Corona hat auch für Tunesien Auswirkungen. Ein Kunde von mir, Lederwarenherstellung, produzierte auch in Sousse mit über 50 Mitarbeitern. Der Vertrieb brach bei den Zwangsmassnahmen der deutschen Regierung dermassen stark ein, dass Kurzarbeit und Entlassungen notwendig wurden; es folgte die Insolvenz, die zur Erhaltung der Produktionsmittel in eigener Regie durchgeführt wurde. Da der Standort Tunesien unter einem tunesischen Inhaber erfolgte, und man auf Lohnfortzahlung bestand, wurde dem deutschen Betriebsleiter Hausverbot erteilt. So endete die Zusammenarbeit ganz plötzlich bei Verlust des gesamten Maschinenparks, Vorrichtungen, Strukturen und Produktionspotential. Andere Produktionsstandorte konnten erhalten werden.