Ah ja, das "Cartel de los Soles" – klingt nach Mafiafilm, geheimen Treffen und klarer Hierarchie. Die Realität ist deutlich banaler: ein paar korrupte Militärs, viel Vetternwirtschaft, etwas Schmuggel, klassische Patronage halt. Das angebliche Kartell ist ein Label von außen, erfunden für Schlagzeilen und Narrative.
Die Betroffenen selbst würden dich vermutlich verständnislos anschauen, wenn du sie nach dem Cartel de los Soles fragst – sie wissen oft nicht einmal, dass sie Teil davon sein sollen. Kein Kartell, kein Name, kein Masterplan, sondern informelle Netzwerke und individuelle Profite. Aber klar: Für geopolitisches Framing braucht man einfache Bösewichte. Und Venezuela liefert dafür leider die perfekte Projektionsfläche.
Maduro selbst wurde nie nachgewiesen, dass er auch nur ansatzweise dazugehört oder gar der Escobar Venezuelas sein will – aber das hält die Dramaturgie natürlich nicht auf.![]()




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