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Und sagt Weihnachten ab! " (Sheriff von Nottingham)
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Was genau mit diesem Bürgermeister von Wuhan lief, weiss ich nicht. Wenn du mehr weisst, dann bitte her damit.
Eventuell steckte da aber nur eine längere, ganz andere Geschichte ohne diese Virus-Maßnahmen dahinter. Das kommt in China - wie dem Vernehmen nach auch in einigen westlichen Staaten - öfter mal vor, dass man auf irgendeinen offiziellen Fehler eines unliebsam gewordenen Politikers wartet, um ihn dann elegant abschießen zu können.
Jedenfalls hatte dieser Bürgermeister nichts mit der kompletten Abriegelung der gesamten Provinz Hubei zu tun, denn so etwas kann nur die Provinzverwaltung veranlassen. Aber ganz sicher nicht der Bürgermeister der Provinzhauptstadt.



Wie enden Pandemien und was fuer Fehler kann man im Umgang mit Pandemien machen. (Teil 1)
Spanische Grippe, Pocken, Corona (Auszug)
So enden Pandemien
Alle sehnen das Ende der Corona-Pandemie herbei. Doch kann es das überhaupt geben? Verschwinden Viren irgendwann einfach? Ein Blick auf vergangene Pandemien und ihr Ende.
...
Wie endete die Spanische Grippe?
So richtig, ehrlich gesagt: nie. Die Spanische Grippe war die bisher schlimmste Pandemie der Menschheit. Sie tötete weltweit in relativ kurzer Zeit mindestens 50 Millionen Menschen. Im Groben verlief die Spanische Grippe in drei Wellen. Die erste Welle überzog im Frühjahr 1918 die USA und Europa und verbreitete sich weltweit weiter. Die meisten Todesfälle gab es in der zweiten Welle im Herbst – in einem Zeitraum von nur 16 Wochen. Die Pandemie endete nach der dritten Welle im Sommer 1919. Ausbruch und Verlauf der Krankheit erfolgten oft sehr schnell, manche Patienten verstarben innerhalb weniger Stunden. Wer überlebte, litt oft noch wochenlang unter chronischer Erschöpfung, Depressionen und neurologischen Störungen. Im Juni 1919 flaute die Pandemie endlich ab. Sie endete medizinisch: Viele Menschen hatten eine*Immunität*aufgebaut. Wenn sie in den folgenden Jahren doch wieder mit dem H1N1 infiziert wurden, war der Verlauf nicht mehr so lebensbedrohlich.
Das Virus mutierte in eine weniger aggressive Form
Unklar ist, wann genau die schwächere Mutation entstanden ist. Zusammen mit der hohen Grundimmunität sorgte das weniger tödliche Virus dafür, dass die pandemische Influenza-Welle in eine „normale“ Influenza überging.
Doch die Spanische Grippe endete auch sozial
Der Erste Weltkrieg war vorbei, die Menschen waren bereit für einen Neuanfang. Sie wollten Krieg und Krankheit hinter sich lassen und auch die Grippewelle schnell vergessen. Teilweise wurden die Isolationsmaßnahmen öffentlich aufgehoben, teilweise beschlossen die Menschen selbst, weniger Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, um sich nach dem Krieg wieder ein Leben aufzubauen – auch, wenn dadurch Tote in Kauf genommen wurden.
Aber: So ganz verschwand das Virus nie
Das H1N1-Virus gehört zu den Influenza-A-Viren. Bestimmte Varianten dieser Viren traten auch in späteren Pandemien wieder auf – etwa bei der Schweinegrippe, die sich 2009 und 2010 pandemisch ausbreitete.
„Das ist eigentlich der gleiche Stamm. Durch Mutation oder durch Übertragung von ganzen Gensegmenten entstehen immer bestimmte Subtypen, die entweder relativ neu für den Menschen sind oder vollständig neu“,
so der Epidemiologe Dr. Jean-Baptist du Prel in der Reihe „Jahr100Wissen“ der Universität Wuppertal.
