Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
Ich bezog mich ebenso nicht auf Biden. Zu Trump gab es bei den Demokraten eine Gegenbewegung der progressiven Linken, praktisch das, was das Repräsentantenhaus und die Protestbewegungen der letzten Jahre dominiert hat. Diese Aktivisten verschwinden ebenso nicht mit Trump. In Portland geht es z.B. immer noch rund, auch wenn es weniger durch die Presse geht.

Das magst du anders beurteilen, aber ich sehe die Aufgabe der Demokraten als nicht unbedingt leicht an, von dieser Protestkultur auf eine konstruktive Politik umzuschwenken, besonders wenn diese Aktivisten jetzt einen Tribut fordern sollten.

Das Thema bei den Demokraten würde ich eher als typisches sowieso-Parteithema sehen,
welches in irgendeiner Form aber beide Parteien haben.
In Deutschland sagt man Wahlen werden in der gesellschaftlichen Mitte gewonnen.
In den USA dürfte es auch so sein.
Demzufolge müssten die Demokraten ihren linken Flügel im Zaume halten,
wohingegen die Republikaner gleiches tun müssten bei ihrem rechten Flügel.
Also haben beide Parteien grundsätzlich ihre eigenen politischen Weg zur Abdeckung der gesellschaftlichen Mitte zu suchen.
Nur, wie geschrieben kommt bei den Republikanern das Thema Trump hinzu.

Wie schon gesagt, er ist ein extrem schlechter Verlierer, heisst sein Handeln muss später nicht politisch motiviert sein,
sondern auch oder erst recht aus der "Verletzung seines Ego's" heraus,
weil er sich selber realitätsfern als der "beste Präsident" empfindet.
Sowas muss dann zusätzlich parteiintern abgearbeitet werden, zusätzlich deshalb
weil eine Ego-Verletzung bei solch einer "Persönlichkeit" keine politische Komponete ist.

Diesen Punkt sehe ich deshalb als gewichtig an, weil in meiner Stadt in Deutschland
z.B ein abgewählter Bürgermeister aus persönlicher Verärgerung darüber
eine Fundamentalopposition im Stadtrat machen wollte, wodurch es die Partei auf kommunaler Ebene zerrissen hat.