
Zitat von
ABAS
Gestern abend habe ich auf Tagesschau24 eine ARTE Dokumentation ueber die Entwicklung in Afghanistan
seit den 1920er Jahren gesehen. Diese Dokumentation war sehr beeindruckend. Im Resuemee bestaetigt
die Dokumentation mein Lagebild. Tenor ist das die Afghanen in ihrem eigenen Land unabhaenig von
aeusseren Machteinfluss, folglich selbstbestimmt leben wollen. Aus der Dokumentation wurde deutlich
welche aeusseren Machteinfluesse es seit den 1920 Jahren in Afghanistan gegeben hat. Man kann die
Maechteinfluesse in chronologischen Reihenfolgen auffuehren:
1) Einflussnahme durch westliche, kapitalistische Maechte auf das Koenigshaus - Ungleichverteilung reich/arm
2) Einflussnahme durch die kommunistische Maechte der UDSSR - Gleichverteilung sollte hergestellt werden
3) Einflussnahme durch muslimische Fundamentalisten aus Pakistan und Saudi-Arabien zur Brechung sozialistischer Macht
4) Einflussnahme der USA durch Finanzierung der muslimischen Fundamentalisten - Stellvertreterkrieg USA vs. UDSSR
5) Einflussnahme der Taliban aus Pakistan und Saudi-Arabien nach Abzug der Russen - Errichtung eines Gottesstaates
6) Einflussnahme der USA und ISAF zur Brechung der Talibanvorherrschaft und Bildung einer saekularen Regierung
Nach dem Abzug der USA und ISAF besteht in Afhganistan eine fragile saekulare Regierung die nicht mal 10 % der
Flaechen des Landes unter staatlicher Kontrolle hat sondern nur die Hauptstadt Kabul und andere urbanisierte Gebiet.
90 % der Landflaechen Afghanistans werden von den Taliban kontrollieren. In Kabul und andere staedtischen Gebieten
wird bereits eine dekadente, westliche, kapitalistische Lebensweise von einer Minderheit der Afghanen betrieben, die
durch die Korruption der Marionettenregierung noch reicher geworden ist als es in den 20er Jahren zu Zeiten des
Feudalsmus der Fall war. Die Landbevoelkerung ist dagegen verarmt und wird von den Taliban am Leben gehalten.
Der Drogenanbau wurde unter der Einflussnahme der USA und ISAF in den 10 % der kontrollierten Gebiete sogar
gefoerdert. Hingegen haben die Mudhadscheddin und spaeter die Taliban durch brutalste Vorgehensweise verhindert
das in den von ihnen kontrollierten Regionen Drogen angebaut werden.
Der Drogenanbau und Drogenhandel in Afghanistan wird von den westlichen Maechten und der saekularen
Marionettenregierung kontrolliert und das nicht nur zwecks Drogenexport in die westlichen Laender sondern
auch fuer den illegalen Export von Drogen nach Pakistan und in den Iran. Hinzu kommt noch das der Konsum
von Drogen in den durch die USA / ISAF und saekulaeren Maerionettenregierung kontrollierten staedtischen
Gebieten erheblich angestiegen ist. Die westlichen Maechte bzw. eingesetzte saekulare Marionettenregierung
vergift das Volk. Die Landbevoelkerung Afhganistans die auf 90 % der Flaeche lebt wird hingegen von den
dort herrschenden Taliban drogenfrei gehalten. Wer dort Drogen anbaut, mit Drogen handelt oder konsumiert
wird hingerichtet.
Das groesste und bisher ungeloeste Problem des Volkes in Afhganistan ist das es sich bei der durch die USA
und ISAF eingesetzte saekulare Regierungsmarionette um ein fragiles, korruptes Gebilde handelt, welche die
Ungleichheit und die Schere zwischen Reichtum und Armut noch verstaerkt. Daher besteht die Gefahr das
die fundamentalistischen Taliban sich im Parlament gegen die saekularen Abgeordneten behaupten und die
Oberhand bekommen bzw. die saekulare Regierung mit militaerischer Gewalt beseitigen. In dem Falle haben
die Afghanen wieder nicht das was sie eigentlich wollen, sondern einen muslimischen Gottesstaat.
Da derzeit gemaessigte Taliban in den Parlamenten sitzen, die hardliner der Taliban aber 90 % der Flaeche
des Landes und ausschliesslich die veramte Landbevoelkerung kontrollieren, hilft meiner Ansicht nur genau
das was die Chinesen fast unbemerkt seit den Buergerkriegsjahren in Afghanistan machen. Das Land mit
Investionen fluten, die Infrastruktur ausbauen und dafuer gezielt zu Sorgen das besonders die laendliche
Bevoelkerung durch die Investionen gefoerdert wird, damit sie nicht die anhaltende Armut in die Faenge
der fundamentalistischen Taliban treibt. Ausserdem muessen die saekular eingestellten Muslime, welche
sich bisher ueberwiegend in den staedtischen Regionen aufhalten, den Dialog mit der Landbevoelkerung
suchen und von dem Geld das sie unter Einfluss der USA / ISAF als Teil der Marionettenregierung abzocken
konnten einen angemessenen Anteil in die Landbevoelkerung umverteilen.
In Kabul wurde waehrend der Zeit des Buergerkrieges eine neue Villa nach der anderen gebaut. Viele
Stadtbewohner sind noch reicher geworden als ihre Vorfahren zur Zeiten des Feudalismus. Kabul ist
in der Dekadenz mit jeder westlichen Metropolstadt vergleichbar. Die Landbevoelkerung Afhganistans
ist durch den Buergerkrieg noch aermer geworden als sie es jemals waren.
Genaus diese Zustaende muessen geaendert werden und die Chinesen werden durch gigantische
Investitionen die Zustaende aendern. Dabei ist die Einflussnahme in politische und religioese Belange
Afghanistans ueberhaupt nicht notwendig. Die Chinesen kommen mit Geldkoffern und versuchen
nicht mit militaerischer Gewalt den Afghanen ein kommunistisches bzw. kapitalistisches System
uebetzustuelpen, wie es die UDSSR und die USA/ISAF erfolglos versucht haben.