Wenn Afrika die Wiege der Menschheit war, so war Afrika auch die Geburtsstätte des Rassismus. Bei Betrachtung der jüngsten Zeitgeschichte kann dies nur bestätigt werden. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viel besonders grausamen Rassismus, wie in Afrika. Geradezu harmlos ist noch der Haß zwischen Arabern und Berbern. Das Drama zwischen Tutsi und Hutu in Ruanda der letzten Jahre ist eine bittere Bestätigung für meine Behauptung.
Die überwiegend katholischen Hutu ermordeten in Ruanda mehr als 800.000 Tutsi und die fanatische "Missionsideologie" des katholischen Ordens Opus Dei half dabei kräftig mit. Selten überlebte einer die Schlächterei mit Macheten. Die Zeitschrift "Der Spiegel" schrieb: "Wenn es 1994 eine Institution gab, die dem Morden hätte Einhalt gebieten können, dann war es Ruandas katholische Kirche ... Priester genossen hohes Ansehen im Volk." Doch einige von ihnen ließen teilweise selbst gezielt morden.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen fanden während des Völkermordes in Ruanda zwischen 250.000 und 500.000 Vergewaltigungen statt. Die Opfer waren nicht nur körperlicher Gewalt, sondern auch systematischer Erniedrigung ausgesetzt. So wurden z.B. Frauen von Soldaten und Militärs dazu gezwungen, nackt vor ihnen zu paradieren oder verschiedene demütigende Handlungen zu vollführen. Viele Rassenkonflikte in Afrika werden bei uns so gut wie überhaupt nicht bekannt. Das liegt betreffend Afrika daran, daß insbesondere die europäischen "Gutmenschen" (sprich Dumm-Menschen) jahrelang gebannt auf die Apartheid in Südafrika gestarrt haben.
Dieser Rassismus, der jahrzehntelang in Südafrika die dort lebenden dunkelhäutigen Menschen gedemütigt und gemeinst unterdrückt hat, verdeckte aber den Blick der Weltöffentlichkeit auf viel, viel schlimmeren Rassismuswahn in vielen anderen Ländern Afrikas. Die Zustände in Äthiopien und Angola sind ein Musterbeispiel für Rassismus pur. Es hilft auch nicht, wenn "Gutmenschen" entschuldigend immer die Vergangenheit beschwören, und immer der weiße Kolonialherr schuld an der Misere tragen soll, was ein vollkommener Quatsch ist, wie das meiste, was diese "Dumm-Menschen" von sich geben. Faktum ist, daß die rassistischen Fehden seit jeher bestehen. Schon die Neandertaler wurden vom Cromagnonmenschen verfolgt.
Nur Insidern war z.B. bekannt welche entsetzlichen Formen der Rassenhaß in Madagaskar im Dezember 1976 angenommen hatte. Malgache schlachteten und köpften 1400 Comoriens in Moramanga zu Hauf. Mit den Köpfen der bedauernswerten Opfer wurde in den Straßen von Moramanga "Fussball" gespielt.
Es ist schwer ein Land in Afrika zu finden, wo es keinen Rassismus gibt, wo nicht eine Minderheit unter der Willkür der Mehrheit zu leiden hat. Oft kommt dann auch noch der Religionskonflikt dazu oder wird von Fanatikern zum Ausleben des Rassismus missbraucht.