Halt halt, nicht so schnell. Ich habe die (zutreffende) Behauptung aufgestellt, dass sich die Gewalt auf wenige dysfunktionale Großstädte mit kriminellen Gangs konzentriert. Würde man nur 5 dieser dysfunktionalen Großstädte (die übrigens fast alle sehr strenge Waffenbeschränkungen haben, hält sich nur kein Krimineller daran, warum wohl?) aus der Statistik entfernen, dann wären die USA auf ganz normalem europäischen Niveau.
Es sollte nicht um die Frage gehen, welches Werkzeug eine gestörte gewalttätige Person verwendet, sondern wie man die gestörte Person therapiert. Sowas gärt ja meistens Monate oder Jahre vor sich hin, bevor etwas passiert. Die geistige Gesundheit muss im Fokus stehen.1) Das ist nicht gesichert und vor allem selbst wenn es wahr wäre auch nichts positives. Denn es ist sicherlich nicht im Sinne einer Gesellschaft, dass Menschen die unter Psychosen, Drogenabhängigkeit... leiden, zum Einen Zugang zu Waffen haben und noch viel weniger mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von anderen Bürgern erschossen werden. Das sind Menschen die Hilfe brauchen, mal von der psychischen Belastung für denjenigen der im Zweifel zur Waffe greifen würde, ganz abgesehen.
Übrigens ist es eine gesicherte Erkenntnis, dass Waffen in privater Hand schwere Verbrechen verhindern. Dazu muss die Waffe noch nicht einmal abgefeuert werden, die bloße Existenz reicht bereits für einen Effekt aus: [Links nur für registrierte Nutzer]
Natürlich ist eine waffenfreie Öffentlichkeit mit hohem gegenseitigen Vertrauen besser. Dann muss aber wie gesagt geistige Gesundheit im Vordergrund stehen. Waffen als solche sind nur Werkzeuge, mehr nicht.2) Das ist sogar ein sehr wichtiges Argument, denn niemand läuft permanent zur Auseinandersetzung bereit, durch die Öffentlichkeit. Man wird abgelenkt durch Familie, Shopping, Straßenkünstler... oder befindet sich in Stresssituationen, hat vielleicht gerade etwas getrunken oder ist schlicht mit Gedanken an anderem Orte. Letztlich hat man immer einen Nachteil gegenüber denjenigen, die eine Tat aktiv planen. Das ist eine Erkenntnis, die Spezialeinheiten seit Jahrzehnten zur Zugriffsplanung nutzen. Deswegen ist eine möglichst waffenfreie Öffentlichkeit auch besser.
Waffen sind Verteidigungswerkzeuge. Es ist immer besser, wenn man Konflikte friedlich lösen kann, aber es gibt eben irrationale Tiere, und da ist es besser sowas zu haben, um sich und die die einem wertvoll sind zu schützen. Am besten wäre natürlich so eine Art Energieschutzschild, dann kann ein Angreifer sich daran abreagieren wie er lustig ist, ohne dass ein Schaden entsteht.3) Basiert deine gesamte Argumentation auf Actionfilmen? Dem ist natürlich nicht so, selbst ausgebildete Spezialisten haben nie eine perfekte situational awareness, vom 08/15 Bürger mal ganz zu schweigen.
4) Training kann auch nicht alles beheben, selbst in Armeen gibt es ständig Unfälle mit Schusswaffen. Der Unterschied zu deinen Beispielen ist doch, dass diese Werkzeuge allesamt einen Nutzen außerhalb der Gewaltausübung haben. Waffen dienen hingegen (mit Ausnahme von Jagd und Sport) ausschließlich der Gewaltausübung.
Doch, kann man bis auf wenige Ausnahmen. Sowas gärt Monate und Jahre.5) + 6) Natürlich ein Argument gegen Schusswaffen, da man eine Veränderung im psychischen Zustand eines Menschen nicht notwendigerweise voraussagen kann.
Das gibt es auch in China, wo private Schusswaffen verboten sind. Dein Punkt ist jetzt was?7) Klar ist das in beiden Staaten so, da muss man sogar durch Sicherheitsschleusen, wenn man in Schulen will. Das geht mittlerweile so weit, dass 2019 eine Bill in den State Senate eingebracht wurde, die Metalldetektoren an Schuleingängen vorschreiben sollen. [Links nur für registrierte Nutzer]
Man muss die Ursachen von Amokläufen angehen. Ursachen sind hauptsächlich in der geistigen Gesundheit zu suchen (aber auch in der Beschränkung privaten Waffenbesitzes).8) Nun, die USA als Waffenstaat haben absurd mehr Amokläufe und school shootings als alle deine Beispielländer. 2019 gab es in den USA 10 major mass shooting events, alleine in Texas gab es in den letzten 50 Jahren 149 K-12 mass shootings.
Messer- und Autoangriffe sind in den USA dabei genauso möglich und geschehen. Sie haben letztlich alle Nachteile und keine Vorteile.
An dieser Grafik sieht man den kontraproduktiven Effekt von Waffenbeschränkungen:
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Einige Amok-Läufe sind sicherlich sogar Fake, um die Entwaffnung der Bürger propagandistisch zu unterstützen.
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Man schaue sich das mal im Ländervergleich an. Also ich kann da keinen Zusammenhang zwischen Gewalt und Verbreitung von Waffen sehen:Du hast nicht ein Argument aufgezeigt, das diese Behauptung unterstreichen könnte, im Gegenteil deine eigenen Zahlen zeigen, dass deine Position falsch ist.
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