
Zitat von
BrüggeGent
Nur unter Genscher war die FDP im Osten noch relativ stark ...
Bei der Volkskammerwahl am 18.März 1990 war es für die Liberalen/Bund Freier Demokraten aber mit 5,3% auch schon knapp...
Die vormaligen "Blockparteien" LDPD und die NDPD hatten sich mit den neugegründeten "Deutsche Forumpartei" und "F.D.P. der DDR" für die Volkskammerwahl zum "Bund Freier Demokraten" zusammengeschlossen, unmittelbar nach der Volkskammerwahl fusionierten die beiden ehemaligen "Blockflöten"
(die beiden neuen "Kleinparteien" blieben vorerst eigenständig)
Nach der Vereinigung der (West)-FDP und dem "Bund Freier Demokraten" (und DFP und F.D.P.) im August 1990 hatte die vereinte Partei "im Osten" mehr Mitglieder, als in den "alten Bundesländern"!
(Das hat sich dann aber sehr bald geändert, weil die Mehrheit der "Ost-Mitglieder" erkannt hat, dass die Lambsdorff-Partei nicht ihre Interessen vertritt und ist ausgetreten)
Schon bei den Bundestagswahlen 1994 und 1998 war das Ergebnis für die FDP in ganz Deutschland "äußerst bescheiden", auch in den "neuen" Bundesländern.
Doch wie "relativ stark" die FDP im Osten (vermeintlich) "unter Genscher" [1] war,
zeigte sich an den Landtagswahlergebnissen der FDP:Thüringen 1994: 3,2% 1999: 1,1%
Sachsen 1994: 1,7% 1999: 1,1%
Sachsen-Anhalt; 1994: 3,6% 1998: 4,2%
Brandenburg 1994: 2,2% 1999: 1,9%
M-V 1994: 3,8% 1998: 1,6%
("alles ist relativ !")
[1] "unter Genscher":
der war von 1974 bis 1985 Parteivorsitzender
1988 bis 1993 - also zur Zeit der "Wiedervereinigung" war Otto Graf Lambsdorff Bundesvorsitzender der FDP
1993 bis 1995 Klaus Kinkel und
1995 bis 2001 Wolfgang Gerhardt