Zitat Zitat von DonauDude Beitrag anzeigen
Ich kenne die Argumente beider Seiten in der Apollo-Geschichte. Die meisten Argumente auf diesen "Debunk"-Webseiten beschäftigen sich mit irrelevanten Sachen, die keine schlagfesten Argumente pro oder kontra darstellen, sondern völlig unerheblich sind (z.B. Fehler vs. keine Fehler in den Fotos und Filmen, Mondgestein, Reflektoren, 400k Mitarbeiter beim Apollo-Projekt, UdSSR-Schweigen).

Das schlagende Argument ist die Strahlung im Van-Allen-Gürtel, die tödlich für Menschen in einer Apollo- oder Sojus-Kapsel der 1960er Jahre ist. Das kann nicht entkräftet werden.

Alles andere kann so oder so interpretiert werden.
Auf dem Flug der Astronauten zum Mond musste unweigerlich der Van-Allen-Gürtel zwischen Erde und Mond durchquert werden. In diesem Strahlungsgürtel herrscht eine für irdische Verhältnisse recht hohe Dosisleistung (Leistung der Strahlung) von etwa 1 Sv/h. Verschwörungstheoretiker nahmen an, dass diese unausweichlich zum Tode hätte führen müssen. Diese Dosisleistung ist auf Dauer tödlich, die Astronauten waren jedoch einerseits in der Apollo-Kommandokapsel geschützt und benötigten andererseits nur circa 90 Minuten für die Durchquerung des Strahlengürtels. Dies bedeutete eine aufgenommene Strahlendosis von etwa 4,3 Millisievert für die gesamte Durchquerung und entspricht etwa dem doppelten der jährlichen aufgenommenen natürlichen Strahlendosis eines Bürgers in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Erste nachweisbare Schäden treten erst ab einer inkorporierten Dosis von über 300 mSv auf (ab 500 mSv erfolgt eine reversible Knochenmarksdepression), bei einer Dosis unter 10 mSv ist mit höchstens einem zusätzlichen Krebsfall pro 10.000 Personen zu rechnen. An den Mondlandungen waren weniger als 25 Personen beteiligt, das durch den Mondflug erhöhte Krebsrisiko der Teilnehmer ist also statistisch nicht belegbar.[25] Während der Apollo-16-Mission kam es auf Grund heftiger magnetischer Sonnenstürme kurzzeitig zu einer Dosisleistung von bis zu 10 Sv/Eruption. Da die Astronauten dieser jedoch nur kurzzeitig ausgesetzt waren und auch im Raumschiff einen gewissen Schutz genossen, blieben die gesamte inkorporierte Dosis sowie auch die Sofortdosis weit unter dem tödlichen Niveau. Sie kamen ohne nachweisbare Verletzungen zur Erde zurück. Ungeschützt wäre mit einer Sofortdosis von ≈10 Sv die letale Dosis unweigerlich erreicht gewesen, dies hätte den sicheren Tod der Astronauten bedeutet.