„Heute rechnet die WHO damit, dass ein bestimmter Teil der Bevölkerung auch mit H1N1 durchseucht ist. Dieser Subtyp ist aber bei weitem nicht so krankheitserregend wie der Erreger der damaligen Spanischen Grippe.“
Auch diese Grippepandemien entstanden durch Influenza-A-Viren:
Die Asiatische Grippe von 1957, etwa eine Million Tote (Subtyp H2N2)
Die Hongkong Grippe von 1968, etwa eine Million Tote (Subtyp H3N2)
Die Schweinegrippe von 2009/2010, über 150.000 Tote (Subtyp H1N1)
Weil zukünftige Mutationen von Influenza-A-Viren die Gefahr einer neuen Pandemie bergen, beobachten weltweit verschiedene Institutionen den Stand der Influenza-Infektionen. So wurde bereits 1952 das Global Influenza Surveillance and Response System (GISRS) gegründet – ein globales Netzwerk von Laboratorien, das pro Jahr mehr als zwei Millionen Atemwegsproben testet, um die Ausbreitung und Entwicklung von Influenzaviren in über 100 Ländern zu überwachen. Das Netzwerk wird von der WHO koordiniert.
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US-Studie
COVID-19: Wie ein Shutdown die Spanische Grippe abtötete
Die Welt 1918: Die Spanische Grippe breitet sich weltweit rasant aus. Eine Studie dazu aus 2007 ist aktuell wie nie, denn sie zeigt, wie Quarantäne, Ausgehverbote und Schulschließungen die Todeszahlen senken. Am Ende fanden 40 Millionen Menschen den Tod. Die Studie ist heute interessant wie nie, zeigt sie doch, wie wichtig es sein kann, so schnell wie möglich umfassende Maßnahmen einzuleiten, damit sich möglichst wenige Menschen mit einem neuen Virus infizieren.
Todesursache: Akutes Lungenversagen
Untersucht wurden die Zahlen aus 43 US-Städten, die über 100.000 Einwohner hatten im Zeitraum vom 8. September 1918 bis zum 22. Februar 1919 (Nonpharmaceutical Interventions Implemented by US Cities During the 1918-1919 Influenza Pandemic). Die Menschen, die an der Spanischen Grippe erkrankt waren, starben meistens an akutem Lungenversagen. Therapien wie invasive Beatmung gab es damals noch nicht, Patienten, die Mittel zur Kreislaufstärkung erhielten, wähnten sich glücklich – geholfen haben sie allerdings nicht.
Die Krankheit war so unbekannt wie das Coronavirus heute
Als im Herbst 1918 die ersten Fälle der Spanischen Grippe auftraten, war die Krankheit für Ärzte und Betroffene so unbekannt und unheimlich wie das Coronavirus heute. Und wie heute reagierten Behörden unterschiedlich und auch unterschiedlich schnell, was deutlichen Einfluss auf die Verbreitung hatte. In Großstädten, in denen die Verantwortlichen proaktiv weitreichende nicht-medizinische Maßnahmen ergriffen, konnte der Beginn der Epidemie hinausgezögert werden, parallel dazu sank die Zahl der Erkankungen.
Auch die Art der Erkankungen lässt sich vergleichen, denn beide Male brach eine Pandemie aus, bei der der Erreger durch Tröpfchen übertragen wird. Sowohl gegen die Spanische Grippe als auch gegen Corona gab und gibt es anfangs weder einen Impfstoff noch effektive Medikamente. Und in beiden Fällen traf der Ausbruch die Menschen weltweit völlig unvorbereitet.
Am schnellsten reagierte New York City
Nicht-medizinische Maßnahmen scheinen in beiden Fällen vernünftig. Am schnellsten war New York City, die Stadt, die schon damals niemals schlief. Elf Tage, bevor ein Anstieg der Mortalität verzeichnet wurde, verordneten die Verantwortlichen umfangreiche Isolierungs- und Quarantänemaßnahmen. Schnell wurden provisorische Einrichtungen errichtet, in die die Kranken, wenn die Krankenhäuser überfüllt waren, eingeliefert wurden. Das Zauberwort Isolation stand schon damals über allem und wer darauf setzte, war auf der richtigen Seite. Wer Kontakt mit Kranken hatte, wurde sofort in häusliche Quarantäne geschickt. Häuser, in denen Quarantäne herrschte, wurden von außen deutlich sichtbar markiert. Die Botschaft lautete: Halte dich fern!
Das gesellschaftliche Treiben war ähnlich wie heute
Damals lebten rund fünf Millionen Menschen in New York City, heute sind es rund 8,5 Millionen, zählt man die Metropolregion dazu, dann sind es insgesamt 18,9 Millionen. Die Studie erläutert, dass die gesellschaftlichen Begebenheiten denen unserer Zeit durchaus ähnlich waren: Es gab schnelle Transportmöglichkeiten wie Züge und Autos, die Kommunikation wurde per Telefon oder Telegramm erledigt. In den Großstädten lebten Millionen Menschen auf engem Raum zusammen. Informationen wurden hauptsächlich via Zeitungen und Flugblätter verbreitet. Nicht ganz so schnell wie mit Internet, aber dennoch mit beachtlicher Geschwindigkeit.
