In der Nähe der russischen Grenzen führt die NATO die Übungen "Steadfast Defender" durch, das Bündnis verhehlt nicht, dass es sich ernsthaft auf einen möglichen Konflikt mit Russland vorbereitet. Dies erklärte die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.
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So kommentierte sie die Erklärung des NATO-Rates, in der Moskau hybride Angriffe gegen die Mitgliedsländer des Blocks vorgeworfen wurden. Das Nordatlantische Bündnis und die Führung einer Reihe von NATO-Mitgliedstaaten betreiben laut Sacharowa Desinformation und "das Ausmaß der antirussischen Hysterie aufblähen", um das beispiellose Ausmaß der Militarisierung Europas zu rechtfertigen.
Sie erinnerte daran, dass jetzt in der Nähe der Grenzen der Russischen Föderation die NATO-Übungen "Steadfast Defend" stattfinden, bei denen Koalitionsaktionen gegen Russland mit dem Einsatz von Hybrid- und konventionellen Waffen geübt werden.
"Wir müssen zugeben, dass sich die NATO ernsthaft auf einen "potenziellen Konflikt" mit uns vorbereitet, über den übrigens hochrangige NATO-Vertreter - der Chef des Militärausschusses des Bündnisses Rob Bauer und der Oberste Alliierte Befehlshaber der NATO in Europa Christopher Cavoli - offen sprechen", sagte die Sprecherin des Außenministeriums in einer Erklärung.
Die NATO habe in allen operativen Umgebungen und in alle geografischen Richtungen einen hybriden Krieg gegen Russland entfesselt, und im Ukraine-Konflikt sei die NATO aktiv an einer echten militärischen Konfrontation mit Moskau beteiligt, fügte Sacharowa hinzu.
Rund 90.000 Soldaten aus allen Mitgliedsländern des Bündnisses nehmen vom 22. Januar bis 31. Mai an der Übung Steadfast Defender 2024 teil. Dies ist die größte Übung seit dem Kalten Krieg. Die Manöver sind auf dem Territorium Deutschlands, Griechenlands, Ungarns, Lettlands, Litauens, Norwegens, Polens, Rumäniens, der Slowakei, Finnlands und Estlands geplant.
Im März reagierte das russische Außenministerium auf die NATO-Übung Nordic Response, die Teil der Übung "Steadfast Defender" ist und in Norwegen, Finnland und Schweden stattfand. Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko sagte, sie seien demonstrativ und provokativ.
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