Wir wenden eine berühmte römische Strategie an, um diesen Begriff zu entmysthifizieren: "divide et impera" - "teile und beherrsche", sehr erfolgreich bei den europäischen Eroberungen durchgeführt und noch heute auch bei semantischen Problemen äußerst hilfreich:
Also haben wir "rechts und "extrem". Ganz leicht ist "extrem" zu beschreiben. "Extrem" ist das Durchsetzen politischer Ziele mit Mitteln, die die jeweiligen Strukturen eines Landes umgehen, besonders natürlich, wenn es sich um komplizierte demokratische Strukturen handelt. Meistens gehört dazu Gewalt.
Mit "Rechts" wird heute die politische Richtung des Konservativismus beschrieben, das Bewahren des Herkömmlichen, der Schutz dessen, was als eigene Kultur verstanden wird, vor dem, was als fremde Kultur verstanden wird. Ein "rechtes" Politikverständnis ordnet die Freiheit der Sicherheit unter (Linkes Verständnis lautet umgekehrt).
"Rechtsextrem" bedeutet also z.B. den Schutz dessen, was als eigene Kultur verstanden wird, mit Gewalt zu gewährleisten.
Richtig übel ist der Rechtsextremismus deswegen, weil nur sehr wenige Vertreter eine konkrete Vorstellung davon haben, was denn eigentlich die eigene Kultur sein soll. Das geht dann manchmal weit zurück bis zu germanischen Heldensagen, oder bleibt an der Oberfläche mit Schnitzel und Kartoffelsalat, wobei sämtliche historischen Zusammenhänge völlig ignoriert werden.
Würden wir das Deutsche von sämtlichen fremden kulturellen Einflüssen säubern, würden wir wieder auf Bäumen sitzen und uns den Arsch mit Eichenblättern wischen. Die angeblich urdeutsche Kartoffel z.B. ist eine Entdeckung der Inkas gewesen und via spanische Goldtransporte nach Europa gekommen. Das Sauerkraut wurde in China erfunden und kam später über die Seidenstraße ins Römische Reich. Rosen und Tulpen wurden von den Osmanen kulitiviert. Zur Loslösung von osmanischen Einflüssen gehörte dann die Vernichtung sämtlicher Rosengewächse in Deutschland. Nur kleine Beispiele...



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