New York City schloss 1918 ein paar Wochen lang die Schulen. Menschen, die ohne triftigen Grund U-Bahn fuhren, gab es nicht, denn auch das wurde verboten. Die Zahl der Passagiere, die den öffentlichen Nahrverkehr nutzen durften, wurde so drastisch reduziert. All diese Maßnahmen konnten die rasante Verbreitung der Spanischen Grippe eindämmen. Das zeigt eine Untersuchung der Zahlen von damals: In New York kam es durch die Spanische Grippe zu 452 zusätzlichen Todesfällen auf 100.000 Einwohner. Das entspricht der 15-niedrigsten Übersterblichkeit.
Pittsburgh handelte zu spät
An den Zahlen von Pittsburgh lässt sich festmachen, wie sich das schnelle Handeln der New Yorker bezahlt machte und half, Menschenleben zu retten. Erst sieben Tage nachdem ein Anstieg der Todesfälle zu verzeichnen war, erließ die Stadt Pittsburgh ein Verbot von öffentlichen Versammlungen. 20 Tage vergingen, bevor die Schulen geschlossen wurden. In Pittsburgh kam es zu 807 zusätzlichen Todesfällen auf 100.000 Einwohner – fast doppelt so viele in New York. Pittsburgh hielt damit einen traurigen Rekord, die Stadt landete auf Platz 1 mit der höchsten Mortalität aller US-Großstädte während der Spanischen Grippe.
Isolierungen bewiesen ihre Wirksamkeit
Auch die Dauer der nicht-medikamentösen Maßnahmen hatte einen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankungen. So hob Denver die Schulschließungen zwischenzeitlich auf, das Versammlungsverbot wurde früher als in anderen US-Städten aufgehoben. Die Rechnung der Spanischen Grippe folgte quasi auf den Fuß: Es kam zu einem zweiten Erkrankungsgipfel.
Fazit der Studie:
Nicht-medikamentöse Maßnahmen können den Mortalitätsgipfel hinauszögern und vermindern. In US-Städten, in denen früh und beherzt Maßnahmen getroffen wurden, konnte im Vergleich die Gesamtzahl der Todesfälle gesenkt werden. Isolierung, Versammlungsverbote und Schulschließungen bewiesen ihre Wirksamkeit.
Markel H, Lipman HB, Navarro JA, et al. Nonpharmaceutical Interventions Implemented by US Cities During the 1918-1919 Influenza Pandemic. JAMA. 2007;298(6):644–654. doi:10.1001/jama.298.6.644
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Aerzteblatt / 2018 / Medizin
Spanische Grippe: Ein Virus – Millionen Tote
Der Ausbruch der Spanischen Grippe jährt sich in diesem Frühjahr zum 100. Mal. Das Influenzavirus tötete damals schätzungsweise zwischen 27 bis 50 Millionen Menschen. Es war eine der schlimmsten Grippeepidemien der Geschichte. Die Spanische Grippe tötete in nur wenigen Monaten Schätzungen zufolge zwischen 27 bis 50 Millionen Menschen. Manche Quellen sprechen sogar von noch mehr Toten. Der Ausbruch der Pandemie, die in drei Wellen vom Frühjahr 1918 bis 1920 weltweit über die Menschen hereinbrach, liegt nun fast 100 Jahre zurück.
Anders als bei anderen derartigen Katastrophen sucht man Denkmäler und Relikte jener Zeit nahezu vergeblich, selbst Fotos sind eher rar. Das Ärztliche Vereinsblatt befasste sich zur damaligen Zeit ebenfalls kaum mit der tödlichen Grippewelle. In einer Ausgabe unmittelbar nach Ende des 1. Weltkriegs am 23. Dezember 1918 hieß es in der Zeitschrift aber, für die Ärzte würden vielfache Aufgaben erwachsen.
„Der Gesundheitszustand des Volkes ist geschwächt; neben den furchtbaren Verlusten an Menschenleben und Manneskraft im Felde haben Entbehrungen, Unterernährung und die Folgen einer schweren Epidemie die Volkskraft zerrüttet“,
erklärte das Blatt.
