Zitat Zitat von Hay Beitrag anzeigen
Halte ich nicht für ein probates Mittel. Abschrecken kann man auch ohne Folter. Und außerdem sollte sich der Staat nicht gemein mit den Mördern und Folterern machen, außerdem fehlt im die Befugnis, im Namen aller Rache auszuüben, denn ein Staat ist eine Institution und nicht ein betroffener Mensch. Und es gibt noch etwas zu bedenken: Es gibt immer einen Anteil an Fehlurteilen, die normalerweise auch die Chance haben, revidiert zu werden. Im Falle einer Todesstrafe ist dies leider nicht mehr möglich.

Außerdem und hier komme ich noch einmal auf mein Ausgangsargument zurück: Die Todesstrafe ist keine Strafe, denn eine Läuterung ist im Grabe nicht mehr möglich.

P.S.: Wenn der Staat zu Täter wird, verliert er seine Legitimation und er kann sich als Staat auch nicht zum Opfer deklarieren. Der Staat ist eine Institution, keine Person. Und wenn du jede von deiner abweichende Meinung bereits als irgendein Geschwurbel deklarierst, hast du den Respekt vor deinen Mitmenschen und ihren Meinungen verloren und genaugenommen auch die Fähigkeit, mithilfe eigener Argumente die eigene Meinung zu begründen und die Meinung anderer zu respektieren, aber auch die eigene Meinung revidieren zu können. Vielleicht bist du innerlich schon auf dem Weg zu einem Sonnenkönig und stehst dir nur noch selber im Licht.

Der Staat hat das Recht, im Namen des Volkes zu töten. Dadurch verliert er mitnichten seine staatliche Legitimation. Oder siehst du sämtliche Staaten der Erde, wo es die Todesstrafe gibt, als illegitim an? Und wenn ja, vor wem? Vor welchem Gericht? Vor welcher Moral?

Ich bin ein Gegner eines christlich oder sonst wie religiös verbrämten Humanismus. Und hier gegenteiliger Meinung zu sein, macht einen nicht umgehend zu einem Anhänger absolutistischer Ideologien, sondern zu einem "Wertekontrahenten auf Augenhöhe".

Die von mir Vorgeschlagenen Strafverschärfungen basieren selbstverständlich allesamt ausschließlich nur auf der Basis von demokratisch zu Stande gekommenen Mehrheiten. Zum Beispiel durch direkte Volksentscheide. Ist das nicht gegeben, erledigen sich solche Vorhaben.

Mein Anliegen ist, den christlichen Wertekanon ganzheitlich auf den Prüfstand zu bringen: tabulos, gründlich und im Detail analysierend im Hinblick auf die Tauglichkeit heutiger Gesellschaften und deren Sozialisationsvorstellungen.

Ablehnung ist in jedem Fall zu akzeptieren. Annahme aber eben auch...