
Zitat von
frundsberg
Ja.
Gehen wir einmal zurück, was das Entscheidende war, weshalb die knapp 1 Mio. Palästinenser 1947/48 in Massen flohen.
„Der Kommandeur der Hagana-Einheit, der Deir Yassin nach dem Massaker kontrollierte, Zvi Ankori, machte folgende Aussage in der israelischen Zeitung DAVAR: ‚Ich ging in sechs oder sieben Häuser. Ich sah abgeschnittene Genitalien und aufgeschlitzte Bäuche der Frauen. Nach den Schußwunden auf den Körpern zu urteilen, war es direkter Mord.“
Unmittelbar nach dem Blutbad gratulierte der Terroristenchef seinen Leuten zu deren ‚ausgezeichneter Führung und dem Kampfgeist während dieses großartigen Angriffs‘ und kündigte an, auf diese Weise ‚überall den Feind anzugreifen und zu erschlagen‘. Wie bei allen anderen Angriffen auf palästinensische Siedlungen war das oberste Kriegsziel der Zionisten die ethnische Säuberung. Selbst Dörfer, die kampflos übergeben worden waren, wurden systematisch dem Erdboden gleichgemacht: Die arabischen Bewohner wurden in ihre Häuser eingesperrt, die sodann gesprengt oder mit Ketten- und Baufahrzeugen plattgewalzt wurden. Arabische Kinder wurden von israelischen Soldaten getötet, indem ihnen mit Stöcken die Köpfe eingeschlagen wurden. Frauen und Mädchen wurden oftmals vor ihren Angehörigen mehrfach vergewaltigt und danach erschossen. …
Unter dem Motto ‚Krieg der Straßen‘ stemmten sich die Araber Palästinas gegen die Massenvertreibung der einheimischen Bevölkerung zunächst, Anfang 1948, mit Erfolg. Den Terrorakten und Greueltaten der Zionisten standen sie aber machtlos gegenüber. Balad Esh-Sheikh, Safed, Saint Simon, Lydda, Gaza, Ramla, Fir’im, El-Dawayimeh, Kafr Qasem Mughr, Al Sammou, Qibya, Kaba Bir’im sind Namen von Orten, die für die unübersehbare Anzahl terroristischer Anschläge durch die Zionisten stehen. Die arabische Zivilbevölkerung floh in Strömen und verließ ihre Häuser, fast das gesamte Land. Diese panikartige Flucht wiederum führte letztlich zum endgültigen Kollaps der palästinensischen kämpfenden Truppen.
Allein im Laufe des Jahres 1948 flohen 750.000 Palästinenser vor dem Terror oder wurden aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Der Staat Israel zerstörte ihre Häuser und Dörfer, beschlagnahmte ihren Grund und Boden, ihre Plantagen, Geschäfte und sonstige Besitztümer und übereignete sie der jüdischen Bevölkerung.
Der zionistische Plan, das arabische Palästina in den Staat Israel umzuwandeln, war nur durchführbar, indem hunderte arabische Dörfer dem Erdboden gleichgemacht wurden. Eine ethnische Säuberung der arabischen Bevölkerung war von den Zionisten also von Anfang an in Betracht gezogen worden. Joseph Weitz, zu diesem Zeitpunkt Direktor des Jüdischen Nationallandfonds (Jewish National Land Fund): Am 19. Dezember 1940 meinte Weitz, ‚es müsse deutlich sein, daß es keinen Platz für beide Völker in diesem Land gebe.'
Das zionistische Unternehmen des Landkaufs allein genüge nicht, den Staat Israel zu schaffen. Es gebe keinen anderen Weg, als die Araber in die benachbarten Länder zu vertreiben. Nicht ein einziges Dorf dürfe übrigbleiben.‘ Dieses Ziel war so gut wie vollständig erreicht worden. Die Zionisten und Israelis zerstörten, von den ursprünglichen 475 arabischen Siedlungen nicht weniger als 385.
Israel Hess, der vor ein paar Jahren starb, war Rabbiner an der Bar-Ilan-Universität. Er sah sich als Super-Pädagoge. Er schrieb einen Artikel in der Universitätszeitung: ‚Wir sind alle verpflichtet, einen Völkermord zu begehen.‘ Und warum? Nun, nach Bibel-Studien kam er zu dem Schluß, daß die Palästinenser die Nachfahren der Amalekiter sind. Und Israel soll sich erinnern, was Amalek uns angetan hat. Sich erinnern, um sie zu vernichten. So nennen sie die Palästinenser, und jedes Kleinkind versteht schon, was das heißt.‘“