Kann man die Euphorie gewisser Kreise bei diesem Thema dahingehend interpretieren, dass es weder um die Person Priebke noch um Humanität oder Vergeltung geht, sondern ganz einfach um die Wahrnehmung der Gelegenheit, durch Herumwühlen im diffusen Grenzbereich von Kriegsumständen, Moral, Gewalt, Verteidigung, Recht und Unrecht, Pflichtauffassung und Notwehr moralisierend den Zeigefinger weit ausstrecken zu können, dabei wohl wissend, dass jedes wie auch immer herbeigezerrte Argument zwangsläufig auf ganz dünnem Eis stehen wird?
Oder kurz gesagt: Im Trüben lässt sich gut fischen!



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