Zitat Zitat von Skorpion968 Beitrag anzeigen
Es war in der Krise notwendig die Unternehmen am Laufen zu halten. In der Automobilbranche standen sie kurz vorm Kollaps. Deshalb musste man Anreize schaffen, dass die Leute Autos kaufen, damit die Bänder nicht stillstehen und damit nicht Millionen von Arbeitskräften auf die Straße gesetzt werden.
Also, wie sah es aus? Wer ein mind. neun Jahre altes Auto verschrottet und stattdessen ein neues Auto kauft, erhielt vom Staat 2500 Euro hinzu. Zunächst stellte der Bundestag dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, stockte dies aber dann auf 5 Milliarden auf.
Aufgrund der großen Nachfrage wurde dies natürlich als großer Erfolg gefeiert.
Für die Hersteller von Kleinwagen war das natürlich ein Erfolg, die Absätze eines Fiat Panda stiegen um 202%, beim Toyota Aygo um 196%, beim VW Fox um 359%, Ford Fiesta 295% und Skoda Fabia um 169%.
Skoda hatte schon auf Kurzarbeit umgestellt, doch dank der deutschen Abwrackprämie konnte dies verhindert werden.
Ziel der Maßnahme war ja die heimische Beschäftigung zu stützen, am meisten profitierten ja die ausländischen Hersteller. Nach Herstellern besagt die Statistik, dass die Anzahl der Neuzulassungen in Deutschland in diesem Zeitraum bei ausländischen Herrstllern um 48% zulegte, bei inländischen (inkl. Konzernmarken) lediglich um 9%. Nach Ländern verzeichnete Südkorea +150% Zuwachs, Tschechien+74%, Japan +58% und Italien +44% die größten Zuwächse.

Betrachten wir mal die andere Seite. Aufgrund dieser Fördermaßnahmen ziehen die menschen ihre Ausgaben natürlich von anderen Produkten ab. So profitiert natürlich die ausländische Automobilproduktion davon, aber es ist dann weniger Kapital für Kühlschränke oder Waschmaschinen oder andere Sachen vorhanden. So wird also die Automobilindustrie auf Kosten des Rests der Wirtschaft aufgepäppelt, nicht umsonst hatte die IG-Metall eine Abwrackprämie für Kühlschränke gefordert.