User in diesem Thread gebannt : frundsberg


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Thema: Hochwasser 2021

  1. #401
    Mitglied Benutzerbild von Myschkin
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    Zitat Zitat von frundsberg Beitrag anzeigen
    Laß dich nicht täuschen. Ist nur ne alte Requisite aus der Zeit von Oberland.
    Für Dämokratie, gegen dieses Volk, lang lebe Israel.
    Darauf ein 3-faches Shalömsche.
    Es freut mich, dass ich meinen kleinen Beitrag leisten konnte, dich zum Wahren, Guten, Schönen und den Werten unserer westlichen Demokratie zu bekehren.

  2. #402
    der Babo Benutzerbild von Schlummifix
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    Standard AW: Und nun zum Wetter...

    Jetzt hat es Österreich erwischt


  3. #403
    der Babo Benutzerbild von Schlummifix
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    Standard AW: Und nun zum Wetter...

    Deutsche Politiker sollten einmal Schauspielunterricht nehmen.

    Wie lüge ich richtig?
    Wie heule ich auf Knopfdruck?
    Wie heuchele ich glaubhaft Mitgefühl?
    Es gibt auch Kunsttränen...

  4. #404
    Mitglied Benutzerbild von frundsberg
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    Die Überflutung rührt in mir Erinnerungen an einen Text aus dem Sommer 1943 wach.



    --------------
    „Vom Inbrandsetzen (Feuer vom Himmel) führte eine gedankliche Brücke zum Unterwassersetzen (Flutung). Die Operationsforscher waren auf die Frage gestoßen, was folge, wenn der Waffenblitz auf zwei Staudämme im Ruhrtal gezielt würde. Aller Wahrscheinlichkeit nach eine moderne Sintflut, die doppelt wirkte. Erstens durch die freigesetzte Flutwelle, zweitens durch den folgenden Wassermangel im gesamten Ruhrgebiet.

    Die Möhnetalsperre bildete mit der siebzehn Kilometer entfernten, im Flußgebiet der Ruhr angelegten Sorpesperre eine wasserwirtschaftliche Einheit. Beide Sperren versorgten siebzig Prozent der Ruhrindustrie mit Brauchwasser und viereinhalb Millionen Einwohner mit Trinkwasser. Größer noch war die bei Kassel gelegene Edertalsperre mit einem Inhalt von 202 Millionen Kubikmeter Wasser. Die Ökonomen im Luftfahrtministerium hatten errechnet, daß durch den Fortfall der Möhne-Sorpe-Reserven zur Zeit ihres Höchstwasserstandes, Mitte Mai, die gesamte Ruhrindustrie im Sommer stillstünde und das Zivil durch Trinkwasserentzug in größte Not geriete. Die Sprengung der Edertalsperre wiederum legte die Schiffahrt auf der Oberweser lahm, ließe den Ackerbau verdorren und überschwemmte Kassel. Die Dämme waren, um dem Wasserdruck standzuhalten, von unvergleichlichen Maßen. An der Mohne fünfundvierzig Meter hoch und unter ihrer Oberfläche vierunddreißig Meter dick. Um den Damm zu brechen, war eine vier Tonnen schwere Minenbombe vonnöten. In der Gestalt einer Litfaßsäule. ...

    Der Angriff, dem man kriegsentscheidende Wirkung beimaß, war auf die Vollmondnacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 datiert. Zwei Staffeln flogen über die Nordsee, die Möhne-Eder-Staffel sowie die Sorpe-Staffel. Erstere geriet vor Duisburg in Flakfeuer, verlor sich, schloß sich wieder zusammen, eine Maschine fehlte. Im Mondlicht war der Möhnedamm aus zwei Kilometer Entfernung bereits zu sehen. Von den Uferböschungen feuerten zwölf leichte Flakgeschütze. Wing Commander Gibson trat als erster an, schoß mit 385 Stundenkilometern über die Strecke, die Mine erreichte den Damm, der Bomber übersprang die Brüstung, die Explosion schleuderte gewaltige Wassermassen in die Höhe, das Gemäuer hielt. Die zweite Maschine setzte an, löste aber die Mine zu spät, die hinter der Mauer aufkam und in der Explosion den Bomber zerriß.
    Die dritte und vierte Maschine plazieren die Mine genau. Wassergebirge jagen in die Luft, der Damm indes hält. Auch bei dem nächsten Versuch. Der fünfte Bomber bringt einen Riß in die Mauer. Als der sechste in Angriffsstellung geht, tut sich eine Lücke auf. Die Mauer birst. Mit drei noch verbliebenen Bombern fliegt die Staffel über das Sauerland zur Edertalsperre, die kaum im nächtlichen Nebel zu erkennen ist. Der erste Anflug bereits schafft einen Riß. Mit ihrer letzten Mine schlägt die dritte Maschine eine Bresche, und der aufgestaute See rast ins Tal.

