Zitat Zitat von Dima Beitrag anzeigen
Könnte eine vorherige, im Geheimen getroffene Absprache sein (im Russischen "договорняк", schwer zu übersetzen).

Putin wusste vor Beginn der Sonderoperation, dass die Einfrierung russischer Aktiva im Ausland stattfinden wird. Er hat aber keine Maßnahmen getroffen, das russische Staatsvermögen zu repatriieren, um... den Westen erpressbar zu machen. Denn sollte russisches Staatsvermögen widerrechtlich verwendet wird, wäre das Diebstahl, und dann entsteht ein Vertrauensschaden bei äußeren Handelspartnern, die dann denken, dass der Westen in Konfliktsituationen das Geld von anderen Ländern einfach klaut. Deshalb hat Russland die Kohle vor Beginn der Sonderoperation ganz bewusst nicht zurückgeholt.
Ein absolut abwegige Interpretation!

1. Putin ging von einem Enthauptungsschlag direkt gegen Kiew aus, der in wenigen Tagen, allerhöchstens wenigen Wochen, seinen militärischen Abschluss gefunden hätte.

2. Putin war sogar der irrigen Meinung, dass seine Panzerkolonnen auf dem Marsch gen Kiew entlang des Weges von Tausenden von "Jubelpersern", äh: Jubelukrainern, äh: Jubelkleinrussen, gesäumt worden wären.

3. Nach dem Einsetzen einer Marionettenregierung mit samt erfolgten Neuwahlen "nach russischem Prinzip" wäre diese "Hilfsaktion" im Nachhinein mit großer Mehrheit parlamentarisch "legitimiert" worden.

4. Es wäre international zu keinerlei Sanktionen gekommen, geschweige denn, dass russisches Vermögen eingefroren oder gar "verteilt" worden wäre. Warum und wofür auch? Die Schäden an der ukrainischem Infrastruktur wären durch diesen kurzfristigen militärischen "Raid" ja auch nur minimal gewesen.


Fazit: Ich nehme es dir als Russe nicht übel, dass du alles versuchst, aufgrund deines Patriotismus die "Geschicke deines Herrn" in puncto Führungsqualitäten zu erhöhen. Und dein Deutsch ist ganz hervorragend - ganz im Gegensatz zu unserem selbsternannten Urdeutschen @navy...

Edit: Und für all das hat dein Bruder sein Leben gelassen. Ob es das wert war, kannst nur du beurteilen...