Zitat Zitat von Anhalter Beitrag anzeigen
Ich hab nichts gegen den Leistungsgedanken, nur kommt auch Dein Neoliberalismus ohne den Staat nicht aus, weil dann jede Kontrolle verloren geht, denn es braucht wo auch immer gesetzliche Regelungen, sonst endet das ganze in Chaos und Anarchie ...Außerdem braucht ja gerade der Neoliberalismus den Kapitalismus als Grundlage und Funktionsmodell, ansonsten kein freier Markt ...
Selbstverständlich kommt auch der Neoliberalismus nicht ohne Regeln aus - dies ist u.a. der Erkenntnis aus den 19ten Jahrhundert und dem dort grassienderen Raubtierkapitalismus geschuldet. Man hat also aus der Geschichte gelernt und die entsprechenden Erkenntnis gewonnen und Konsequenzen gezogen.

Richtig ist auch, dass die wirtschaftliche Grundlage im Neoliberalismus weiterhin der Kapitalismus nicht nur sein wird, sondern zwingend sein muss. Denn nur solch eine Wirtschaft ist am Ende leistungsstark, da dies auf die "Gier" des "mehr" setzt und diese Gier des "mehr" ist jetzt nicht nur in Besitz oder Monetär so zu sehen, sondern beinhaltet auch u.a. Fortschritt und Entwicklung.

Solche Auswüchse wie z.B. "systemrelevante" Unternehmen oder dass man tote Unternehmen mit Mrd-Summen an Subventionen am leben erhält oder dass man marktbeherrschende Unternehmen entstehen lässt und ähnliche Mißstände steht im vollumfänglichen Widerspruch der neoliberalen Lehre. Diese Lehre hat kapiert, dass eine Wirtschaft und Gesellschaft nicht - wie im Markt des 19ten Jahrhundert - ohne Regularien funktioniert. Man hat kapiert, dass man den "Starken" machen lassen muss, ABER den "Starken" zugleich so sehr einbremst, dass Dieser den Schwachen nicht dominieren kann. Für die Wirtschaft hieße dies als Beispiel, dass ein Staat die Monopol- bzw. Oligopolbildung zwingend zu verhindern hat und nicht zu berfördern hat oder dass ALLE Marktteilnehmer die gleiche Zugangsbedingungen unterliegen oder dass nicht unter Gestehungspreis verkauft werden darf oder dass Tarifabschlüsse, spätestens nach einer Karenzzeit für eine Branche als Allgemeinverbindlich erklärt werden und...und...und