Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela ist kein Kampf für Demokratie, sondern klassische Machtpolitik. Venezuela besitzt die größten Erdölreserven der Welt und hat diese der staatlichen Kontrolle unterstellt – genau das ist der eigentliche "Fehler" aus Sicht Washingtons. Ein rohstoffreiches Land, das sich der US-Hegemonie entzieht und mit Russland, China und Iran kooperiert, ist nicht akzeptabel.

Das Muster ist bekannt: Irak, Libyen, Venezuela. Unterschiedlich ist nur die Methode. Wo Bomben politisch zu teuer sind, kommen Sanktionen, Finanzblockaden, Medienkampagnen und künstliche "Oppositionspräsidenten" zum Einsatz.
Der wirtschaftliche Zusammenbruch Venezuelas ist daher nicht nur hausgemacht, sondern Ergebnis eines gezielten wirtschaftlichen Würgegriffs.

Die viel beschworenen Menschenrechte dienen dabei als Vorwand. Autoritäre Verbündete gelten plötzlich als Partner, während Venezuela dämonisiert wird.
Es geht nicht um Moral, sondern um Ressourcen, Einfluss und Kontrolle – wie so oft in der internationalen Politik.