Mir fehlen da jetzt allerdings die Augen- und Ohrenzeugen. Dass deren Berichte stimmen, kann man natürlich bestreiten; aber dass sie sich als Augen- und Ohrenzeugenberichte darstellen, das ja nun nicht! Und insofern haut "behaupten" und "erzählen" zumindest für die besagten Augenzeugen nicht hin, denn die sagten ja nicht, jemand habe ihnen was erzählt, sondern die sagten, sie hätten was erlebt.
Folgen wir dieser Logik, dann ist's nämlich andersherum richtig: Wenn ich Dich foltere, dann an einen Baum nagele, dann Dich mit nem Spiess durchbohre, Deinen Kadaver dann fest einwickele und in ein Loch werfe, dann im Imbiss am Parkplatz Neuhohwacht auch Dich warte, Du dann tatsächlich vorbeikommst und mit mir n Fischbrötchen isst (hausgemachte Remoulade!) und ich dann immernoch behaupte, Du wärst nur n normaler Kerl, dann falle ich nicht mehr unter "selbst denkender, gesunder Mensch"!
Ob das nun so war oder nicht, tut jetzt nix zur Sache - aber jedenfalls kann man sich auf "behauptet / erzählt" nicht ausruhen!




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