    Der Sorpe-Staffel bleibt der Erfolg versagt. Sie wird fast ganz dabei aufgerieben. Ihr Rest müht sich schließlich am Schwelmdamm, ebenfalls ergebnislos.
    Die Talsperrenoperation gilt als das brillanteste jemals von Luftstreitkräften ausgeführte Unternehmen. So punktgenau die Exekution, so raumverheerend die Wirkung. Im Edertal wälzt sich eine Flutwelle von 160 Millionen Kubikmetern mit einer Scheitelhöhe von neun Metern in Richtung Kassel.
    Auf dem Weg gehen fünf Ortschaften unter, Hemfurth, Affoldern, Bergheim, Giflitz und Mehlem. Eine Rettung aus eingestürzten Häusern ist dort nicht möglich, weil es an Schlauchbooten fehlt. Am 18. Mai kommen Pioniere und tauchen in Ställen nach totem Vieh. Die Bergung nimmt pro Stück zwei Stunden in Anspruch, weil die Kadaver teils verschüttet sind, teils an unzugänglichen Stellen liegen. Affoldern beklagt die meisten Tierverluste. 40 Pferde, 250 Rinder, 290 Schweine. Am 21. Mai erfolgt die Beisetzung von dreihundert Toten, die in den Särgen erst identifiziert werden. Noch am 23. Mai birgt man in Affoldern zwei Kindsleichen und vier lebende Schweine.

    Im Möhne-Ruhr-Tal werden in der ersten Stunde 9.000 Kubikmeter Wasser in der Sekunde frei. Nach 36 Stunden sind 122 von 132 Millionen Kubikmeter abgeflossen. Die Flutwelle im Bereich der mittleren Ruhr erreicht einen Scheitel von zwei bis drei Metern über dem höchsten Hochwasser und begibt sich auf einen 150-Kilometer-Weg zum Rhein. Viel Vieh kommt um, der gesamte Fischbestand ist vernichtet. Acht Kilometer abwärts vom Möhnedamm liegt die Stadt Neheim-Hüsten, welche die volle Wucht der Flut trifft, darin kommen 859 Personen um. …
    Insgesamt ertranken in den 210 Millionen Tonnen Wasser etwa 1.300 Zivilisten. Durch das Mißlingen an der Sorpetalsperre tritt das erwartete Desaster in der Ruhrindustrie und ihrer Bevölkerung nicht ein. Die Überschwemmungsschäden an Häusern, Brücken, Wasser- und Elektrizitätswerken sind teils nach Wochen, teils nach Monaten behoben. Die Edertalsperre ist bis Ende September von 20.000 Arbeitern wiederhergestellt, die Möhnetalsperre folgt. Neun Monate nach dem Überschwemmungsprojekt beschrieb Lord Cherwell dem Premierminister die Wirkungsweise von Milzbrandbakterien. … "

    Quelle: Jörg Friedrich, „Der Brand – Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945“, Propyläen Verlag, 11. Auflage 2002, Seite 102-105
    Es gibt nichts politischeres, als in Friedenszeiten auf dem eigenen Territorium
    von Fremden angegriffen oder erschlagen zu werden.

  5. #405
    GESPERRT
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    Zitat Zitat von Myschkin Beitrag anzeigen
    Es freut mich, dass ich meinen kleinen Beitrag leisten konnte, dich zum Wahren, Guten, Schönen und den Werten unserer westlichen Demokratie zu bekehren.
    du willst doch den gerade ablaufenden Irrsinn im Westen uns nicht ernsthaft als Werte unterjubeln

  6. #406
    Mitglied Benutzerbild von frundsberg
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    „… Kaum war das Dröhnen der nach Westen abdrehenden Bomber in den frühen Morgenstunden des 31. Mai 1943 verklungen, als sich die Straßen Kölns auch schon mit Lkws füllten, die Hilfsgüter brachten, 34.000 Kleidungsstücke für Erwachsene, 50.000 Kleidungs-stücke für Kinder, 61.000 Laken, 90.000 Schachteln Seifenpulver, 100.000 Meter Vorhangstoff, 700.000 Seifenriegel und 10 Millionen Zigaretten. Bonn und Düsseldorf entsandten städtische Angestellte, die den örtlichen Beamten in Köln helfen sollten, Kriegsschadensmeldungen aufzunehmen, und binnen eines Monats wurden 140.000 Schadensersatzanträge bearbeitet. Nachdem sämtliche Anträge (370.000) bearbeitet worden waren, wurden insgesamt 126 Millionen Mark an Entschädigung ausgezahlt. Eine kleine Armee von Helfern traf ein, um den für Aufräumarbeiten abkommandierten 5.200 Arbeitern in Köln zur Hand zu gehen: 2.500 Soldaten, 3.400 Glaser und 10.000 Bauhandwerker.
    Das Gleiche wiederholte sich überall dort, wo schwere Luftangriffe stattfanden, zumindest bis in die zweite Jahreshälfte 1944. Als Frankfurt im Februar und März 1944 wiederholt bombardiert wurde und dabei sein gesamtes historisches Stadtzentrum und weite Gebiete seiner Vororte zerstört wurden, trafen nach den Angriffen Hilfszüge ein, die Kessel mit Rindfleischsuppe, Brot, Butter und Wurst transportierten.“

    Quelle: Anthony C. Grayling, „Die toten Städte – Waren die alliierten Bombenangriffe Kriegsverbrechen?“, C. Bertelsmann Verlag, München 2006, ISBN 978-3-570-00845-4, Seite 112, 113, 122
    Es gibt nichts politischeres, als in Friedenszeiten auf dem eigenen Territorium
    von Fremden angegriffen oder erschlagen zu werden.

