Ich weiss dass der Einfachheit halber Journalisten und Authoren nicht nur in Zeitungen, sondern auch in Buechern seit Sept. 1939 von einer 'Kriegserklaerung' der Briten an DEU' schrieben und schreiben.
Voelkerrechtlich betrachtet ist die Aussage jedoch Nonsens, denn fuer eine de jure Kriegserklaerung bedarf es eines 'Instrument of Declaration of War', also einer formellen, auf Papier geschriebenen, von einem Staatsoberhaupt unterschrieben od. in Auftrag gebenen und von einem Regierungsminister unterschriebenen Kriegserklaerung die immer von einem Botschafter dem Aussenminister des 'feindlichen Staates' uebergeben wird. Das original 'Instrument of Declaration of War' wird in Staatsarchiven aufbewahrt.
Da ein britisches 'Instrument of Declaration of War' - unterschrieben von King George VI - an DEU nicht existiert, kann logischerweise auch nicht von einer de jure 'Kriegserklaerung' an DEU gesprochen werden. Da England auch nicht in kriegerische Handlungen verwickelt gewesen war, kann man auch nicht von einer de facto KE sprechen.
Es ist jedoch nicht falsch zu sagen "The British ultimatum to Germany *to give His Majesty's Government satisfactory assurances that the German Government has suspended all aggressive action against Poland and promptly to withdraw their forces from Polish territory* [....] had been tantamount to a Declaration of War".
Nichtsdestotrotz, hatte Chamberlain sich vor dem britischen Ultimatum an DEU erst die Erlaubnis von King George VI bzgl eines potenziellen Krieges einholen muessen. Ohne diese Erlaubnis von King George VI haette GB nicht ggn DEU kaempfen duerfen.
Es gibt viele Beispiele wo Journalisten sich der Einfachheit halber schnelle, 'catchy' Namen und Begriffe einfallen liessen; so hatte es z.B. niemals eine 'Atlantic Charter' gegeben, lediglich ein voellig rechtsunwirksames 'conference summery' von Roosevelt und Churchill. Dennoch, 'Atlantic Charta' war fuer Zeitungsmaenner damals catchy und wird deshalb noch immer als Atlantic Charter, Basis fuer die U.N.O.-Charter bezeichnet.
Ja, das hat in den letzten 76 Jahren weltweit bestimmt zu unendlichen, spekulativen Debatten gefuehrt.
Ich wuerde Deinen Satz, mit Rueckblick auf die Geschichte nach 1945 ,vielleicht noch etwas anders formulieren: "Was geschehen ist, ist geschehen, aber dennoch bleibt die Frage: 'hat die Menschheit etwas daraus gelernt?' "
Du scheinst es nicht ganz verstanden zu haben: das amerikanische Neuralitaetsgesetz verbot den U.S.A. funktionierendes Kriegsgeraet an Kriegsteilnehmern auszuliefern. Es war Roosevelt's juristisch spitzfindige Idee gewesen, dass nichtfunktionierendes Kriegsgeraet nicht von strenger Interpretation des amer. Neuralitaetsgesetzes betroffen war. Ein Flugzeug ohne Kerosin ist kein 'funktionierendes Kriegsgeraet' , sondern wie sich Roosevelt ausgedrueckt hatte, "just a hunk of metal". Dies war , wie ich schon geschrieben habe, der Grund warum diese 'hunks of metal' ueber die kanadische Grenze buchstaeblich geschoben wurden. Danach flogen Frauen die Flugzeuge nach England.Gibt sogar noch einen Filmclip darueber.
Deine reichen ad hominems sind arm an objektiven Argumenten.






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