Die Evolution eines Erregers kann einen Imfpstoff überwinden, bei der Geflügellähmung ist dieser Vorgang zum Beispiel sehr gut beschrieben.
Impfen forciert dabei aber nicht die Entstehung von Mutationen, es wird eine spezifische Komobination von Merkmalen innerhalb einer betroffenen Population (egal ob Tier oder Mensch) benötigt, damit das Risiko einer schutzüberwinden Mutation relevant wird. Der Erreger muss einerseits innerhalb der ungeimpften Population weit verbreitet sein, diese darf nicht getrennt sein von der geimpften Population, die Übertragungswege müssen direkt und "einfach" sein (Mensch - Mensch und beispielsweise durch Aerosole), die Generationen der Erreger müssen möglichst kurz sein und die Impfquote darf nicht in hohem Tempo ansteigen.
Dann hat der Erreger eine optimale Menge an Generationen mit denen er sich an der zufälligen Überwindung "versuchen" kann.
Das funktioniert nicht, wenn man schnell deutlich >90-95% der Bevölkerung immunisiert und damit dem Erreger den Versuchsraum nimmt.
Aus genau diesem Grunde ist auch die Gefahr durch impfeverweigerer nicht abstrakt. Man kann modellhaft sehr schön darstellen, wie gewisse Prozentsätze an Impfverweigerern die Ausbreitung begünstigen und damit vulnerable Gruppen gefährden und gleichzeitig den oben beschriebenen Zustand begünstigen.
Zusätzlich sehe ich es als negativ an, dass durch mangelnde Impfbereitschaft die von dir beschriebenen Maßnahmen durchaus länger bestehen bleiben könnten.