  7. #407
    Mitglied Benutzerbild von laurin
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    Standard AW: Und nun zum Wetter...

    Dies ist auch sehr interessant. 400 Seiten, aber reinschauen lohnt sich, meiner Meinung nach:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Aus Bächen werden Ströme

    Sturzfluten an sich sind kein neues Phänomen, ebenso wenig
    wie Starkregenereignisse oder Damm- und Deichbrüche, die
    Ursachen für Sturzfluten sein können.

    Und trotzdem sind Sturzfluten ein grob unterschätztes
    Risiko! Einerseits scheinen extreme Wetterereignisse wie
    Starkregen in Folge des Klimawandels zuzunehmen und
    auch die bislang klimatisch gemäßigten Zonen zu treffen,
    andererseits haben Flächenversiegelung, die Verdolung
    von Bachläufen, eine ufernahe Bebauung und ein geringes
    Risikobewusstsein in der Bevölkerung dazu geführt, dass
    Stark regenereignisse sogar in kleinen Einzugsbereichen be
    scheidener Fließgewässer zu plötzlichen Hochwassern führen
    und enorme Schäden verursachen können .Solche Ereignisse sind im Gegensatz zu den eher langsam an
    steigenden Hochwasserlagen an großen Flüssen derzeit weder
    vorhersagbar, noch bieten sie Möglichkeiten zur Frühwar
    nung. Sie erfolgen kurzfristig und häufig mit einer extremen
    zerstörerischen Gewalt im Umfeld des Bachlaufes aufgrund
    sehr hoher Fließgeschwindigkeiten sowie kaum getroffener
    Schutzmaßnahmen. Selbst kleine, bislang idyllisch erlebte
    Bäche werden urplötzlich zu reißende Strömen, die Mensch,
    Tier, Landschaft und Bauten bedrohen. Nach wenigen Stun
    den ist das Ereignis vorbei – zurück bleiben Schlammwüsten,
    hohe Schäden und leider auch immer öfter verletzte oder gar
    getötete Menschen.
    Weiss ist das Schiff, das wir lieben!

  8. #408
    Mitglied Benutzerbild von frundsberg
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    du willst doch den gerade ablaufenden Irrsinn im Westen uns nicht ernsthaft als Werte unterjubeln
    Bist du eine Ketzerin an unserer westlichen Wertegemeinschaft und Dämokratie!
    Alles für die Regierung, nix für den Pöbel, ähm "Volk"!
    Schreibe dir das mal hinter deine Ohren.
    Es gibt nichts politischeres, als in Friedenszeiten auf dem eigenen Territorium
    von Fremden angegriffen oder erschlagen zu werden.

  9. #409
    GESPERRT
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    Zitat Zitat von frundsberg Beitrag anzeigen
    Bist du eine Ketzerin an unserer westlichen Wertegemeinschaft und Dämokratie!
    Alles für die Regierung, nix für den Pöbel, ähm "Volk"!
    Schreibe dir das mal hinter deine Ohren.
    dregggsagggg

  10. #410
    Mitglied Benutzerbild von WilliN
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    Standard AW: Hochwasser 2021 - Diese deutsche Regierung will nur das Beste....

    Bisher über 140 Tote und Dutzende Vermisste - Schaden geht wohl in die Milliarden.
    Ich bemerke, auf ntv und Co. gibt es Berichte/Kurzberichte, auch WDR und SWR mit kleineren Sondersendungen.
    Dennoch scheint es wichtiger, die Corona-Zahlen dem Volk zu verkünden.
    Die kommen nämlich alle 30-60 Minuten rund um die Uhr auf ntv und in jeder Nachrichtensendung auf allen Kanälen.
    Katastrophengebiet Deutschland? Ja! Aber nicht erst mit dem Hochwasser.

    Merkel und Laschet sollten lieber nach Marxloh fahren und in die anderen "deutschen" Migranten-Ghettos reisen - das sind nämlich Dauer-Katastrophengebiete.
    Hier laufen überall junge Asylanten herum, sogar in Dörfer. Und diese Zustände gehen alleine auf die Kappe der Regierungen von Nachkriegsdeutschland.

    PS
    Bei den Milliarden-Verschwendungen von Bund und Länder, Jahr für Jahr, kann man als Hochwasser-Betroffener wohl eine schnelle Hilfe des Staates erwarten!

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