Die Ärzte mahnten damals, ein weiteres Umsichgreifen von Krankheiten müsse verhütet werden.
„Mehr wie je ist ein verständnisvolles Zusammenwirken der öffentlichen Gesundheitsbehörden mit der Ärzteschaft vonnöten, und daher erhebt sich, weil straffste Zusammenfassung geordneter Kräfte das Gebot der Stunde ist, verstärkt der Ruf nach selbstständigen Behördenorganisationen für Volksgesundheit“,
heißt es in der Zeitschrift weiter.
Einer Art kollektivem Vergessen sei die vielleicht größte Vernichtungswelle der Menschheitsgeschichte anheimgefallen, heißt es sogar in dem Buch „1918 – Die Welt im Fieber“ der Wissenschaftsjournalistin Laura Spinney, das im Januar dieses Jahres erschienen ist. Erst in jüngerer Vergangenheit sei die Spanische Grippe vermehrt ins Bewusstsein der Menschen gerückt, auch weil sie zum Stoff von Büchern, Filmen und Serien wie „Downtown Abbey“ wurde. Zuvor war sie nicht viel mehr als eine Fußnote des 1. Weltkriegs.
Dabei sollen allein im Deutschen Reich einer Untersuchung zufolge rund 426000 Menschen der Grippe zum Opfer gefallen sein. „Bei unserem heutigen Gesundheitssystem wäre das unerträglich, praktisch nicht vorstellbar“, sagte die Grippe-Expertin Silke Buda vom Robert Koch-Institut in Berlin.
Aussagen mit letzter Sicherheit sind daher schwierig. Der Berliner Historiker und Oberarzt der Charité, Wilfried Witte, hat über die Spanische Grippe geforscht. Er sagte, es habe damals alles relativ harmlos begonnen. Während der ersten Ansteckungswelle im Frühjahr 1918 erkrankten zwar sehr viele Menschen, aber relativ wenige starben. Im Herbst nahm jedoch eine weitere, tödliche Welle ihren Lauf. Gerade dort, wo Menschen geballt aufeinandertrafen, wie in Rekruten- und Kriegsgefangenenlagern, hätten sich auf einen Schlag zahlreiche Menschen angesteckt.
„Die meisten sind an einem akuten Lungenversagen gestorben.“
Ärzte sahen bei Infizierten gewisse Muster:
Nicht nur starben ungewöhnlich oft vermeintlich robuste Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Auch hatte sich die Haut der Erkrankten oft dunkelblau verfärbt – Zeichen der Unterversorgung mit Sauerstoff, wie Witte sagt.
Wegen des fast schon schwarzen Teints hätten sich die Menschen an die Pest erinnert gefühlt. Zeitgenössische Ärzte hielten ein „Grippe-Bakterium“ für die Ursache, obwohl man diese Theorie damals schon anzweifelte. Der wahre Auslöser, das Influenzavirus, sollte später entdeckt werden – 1933.
Inzwischen sehen Wissenschaftler die Spanische Grippe nicht mehr unbedingt als Einzelfall, sondern als Prototyp von Pandemien. Sie kann sich wiederholen – das zeigten etwa die Asiatische Grippe (1957) und die Hongkong-Grippe (1968), wenn auch in geringerem Ausmaß.
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Da die westlichen Regierungen durch zwanghaftes Festhalten an " Demokratismus, ParlamentarismusWieso der Kampf gegen die Spanische Grippe scheiterte
Während der Spanischen Grippe, die 1918 auch Österreich erfasste, wurden die Quarantänemaßnahmen zu spät eingeleitet. Ursachen waren die kriegsbedingte Mangelwirtschaft und eine noch zu wenig entwickelte Diagnostik. Dieser Artikel gehört zum Projekt Coronavirus und ist Teil 8 einer 106-teiligen Recherche.
Die Spanische Grippe und das Coronavirus sind nicht vergleichbar, zumindest was ihre Gefährlichkeit betrifft. Erstere war ansteckender und wesentlich tödlicher. Allerdings stellten beide eine Herausforderung für das staatliche Krisenmanagement dar und wurden bzw. werden im Wesentlichen aufgrund derselben Rechtslage bekämpft.
