L-Gas stammt aus niederländischer oder inländischer Förderung.
Dieses "low calorific gas" hat einen
* Methangehalt von 80 bis 87 Prozent.
Der Brennwert ist deshalb geringer als beim H-Gas (high calorific gas), das einen
* Methangehalt von 87 bis 99 Prozent
aufweist und in der Regel aus aus Rußland oder Norwegen stammt.
Mit solchem L-Gas begann vor einem halben Jahrhundert der Siegeszug des Erdgases, das bis Ende der siebziger Jahre das bis dahin übliche
* Stadtgas bzw.
* Kokereigas
verdrängte.
Infolge der jahrzehntelangen Ausbeutung geben die Lagerstätten aber immer weniger her,
weshalb die Förderung vorhersehbar sinkt.
Das ist der Grund für die Umrüstung der bisherigen L-Gas-Netze auf H-Gas,
die binnen 15 Jahren abgeschlossen sein soll.
Eine zusätzliche Verknappung ergibt sich neuerdings durch die Förderbeschränkungen, welche die Niederlande aufgrund der Erdbeben verfügten, die in der Provinz Groningen auftraten und erhebliche Schäden verursachten (150605).
Als unmittelbare Folge davon ist das von der Bundesnetzagentur vorgesehene Regulierungsregime für den qualitätsübergreifenden Handel mit L-Gas und H-Gas in den beiden Marktgebieten von
* Net Connect Germany und
* Gaspool
aus dem Takt geraten (160801).