
Zitat von
Swesda
DAS IST LEIDER WAHR und damit ist auch für mich ein Wendepunkt gekommen. Die Partei werde ich natürlich nicht verlassen, das kommt nicht in Frage. Ich war schon immer mit Herrn Professor Meuthen einer Meinung, dass mit der AfD eine bürgerliche, demokratische Alternative zu den müde und nachlässig gewordenen Altparteien geschaffen werden kann, um Deutschland vor den schlimmsten Folgen der Merkel-Regierung zu schützen. Migration, Technologieausverkauf, sozialer Missklang, Unterwürfigkeit gegenüber der EU - schwere Bedrohung für den inneren Frieden Deutschlands und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Wenn er nun geht ist mein politisches Engagement für die AfD in Frage gestellt. Ich werde mir das noch einige Zeit ansehen, denn im Moment weiß noch keiner wie es wirklich weitergeht. Für nicht wenige ist es natürlich völlig klar wie es weiter gehen soll, nämlich in einer Art gepflegten Neoextremismus, ein Durchsetzen der AfD-Ziele bewusst ohne Gewaltverzicht. Für mich und viele andere wäre dies das Ende der Partei, würde sie zurück in die Bedeutungslosigkeit führen, bestenfalls bei 12% für ewig stagnieren lassen.
Das ist nicht mein Weg, wie schon oft erklärt. Es wird jetzt sehr viel von Frau Weidel abhängen. Chrupalla ist ein braver, aufrechter und ehrlicher Mann, aber für meinen Geschmack zu bieder, um eine echte Führungsperson darzustellen. Höcke muss sich von bestimmten alten Kontakten völlig lösen, ganz definitiv, und könnte dann der neue erfolgversprechende Chef der AfD werden. Ich befürchte nur, diese alten Kontakte werden sich nicht so leicht lösen lassen.
Vielleicht entsteigt dem Zauberhut ein neues Gesicht, ein frischer Wind aus der demokratischen Ecke, den noch keiner auf dem Zettel hat. Bei der AfD ist vieles möglich, das macht ihre besondere Attraktivität, aber auch ihre Labilität aus.
Einen undemokratischen Weg werde ich jedenfalls nicht mitgehen und das werden zigtausend andere auch nicht, so viel steht fest.