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Nochmal der Focus:

„Am Morgen des 16. Februar habe dem Insassen zufolge dann eine Durchsuchung der Baracken stattgefunden. Mobiltelefone, Landkarten und sogar Heizkessel wurden beschlagnahmt. Der Häftling glaubte an eine bevorstehende Inspektion des Straflagers, die aber normalerweise viel länger im Voraus geplant würden. Doch dann sei plötzlich eine Ermittlungskommission aufgetaucht. „Da muss etwas passiert sein“, teilt die Quelle seine Gedanken an den Morgen.
Die Insassen hätten dann gegen 10 Uhr vom Tod Nawalnys erfahren, die Strafvollzugsbehörde veröffentlichte demnach bereits um 14 Uhr eine Pressemitteilung zu seinem Tod. In offiziellen Angaben der russischen Behörden hieß es dann aber, Nawalny habe sich gegen 13 Uhr unwohl gefühlt und sei um 14.17 Uhr verstorben.“

Also wenn ein Insasse davon um 10.00 Uhr erfahren hat, es herumtelefoniert hat, dann wussten die Geheimdienste es spätestens um 11.00 Uhr.

Mehr als genug Zeit, die Julia aus London zu mobilisieren. Anruf bei Julia um spätestens 13:00 Uhr, also in den Flieger um 14:00 Uhr, das ist mehr als machbar. Dazu ist London eine Stunde zurück, da hat man Zeit gewonnen.

Aus den USA geht da natürlich nicht, aber aus London war das machbar, finde ich.
Der Fokus schmeißt hier unterschiedliche Zeitzonen durcheinander 14:17 Ortszeit, ist 12:17 Moskauer Zeit, ist 10:17 MEZ
... oder andersherum "gegen 10" Fokus-Zeit (MEZ) ...wäre 12 in Moskau oder 14:00 im Gefängnis. ...

also selbst wenn man 5h zwischen sofortiger Benachrichtigung der Frau und Auftritt in München hernimmt, ist das ein Ding der Unmöglichkeit aus den USA heraus. Und selbst aus London wird es schwierig, die Dame ist kein "Schengen"-Bürger, so ein Flug muss erstmal gefunden werden inklusive Anreise und Sicherheitschecks am Flughafen... selbst eine Chartermaschine muss man ja erstmal dorthin organisieren.

Ich behalte meine Zweifel....