Focus / 10.04.2013
„Dann bricht das Vaterland zusammen“
Orthodoxer Patriarch will Frauen nur am Herd sehen
Der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche hat den Feminismus in scharfen Worten kritisiert. Dieses „Phänomen“ sei „sehr gefährlich“. Werde die Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau zerstört, „dann bricht alles zusammen“.
Dies stand am Mittwoch in einer Erklärung des russisch-orthodoxen Patriarchs Kirill I. auf der Webseite des Patriarchats. Feministen propagierten eine „Pseudo-Freiheit“ für Frauen, die sich vor allem „außerhalb der Ehe und außerhalb der Familie“ abspielen solle, kritisierte der Patriarch.
Die „Ideologie“ des Feminismus widerspreche den Werten der Familie, sagte Kirill zudem bei einem Treffen mit einer orthodoxen Frauenorganisation. Der Mann müsse arbeiten und Geld verdienen.
Traditionelle Rolle der Frau ist „überaus wichtig“
Dagegen müsse sich die Frau mit dem Haushalt und den Kindern befassen. Diese Rolle der Frau sei „überaus wichtig“, sagte Kirill. Werde die Aufgabenverteilung zerstört, „dann bricht alles zusammen – die Familie und im weiteren Sinne das Vaterland“.
Kirill I. steht dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe. Er hatte sich unter anderem für den umstrittenen Prozess gegen die Punkband Pussy Riot eingesetzt.
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