Zitat Zitat von Schloss Beitrag anzeigen
Da geht der Prämissenfehler ja schon los.
An der Börse reich werden - das geht im Casino einfacher, denn dort sind die Karten nicht gezinkt.
An der Börse wird man nur reich mit Betrug (Insider, Großkapital ="Heuschrecken", und natürlich Marketmaker und Banken ="Casinobesitzer") oder aber mit Glück ...und das Glück hält bei den meisten Zockern eben nur solange, bis sie erstgenannten mal quer über den Weg laufen.

Bei "Anlegen" kann es also nicht darum gehen, wie man ohne Anstrengung schnell reich wird, sondern wie man seine Ersparnisse (angesparter Konsumverzicht) für das Alter soweit richtig einsetzt, dass sie ihre Kaufkraft erhalten - sprich eine Rendite erzeugen oberhalb der (echten) Inflationsrate.
Deswegen vor einigen Seiten meine Frage:
Wenn die Inflation für einen bei knapp 10-15% liegt, weil dessen Hauptausgaben einen anderen Warenkorb bedingt als der normale Warenkorb, wie soll man 10-15, eher 20% wegen Steuern ausgleichen? Das ist doch unmöglich. Selbst mit Insiderwissen wird es da schwierig. Desweiteren kommt bei den Meisten die teils geringe Anlagesumme. Wenn man da noch streut zahlt man sich an Gebühren blöde. Dann bleibt: Entweder - oder. Da Gold und Silber das nicht ausgleichen, bleiben nur noch hochrisikobehaftete Möglichkeiten um so einen hohen Ausgleich hin zu bekommen.
Nur wer gerade einmal so etwas investieren kann, der wird sich ins Knie f.. ärgern wenn er nach einer Entscheidung hochrisikofreudig sein zu MÜSSEN, es komplett verliert.

Es ist also bei Kleinanlegern oder bei kleinen Ersparnissen kaum möglich, etwas krisensicher/inflationssicher anzulegen.

Ich muss da bisher dem Klopper recht geben. Eigentum in Form eines Hauses/Grundstücks ist bis zu bestimmten Graden krisensicher. Es sollte nicht überschuldet sein, es sollte wenn möglich eher klein und abbezahlt sein. Eine Grundschuld kann immer eingetragen werden und man muss bedenken, dass die Grundsteuer jederzeit auf den Haushalt des Landes angepasst werden kann. Sollte dies utopische Ausmaße einnehmen, also quasi Enteignung, würde ich mich anderweitig wehren wollen/wissen. Wer soll in solchen Krisen noch zum Eintreiben kommen? Dafür würde jegliches Personal fehlen, die haben dann andere Sorgen. Wenn nicht, dann ist man sowieso schon in einem enteignenden Unrechtsstaat. Und wenn DER Unrecht tun darf, dann kann man das als Bürger auch... (ohne das als Empfehlung auszusprechen!). Dann ist wichtiger je autarker, desto besser. Wer auf nichts angewiesen ist von außen oder auf so wenig wie möglich, den kann man auch so wenig wie möglich erpressen wenn es darauf ankommt. Also Strom, Wasser, evtl. Abwasser, Heizung/Warmwasser so gut es geht selber machen können (Holzöfen oder den Keller voller Kohle). Dann noch was preppen für 1000€ Lebensmittel, Wasseraufbereitung so einfach wie möglich und was zum tauschen im Sinne von Münzen (und zwar bekannten, keine unbekannten Goldmünzen aus Usbekistan...). Usw. usf. Man wird immer irgendwo wohnen müssen. Man wird immer irgendwie heizen müssen. Man wird immer was trinken und essen müssen. Wer dann wirklich noch was übrig haben sollte spielt Lotto im Aktien-Casino.

Es bleibt jedoch immer noch die Frage: Will man das o.g. in Deutschland machen oder doch lieber in einem anderen Land? In welchem man frei bauen kann wie man will und dabei SEINE RUHE HAT! In welchem man arbeiten kann mit wenig Abgaben, aber auch keine Rente bekommt, vielleicht nur minimale ärztliche Versorgungsleistungen? Denn: Ist es hier besser? Es wird nach und nach alles abgeschafft. Irgendwann werden wieder die Kopfpauschalen bei Ärzten kommen oder es gibt überhaupt keine Einzelpraxen mehr. Und und und.

Da sollte die Frage gestattet sein, ob man in Deutschland, Österreich, Europa überhaupt bleiben soll. Unter den Fittichen der EU. Manche Nationalstaaten separieren sich ein wenig von den Gesetzmäßigkeiten der EU. Aber welche Folgen hat das wieder? Alles nicht vorher zu sagen. Auf der anderen Seite sollte man sich von der "All-you-can-insure"-Mentalität verabschieden. Man kann nicht für JEDEN Einzelfall eine Versicherung abschließen oder die Gesellschaft zahlen lassen. Das ist aber auch gar nicht nötig. Wer ein Haus irgendwo alleine hat, der MUSS dort keine Versicherung abschließen die mehr kostet, als die Sanierung des Hauses.... Oder die mehr kostet, als die Hütte alle 50 Jahre abzureißen, im Ofen zu verfeuern, und da ne neue hinzustellen. Nur die Auflagen und Preise machen dies nötig, sowie die immensen Zwänge und Vorschriften. Ohne die kann man auch seine Hütte am Vulkan aufbauen. Wenn der ausbricht ist die eben weg. Bis dahin wachsen aber die Gemüsesorten viel besser auf dem Boden.

Jetzt kommt die Bingo-Frage: Wohin also? In welches Land?