Folgends passierte in den 90er Jahren:
Russlands Infrastruktur und Bodenschätze, Medien und Industrie wurde in getürkten Auktionen an zumeist jüdische Oligarchen zugeschanzt. Das Land erlebte ein beispielloses Jahrzehnt des Hungers, des Niedergangs, Zerfalls. Eine Mafia von Oligarchen beherrschte das Land und plünderte es, schaffte die Werte ins Ausland. Der Westen organisierte diesen Ausverkauf über seine eingesetzten Männer in Russland. Unsere Presse applaudierte, denn das nannte man Öffnung nach Westen, Demokratie und Marktwirtschaft. Man hatte Russland nahe am Staatsbankrott.
Der mächtigste jüdische Oligarch Berezowski suchte sich einen bis dato blassen Verwalter als Nachfolger Jelzins aus: Wladimir Wladirimowitsch Putin. Wie er später zugab, dachte er, dieser sei leicht zu steuern.
Direkt nach Amtsantritt machte Putin klar, dass die Oligarchen von nun an Steuern zahlen sollten und ihre Investitionen in Russland zum Wohle der Wirtschaft tätigen sollten. Chodorkowski aber versuchte, die größte Ölfirma des Landes an die Amis zu verscherbeln (Schlüsselindustrie wird nicht ans Ausland abgegeben, will man die Nation erhalten).
Putin packte ihn am Genick und lochte den jüdischen Plünderer ein. Der russische Staat übernahm Yukos vom Dieb Chodorkowski und zahlte mit den Einnahmen der Folgejahre alle Auslandsschulden ab, brachte Sozialpolitik in geregelte Bahnen und stabilisierte das Land. Weitere Oligarchen wurden verjagt nach Israel und London, andere blieben leider unbehelligt.
Putin steht für das Primat der Politik über die Oligarchie übelster Sorte. Dafür wird er bei manchen abgefeiert. Er hat damit einen Stein im Brett bei allen, die einen Hass auf die parasitäre Oligarchie hegen.
Dass er andere Oligarchen unbehelligt liess, ist das, was ich ihm vorwerfen muss. Aber ohne Putin wäre Russland heute ein in Armut zerfallenes Aufmarschgebiet der Amis. Leider hat er es nicht geschafft, die Oligarchie ganz zu neutralisieren. Allerdings sind die Fortschritte im Vergleich zu den Plündererjahren unter den Oligarchen unter damaligem Jubel des Westens himmelweit.
Wegen dieser Geschichte hat er also bei einigen einen guten Ruf. Leider hat Russland dennoch massive Probleme, aber wer hat das nicht. Zumal aus dem kommunismus und der Zerstörungorgie der 90er Jahre heraus erst gestiegen.
Dass er genau wegen diesem Akt der Gegenwehr vom Westen gehasst wird, befeuert wiederum die Sympathie bei vielen. Ersehnen sich doch viele eine Politik, die der plündernden Oligarchie das Hendwerk legt. Auch wenn Putin längst nicht vollends aufgeräumt hat, er hat ein Beispiel gegeben, wie eine Notbremse aussieht.
Und jedes Mal wenn er der NATO Einhalt gebietet, steht diese Geschichte im Hintergrund. Er ist sowas wie ein ehrbarer Outlaw in solcher Optik, ein Mann gegen ein Pack lügnerischer Diebe und Plünderer.
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