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Stand: 21.12.2021
Ein Kommentar von Michael Stempfle, ARD-Hauptstadtstudio
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Die öffentliche Aufmerksamkeit konzentriert sich unterdessen auf eine ganz andere Gruppe. Konkret:
Auf eine kleine Minderheit von radikalen, gewaltbereiten Impfgegnern und Verschwörungserzählern. Ähnlich wie Terroristen verbreiten sie Angst und Schrecken. Nicht nur im Netz oder auf Telegram, wo sie von der "Todesspritze" reden
und ihren Gewaltfantasien freien Lauf lassen, gar Morde planen. Sondern auch im realen Leben, wie etwa der Fackelmarsch vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin vor wenigen Wochen zeigte. Ein erbärmlicher Einschüchterungsversuch mit NS-Symbolik.
Zunehmende Radikalisierung
Die Mehrheit der Bevölkerung hat längst begriffen,
dass es sich bei den radikalisierten Impfgegnern um Verfassungsfeinde handelt, die den demokratischen Staat ablehnen und für rationale Argumente nicht mehr empfänglich sind. Wie bei anderen Extremisten auch, will sich die Mehrheit der Bürger auf den Rechtsstaat verlassen können, sobald Verfassungsfeinde Straftaten planen oder begehen.
Zwar heißt es aus Sicherheitskreisen immer wieder,
die Gruppe der gewaltbereiten Impfgegner radikalisiere sich immer weiter. Konkrete Zahlen bleiben die Behörden allerdings schuldig.
Wie viele von ihnen sind möglicherweise im Besitz von Waffen und schmieden gar Mordpläne, wie gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer?
Wie viele mögen mit dem Maskenverweigerer sympathisieren, der einen Kassierer in Idar-Oberstein mit einem Kopfschuss tötete? Die vagen Aussagen der Sicherheitsbehörden zur Bedrohungslage derzeit schaffen eher Verunsicherung.
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