1. Weil nicht der Strombezug als solcher alleine für die Kostenexplosion verantwortlich ist, sondern der Ausbau der Netze, um die Weiterleitung und Verteilung der elektrischen Energie von den bisherigen dezentralen Erzeugern nun auf die Trassierung großer Strecken verlegt werden muss.
Vereinfacht dargestellt, damit auch Leute wie du es kapieren:
- Bisher: AKWs in allen Bundesländern, vor allem im Süden, wo ein Großteil des Stromes gebraucht wird. Ergo: Kurze Verbindungen zwischen den Kraftwerken und den Verbrauchern in den südlichen Bundesländern.
- Zukunft: Nach endgültiger Abschaltung aller AKWs schwerpunktmäßige Stromerzeugung aus Wind in Norddeutschland bzw. offshore (wo am meisten dauerhafter Wind weht), aber der Strom muss in die südlichen Bundesländer transportiert werden.
Ergo: Neue Hochleistungstrassen erforderlich (von den geplanten insgesamt 4.000 Kilometern neuer Trassen sind bis jetzt erst etwa 400 Kilometer fertiggestellt). Und die Kosten für diese neuen Trassen werden die Energieversorger den Verbraucher bezahlen lassen.
Weitere Aspekte:
1. Das EEG sieht vor, dass jedes an die Verbraucher gelieferte Kilowatt Strom (egal, ob aus Sonne, Wind, KKW, GKW und AKW) zukünftig mit 5,3 Cents (dank des EEG) subventioniert wird. Da nützt importierter Strom nichts, denn die Umlage wird so oder so erhoben. Den Mehrertrag stecken dann die Energieversorger in die Tasche.
2. Es geht nicht allein um mögliche Importe, sondern auch darum, dass in Zeiten hohen Stromverbrauchs (Winter, schlechte Witterung für Solar und Wind, Lastspitzen) die Kapazitäten auch der ausländischen Stromerzeuger knapp werden. Vergangenen Winter musste Deutschland sogar Strom an das AKW-Land Frankreich liefern (weil Frankreich nicht über genügend Reservekraftwerke für Spitzenlast verfügt) . Dafür wurden in Deutschland stillgelegte Gas- und Kohlekraftwerke kurzzeitig wieder hochgefahren.
Fazit: Wir haben es nur noch mit Idioten zu tun, die in diesem Land sich einbilden, Politiker zu sein.




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