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von Jürgen Fritz am 19. Dezember 2024 |
Von [Links nur für registrierte Nutzer], Do. 19. Dez 2024
Der Krieg gegen Europa wird niemals aufhören, solange Russland (mit Unterstützung von China, Nordkorea und Iran) die Kraft besitzt, ihn zu führen. Wer also den Krieg beenden will, muss Russland die Kraft nehmen, ihn weiter führen zu können. Einen anderen Weg zum Frieden wird es nicht geben.
Die Friedensverhinderer und die Halbherzigen
Der Krieg gegen Europa wird niemals aufhören, solange Russland (mit Unterstützung von China, Nordkorea und Iran) die Kraft besitzt, ihn zu führen. Wer also den Krieg beenden will, muss Russland die Kraft nehmen, ihn weiter führen zu können. Einen anderen Weg zum Frieden wird es nicht geben. Das heißt, diejenigen, die Russland nicht die Kraft nehmen wollen, den Krieg weiter führen zu können, die werden/würden dafür sorgen, dass der Krieg gegen Europa weiter geht, wenn sie sich bei uns durchsetzen können. Sie würden dann mithin den Frieden verhindern.
Sobald dich jemand angreift, der dich umbringen oder unterwerfen und beherrschen will, bist du im Krieg. Ob du das willst oder nicht, spielt dabei keine Rolle, du bist dann im Krieg. Frieden beruht auf einem symmetrischen Wunsch, beide müssen ihn haben wollen. Beim Krieg reicht es dagegen aus, wenn nur einer ihn will (asymmetrischer Wunsch).
Wenn also ein anderer den Krieg will und dich angreift, hast du genau drei Möglichkeiten: a) Du kämpfst nicht und lässt dich umbringen beziehungsweise unterwerfen und beherrschen. Oder b) du weichst dem Kampf aus und fliehst, aber wohin sollten die Europäer fliehen? Oder c) du wehrst dich und kämpfst. Dann solltest du versuchen, diesen Kampf zu gewinnen und all deine Kräfte zu mobilisieren, um das möglich werden zu lassen. Halbherzigkeit ist dann kein gutes Konzept.
Russen waren von jeher nur angelernte Europäer und der antiwestliche Affekt wächst
[Links nur für registrierte Nutzer] im Interview [Links nur für registrierte Nutzer]:
»Die Schön-Wetter-Skepsis verfliegt, wenn die Illusion, feindlos existieren zu können, verlorengeht. Die Europäer von heute können nicht mehr wirklich sicher sein, unter dem Nuklearschirm der Amerikaner zu bleiben. Auch können wir nicht länger gutgläubig hoffen, dass das neue Russland ruhighalten wird. (...)
Europa fängt an, sich wie ein größeres Israel zu beschreiben. Man bewundert Israel zu Recht dafür, sich mit dem Iron Dome gegen Raketenangriffe schützen zu können. Eine analoge Kuppel würde gewiss auch den Europäern guttun – sie wird selbst von Politikern aus pazifistischen Traditionen empfohlen, obschon ganz unklar ist, wie sie zu errichten wäre. (...)
Die Verflechtungen in der westlichen Hemisphäre, ökonomisch, politisch und kulturell, sind zu tief, als dass es wirkliche Rückzüge (der USA aus Europa) geben könnte. Ganz anders liegt die Sache mit Russland. Denn Russen waren von jeher nur angelernte Europäer. Schon seit dem mittleren 19. Jahrhundert regte sich dort ein heftiger antiwestlicher Affekt. Man hatte sich immer nur assimiliert, doch dann wollte man etwas Eigenes sein und den Europäern unähnlich werden. Putin durchblättert seit geraumer Zeit die russische Bibliothek des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach europafeindlichen Zitaten, und er wird reichlich fündig...« |