtmetall wird derzeit vor allem in der Produktion von Glas und Spezialkeramiken verwendet sowie für die Herstellung von Akkus in Elektrogeräten. Vor allem der Bau von Elektroautos wird immer größere Mengen Lithium erfordern, sind sich alle Experten sicher. Doch bisher waren größere Lithium-Vorkommen nur in wenigen Ländern bekannt – in Bolivien, China und Chile. Auch in Serbien werden Vorkommen erschlossen. Sollte auch in Afghanistan Lithium gefördert werden, würde dies die Position der Kunden, also auch Deutschlands, deutlich stärken.

    Bei dem Essener Mischkonzern Evonik zum Beispiel setzte man aus Sorge um die Versorgung mit Lithium auf Forschungsprojekte, die zum Ziel haben, möglichst viel von dem Rohstoff aus dem Recycling von Batterien zu gewinnen. Dort beteuert ein Sprecher, dass man diese Bemühung nicht einstellen werde. Niemand sollte sich zu früh über den Fund freuen.

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    Ich denke es ist an der Zeite einen Strang ueber - seltene Erden -
    aufzumachen und dann die Laender mit den Vorkommen an diesen
    strategischen Bodenschaetzen mit den Raubuebefaellen unter den
    Vorwand der " Freiheit ", " Menschenrechten " und " Demokratie "
    des US Regimes abzugleichen.

    Wahrscheinlich haben die Laender Libyen und Syrien auch
    bedeutenden Vorkommen an Bodenschaetzen die beim US Regime
    die Begehrlichkeiten bzw. die Gier erwecken liessen.
    Geändert von ABAS (15.04.2014 um 21:28 Uhr)
    " Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
    Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)

  7. #24377
    ein feiner Mensch Benutzerbild von konfutse
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Zitat Zitat von Mittelfrank Beitrag anzeigen
    Was der Unabhängigkeit der Ukraine betrifft. Russische Außenministerium: USA müssen Maßnahmen ergreifen, um die Situation in der Ukraine zu lösen
    Klar. Wer einrührt muss auch auslöffeln.
    Kennt ihr diesen Moment, in dem plötzlich alles Sinn ergibt und man merkt, dass der ganze Scheiß sich wirklich lohnt? Ich auch nicht.

    Das Geschlecht kann man nicht bestimmen, das macht die Natur. Man kann das Geschlecht feststellen.

  8. #24378
    Lügenpressegegner Benutzerbild von Quo vadis
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    @olli

    und heute wo gekämpft wird gibt's keinen Brennpunkt mehr. Noch weitere Beweise für unseren schwarzen Kanal?
    "Um zu lernen, wer über dich herrscht, finde einfach heraus, wen du nicht kritisieren darfst."Voltaire (1694-1778

  9. #24379
    Mitglied Benutzerbild von glaubensfreie Welt
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Der Heise Artikel ist gut. So was liest man selten. Es ist doch offensichtlich das die USA mit Europa als Handlanger einen Wirtschaftskrieg gegen Russland führen. Untermalt durch militärische Einschüchterung durch Nato Erweiterung nach Osten. Jeder sollte sich immer wieder aufs neue vor Augen halten was "Rechtsstaat" bedeutet. Es ist eine Diktatur des Geldes. Die sogenannte Unabhängigkeit der Gerichte bedeutet das sie fern demokratischer oder humanistischer Prinzipien dem Recht zubilligen können den sie für geeignet halten. Ein Gericht in einem westlichen Land ist wie der Gutsherr oder Fürst. Warum also soll ein Land wie Russland, das in vielen Lebensbereichen weit mehr Freiheit hat als z.B. Deutschland, mit solchen Leuten gemeinsame Sache machen? So abgedroschen wie die Weltverschwörung klingt. Russland könnte die letzte Bastion dagegen sein.

  10. #24380
    Lügenpressegegner Benutzerbild von Quo vadis
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    Standard AW: Krisenherd Ukraine

    Brd Staatsfernsehen hat die Aufgabe die Gefechte in der Ostukraine herunterzuspielen. Ganz anders als beim maidan im Februar.
    "Um zu lernen, wer über dich herrscht, finde einfach heraus, wen du nicht kritisieren darfst."Voltaire (1694-1778

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