im münchen in den 70ern und 80ern hab ich nicht nur einmal mein auto unter den schneedecken gesucht. seit 20 jahren kann ich mich daran gar nicht erinnern.
als ich im dezember 1994 oder 95 aus sf, usa retour kam nach niederbayern, da hatte es dort gleich fast 1 woche lang minus 30 grad nachts. ich kann mich nicht erinnern, dass deshalb damals eine katastrophenansage durch tv oder radio kam, was kam war "eine russische kaltfront", sonst nix. warum? weil es eben winter war.
ich hab damals diese woche in einem wunderschönen alten ehem. bauernhof in der unheizbaren seite des hauses im gästezimmer meiner schwägerin gepennt, 2 wärmflaschen, jogginghose und pulli unter 2 decken ohne sonstige heizquelle (ich mag die wärme von heizlüftern und radiotoren nicht) wunderbar gepennt. morgens, wie es so ist bei kinder, kam mein damaliger 4jähriger neffe mit nacken füßen über den eiskalten boden von seinem zimmer (da ging nur das holzofenheizrohr von unten, küche und wohnzimmer durch) zu mir ins bett und gefroren hat uns beide keine minute.
der bub war nie krank, mir hat auch nichts gefehlt und der mutter auch nix. im winter hatte man durchs haus ständig die reizung des immunsystems durch unterschiedliche temperaturen, flur kalt, daneben küche und wohnzimmer warm, oben schlafzimmer und kinderzimmer temperiert, andere seite des hauses eben ungeheizt, dort nur gästezimmer, abstell- und vorratsräume.
es wird heutzutage viel zu wenig körprlich auf abhärtung gesetzt.
als meine schwägerin umgezogen ist in was luxuriöseres mit zentralheizung etc. hab ich geweint wie ein kleines kind. vorher sind uns die williams-christ-birnen beim schlafzimmerfenster reingewachsen, traumhaft einfach nur (rottal, landkreis passau).
ich hab mit dem beil holz gemacht, das einheizen hab ich geliebt, holzwärme ist mit nichts vergleichbar.
auf alle fälle gabs hier und dort schon heftige winter, kalt und auch schneereich, was seit jahren nicht mehr, so weit ich gesehen hab.




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