Eine Seuche in einem zerfallenden Staat
Der Ausbruch der Spanischen Grippe im Herbst 1918 traf das österreichische Gesundheitssystem zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Die Monarchie stand vor dem Kollaps. Der Erste Weltkrieg hatte nicht nur schwere Versorgungsmängel mit sich gebracht, sondern auch abertausende Verwundete produziert, die zum Teil im Hinterland versorgt werden mussten. Die Pandemie überforderte Ärzteschaft und Pflegepersonal zwangsläufig. Das Militär stellte zwar Fahrzeuge zum Krankentransport zur Verfügung, doch die Mittel reichten bei weitem nicht aus. Die meisten Todesopfer der Spanische Grippe gab es, anders als bei COVID-19, in der Altersgruppe der 15- bis 40-Jährigen.
Die kriegsbedingte Mangelernährung trug das Ihre dazu bei. Der Stand der medizinischen Wissenschaft lag naturgemäß weit hinter dem heutigen. Die Ansteckungsursachen waren zunächst unbekannt, und herkömmliche Medikamente zeigten keine Wirkung. Der niederösterreichische Statthalter verordnete im Oktober 1918 verschiedene Hygienemaßnahmen. Unter anderem sollte in den „Verköstigungsanstalten“ täglich eine Stunde lang gelüftet werden, um die Verbreitung der Grippe hintanzuhalten.
Zu spät, zu wenig
Die zunächst noch getroffenen Quarantänemaßnahmen erwiesen sich als zu nachlässig. Nachdem die Grippe Ende September 1918 Wien erreicht hatte, gab das städtische Gesundheitsamt Anfang Oktober bekannt, dass Schulklassen, in denen es mehrere Krankheitsfälle gegeben hatte, für acht Tage gesperrt würden. Das konnte die Ausbreitung jedoch nicht stoppen. Schon am 5. Oktober waren 320 Schulklassen betroffen.
Da die politische Führung der Monarchie mit dem Krieg befasst war und sich abseits davon bereits Auflösungserscheinungen zeigten, wurde die Grippebekämpfung weitgehend von den Beamten übernommen. Im Reichsrat spielte die Krankheit schon gar keine Rolle mehr. Es sind keine Anträge zur Bekämpfung der Spanischen Grippe verzeichnet.
Die Pandemie nahm in Österreich schließlich jenen steilen Verlauf, den man beim aktuellen Coronavirus zu vermeiden versucht. Die Stadt Wien hatte zwar schon am 2. Oktober ihr Notspital in Meidling geöffnet, dieses verfügte allerdings nur über 140 Betten. Da die Zahl der Erkrankungen weiter stieg, wurden eigene Epidemiespitäler eingerichtet.
Das 1913 erlassene und heute noch weitgehend gültige Epidemiegesetz hätte es ermöglicht, die Spanische Grippe zur anzeigepflichtigen Krankheit zu erklären, doch das geschah nie. Das lag auch daran, dass man Schwierigkeiten hatte, die Krankheit überhaupt zu diagnostizieren. Franz von Haberler, der das Epidemiegesetz mitverantwortet hatte, war bei Ausbruch der Pandemie zuständiger Sektionschef des k.k. Ministeriums für Volksgesundheit. Bei einem Pressetermin am 17. Oktober 1918 erklärte er, die Anzeigepflicht habe
„bei der spanischen Grippe schon deshalb keinen rechten Sinn, weil diese Krankheit nicht scharf umschrieben ist, weil wir den oder die Erreger der Seuche nicht kennen“.
Es müsste eben fast jedes Haus unter Sperre gelegt werden
Außerdem war die Zahl der Erkrankten bereits so groß, dass die Behörden in einer Anzeigepflicht keinen Sinn sahen:
„Wie von maßgebendster Seite versichert wird, ist die Ansteckungsgefahr eine solch große, daß auch Anzeigepflicht und Kontumazierung (gemeint ist die Erlassung von Isolationsbescheiden, Anm.) kaum etwas nützen würden; es müsste eben fast jedes Haus unter Sperre gelegt werden“,
berichtete die Kärntner Zeitung am 22. Oktober.
Auch von Haberler räumte ein, dass durch die schiere Zahl der Krankheitsfälle „eine strenge Isolierung der Kranken undurchführbar erscheint“.
Zumindest die schweren Fälle wurden aber nach Wochen des Zögerns in Wien von den Amtsärzten erfasst. Der Oberstadtphysikus erklärte Ende Oktober, dass die Infektionswelle nach diesen Zahlen abflaue. Österreichweit starben an der Pandemie bis 1919 fast 21.000 Menschen.
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und Foerderalismus " ihren Voelkern keinen konsequenten und harten Lockdown ueber mehrere Monate
zumuten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch das die SARS-CoV2 Pandemie bei der zweiten Welle in
die Unbeherrschbarkeit eskalieren kann.
