Zitat Zitat von Testosteronum Beitrag anzeigen
Genau das meine ich doch mit Alternative: Es muss jemanden geben, der willens ist, so eine 180-Grad-Wende umzusetzen.

Jetzt wirst Du vielleicht sagen, dass die AFD so eine Wende herbeiführen würde, wenn sie nur stark genug wäre. Dazu müssten die AFD-Anhänger aber erstmal vernünftige Reklame für die Ideen und Lösungen der AFD machen.
Genau das machen sie aber nicht. Das einzige, was von den AFD-Anhängern kommt, sind kopierte Zeitungsartikel, pseudowitzige Sprüche und Gejammer.
Und mit so einem Schwachsinn kann man die Leute nicht erreichen und schon gar nicht überzeugen.

Wenn also kaum jemand in der AFD eine Alternative erkennt, dann liegt das daran, dass die AFD-Anhänger so eine grottenschlechte PR machen.

Und damit sind wir wieder bei dem, was ich anfangs sagte:
Der Mensch ist erst dann zu einer Veränderung bereit, wenn er eine Alternative hat. Hat er keine Alternative, lässt er sich alles gefallen.

Dann kommt noch eine andere Sache hinzu:
Probleme haben die Angewohnheit, durch den Gewöhnungseffekt zur Normalität zu werden. Besonders dann, wenn es niemanden gibt, der sich für eine Lösung einsetzt.
Die Rechten zeigen Probleme auf, setzen sich aber nicht für Lösungen ein. (Teilweise können sie sich auch nicht mehr für Lösungen einsetzen, da sie die Probleme zuvor durch pseudowitzige Sprüche verharmlost haben).
Die Rechten tragen also dazu bei, dass Probleme durch den Gewöhnungseffekt zur Normalität werden.
Du kannst aber nicht die Probleme oder das Nichts Tun der AfD in die Schuhe schieben. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wenn Politiker nicht dem gesamten Volk dienen, muss man sie dazu zwingen, egal ob es eine Alternative gibt oder nicht. Man kann nicht dabei zusehen, wie das Land Step by Step in eine Müllhalde verwandelt wird, jetzt mal vom Asylrecht -und Migrationspolitik aus gesehen.

Das kommt mir hier so vor, am 09.05.1945 rennt man immer noch umher und erzählt dem Nachbarn noch einen vom Endsieg, obwohl der Ami im Wohnzimmer steht.