"Nur das System hassen" wäre in der Tat ein wenig dröge.
Man kann in den 40 Jahren auch gut essen, nach einem heissen Tag ein kühles Bier trinken, gute Bücher lesen, am Leben seiner Freunde Anteil nehmen, sich seine Gedanken über die Welt machen, die Toten beweinen, seine bessere Hälfte lieben, Kinder großziehen...
Und man kann (und sollte) neben all dem tatsächlich auch das System hassen. Solange es sich nicht ändert, und das wird es nicht, wenn das nicht erzwungen wird.
Man ist natürlich zu gewissen Anpassungen gezwungen, allein schon weil man sich sonst nichtmal das Brot leisten kann, um 40 Jahre lang zu überleben. Aber man kann, wenn man bereit ist, sich selbst manches erheblich schwerer zu machen, diverse Grenzen aufrechterhalten. Das hat vor allen Dingen einen großen Vorzug:
Man kann sich noch im Spiegel anschauen.
Mitglied der nationalbolschewistischen Front
"Der Prinz fürchtet lediglich, nun habe er eine Revolution am Hals. Lasst uns ihm zeigen, wie furchtbar er uns unterschätzt..."
-Harald, Brujah Primogen von New York City, zu Beginn der Zweiten Feuernacht
Nachdem die BRD die DDR annektierte.
Es wird seine Gründe haben, dass die Zahl derer, die die DDR miterlebt haben, damals protestierten und sich über die Wiedervereinigung freuten, mittlerweile aber gerne ihre alte Republik zurück hätten, immer größer wird. Ich hab mittlerweile mit so manchem Ossi geredet, der lange Zeit einem nicht geglaubt hätte, wenn man ihm erzählt hätte, er würde mal sowas von sich geben - mittlerweile an diesem Punkt ist.
Was man besonders oft hört, sind Varianten von "Wir haben gesehen, was alles nicht stimmte, was die Partei erzählte. Deshalb dachten wir, die Partei lügt allumfassend. Erst jetzt haben wir begriffen, dass sie meistens gelogen hat, wenn es um unser eigenes Land ging, dass aber alles wahr war, was sie über den Westen gesagt hat. Alles."
Mitglied der nationalbolschewistischen Front
"Der Prinz fürchtet lediglich, nun habe er eine Revolution am Hals. Lasst uns ihm zeigen, wie furchtbar er uns unterschätzt..."
-Harald, Brujah Primogen von New York City, zu Beginn der Zweiten Feuernacht
Ich merke wie blöd du bist.
Auch in der DDR konnte man kühles Bier trinken.
Man kann Aktien kaufen.
Man kann sich selbständig machen, (aber nicht die DDR Bedingungen ohne Material usw)
Mein Bruder ist einfacher Arbeiter, der hat ein Haus gebaut und 100000 DM verdient mit Eigenleistung damit und hat das in Gold angelegt und damit 250000€ verdient.
Man kann was machen, man kann auch 60 Jahre über ein System nörgeln und die Toten beweinen.
Ohne Skepsis verhungert die Demokratie.
Der Wucherparagraf kommt doch heutzutage kaum noch zur Anwendung. Da wird doch von euch Idioten immer sofort hysterisch gekreischt, dass der pöööse Staat sich in die Preisbildung einmische.
Ich gebe dir mal ein gutes Beispiel für Abzocke:
Nehmen wir an du hast in einem großen Gebiet das Monopol auf die Wasserversorgung.
Du weißt, alle Leute brauchen Wasser zum Überleben. Also müssen alle Leute dein Wasser kaufen, ob sie wollen oder nicht.
Diese Zwangslage der anderen nutzt du aus, indem du den Preis für Wasser in die Höhe treibst.
Das ist Abzocke.
Teilen ist das neue Haben.
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