Es wurde im Gegensatz zur Regierung in der VR China unterlassen alles daran zu setzen die Pandemie
bereits in der ersten Welle zu bewaeltigen. Wenn es schlecht laeuft geht wg. des Totalversagens der
Regierungen in den " Demokratisch-Freiheitlichen Gesellschaften " Europas die naechsten Monate der
" SARS-CoV2 Sensenmann " durch die Reihen des Volkes, aehnlich wie es bei der ersten Pandemie
der Menschheitsgeschichte der Fall war.
Die sogenannte " Spanische Grippe " war tatsaechlich eine Pandemie die sich durch den Uebersprung
mutierter Tierviren in den USA ueber Gis in den den Schuetzengraeben des 1. Weltkrieg verbreiten
konnte. Dabei verlief die erste Welle der Pandemie relativ harmlos. Es gabe kaum Erkrankte und
wenig Todesopfer. Das Virus wurde unterschaetzt und konnte in der zweiten Welle unbaendig losgehen.
Die zweite Welle verursachte binnen 16 Wochen Todesopfer zwischen 30 und 50 Millionen.
Danach konnte die Pandemie sich in der dritten Welle natuerlich " ausschleichen " weil die Anzahl
der menschlichen Wirte erheblich dezimiert und bei den ueberlebenden Menschen eine natuerliche
Herdenimmunitaet eingetreten war.
Wer weiterhin unterstellt es handele sich beim SARS-CoV2 Virus um kein gefaehrliches Virus, die Existenz
der Pandemielage leugnet oder ignoriert unterliegt einem fatalen Irrtum der Millionen von Menschen in
Europa das Leben kosten kann.
" Streicht die Kuechenabfaelle fuer die Aussaetzigen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen!
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auf der Ignorier-Liste: autochthon, Blackbyrd, Empirist, feige, MANFREDM, observator, Optimist, phantomias, schlaufix, Virtuel
Vor allem passt deine Selbsteinschätzung nicht mit den wirklichen Verhältnissen zusammen. Deine Beiträge strotzen nur so von logischen Fehlern und widersprüchlichen Gedankengängen. ich möchte dir nicht die Fähigkeit zu denken absprechen, das räume ich ja sogar Affen und Schweinen ein, aber bei komplizierten Zusammenhängen scheinst du sehr schnell die Orientierung zu verlieren.
Corona IST offensichtlich viel ansteckender als die Influenza und es SIND in den ganzen Monaten sehr viele Menschen infiziert worden. Was glaubst du, warum die Zahlen trotz heftiger Beschränkung des freizügigen Lebens nicht deutlich reduziert werden? Das liegt daran, dass wir immer nur die Zahlen sehen, die gemessen werden, und es wird jetzt sehr konsequent gemessen. Die sich daraus ergebenden Infektionszahlen sind sozusagen "alte" Zahlen, altes Infektionsgeschehen, dass nun nach und nach erfasst wird.
Es hätte niemals die Lockerungen im Sommer geben dürfen, soweit ist die bittere Erkenntnis da, und ich kann nur hoffen, dass man das nächste Jahr nutzen wird, um endlich eine sinnvolle Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Was bisher gemacht wurde ist ein entsetzliches Chaos.
Nutzer ausgeschieden




Deine Auflistung ist inhaltlich durchaus korrekt, die Schlüsse jedoch, die du daraus ziehst, sind es nicht.
1. ALLE weltweiten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wirken recht improvisiert bzw. sie sind es auch in der Umsetzung!
2. Es wurden sehr viele Fehler gemacht, das ist richtig.
3. Der Vergleich mit der "normalen" Grippe ist nicht hilfreich, weil er einfach nicht stimmt. Im Gegensatz zu vielen Anderen hier im Forum glaube ich nicht an globale Verschwörungstheorien. Dass du daran glaubst, zeigt mir deine Erwähnung Großbritanniens in Bezug auf die dortige, gefährliche Mutation und die Abriegelungsmaßnahme der Insel.
4. Wer gängigen Verschwörungstheorien anhängt, der ist nicht überzeugbar. So hatten wir tatsächlich mal einen älteren Herren in der Verwandtschaft der bis zu seinem Tode fest davon überzeugt war, dass die Mondlandung nie stattgefunden hat. Ich hatte zeitlebens keine Chance, ihn vom Gegenteil zu überzeugen....
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