"Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)





die Ebitmarge war im ersten Quartal negativ, allerdings auch aufgrund von Sondereffekten weil sie eine Tochtergesellschaft in den USA abwickeln mußten. Aufs Jahr gerechnet soll es aber wieder auf 3% hinauslaufen.
Entscheidend ist aber der stark gestiegene Auftragseingang, der zeigt, daß die Firma trotz Corona weiter wächst. Dieser stieg am 40% und wird bewirken, daß die Umsatzprognosen von 230-240 Millionen wahrscheinlich übertroffen werden.
Für Q2 gibt es noch keine Zahlen.
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Hier zu 2019:
Quelle s.o.
Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt minus 11,5 Mio. EUR.
Darin enthalten sind Sonderabschreibungen in Höhe von 13,1 Mio. EUR auf das Vorratsvermögen der Tochtergesellschaft SMT Photonic Systems Inc., Corona, USA.
Der Vorstand hat entschieden aufgrund revidierter Markterwartung für die Produktlinien Scanner und Laser, welche am Standort Corona gefertigt werden, diese Produktlinien aufzugeben und damit die Produktion in Corona - vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats - einzustellen.
Ohne diesen Sondereffekt würde das vorläufige EBIT im Geschäftsjahr 2019. ca. 1,6 Mio. EUR betragen. Die EBIT-Marge vor diesem Sondereffekt beläuft sich auf voraussichtlich 0,7 % und liegt damit deutlich unter der Erwartungsbandbreite von 4 % - 5 %. Der Grund für diesen Ergebnisrückgang liegt in einem Anstieg der Herstellungskosten der verkauften Produkte sowie höherer Verwaltungs- und Entwicklungskosten.





Ich habe in Bezug auf Dividenden auch einmal Lehrgeld zahlen müssen. Das war so vor ca. 15 Jahren. Da hatte ich eine Firma namens UCA gekauft. Der Firma ging es schlecht (was mir auch klar war).
Trotzdem hatten sie auf der HV eine Dividendenrendite von sage und schreibe 7,5% beschlossen. Da die Firma jetzt nicht direkt insolvenzgefährdet war, habe ich mir gedacht: Kaufen, Dividende kassieren und danach ist es wahrscheinlich, daß zumindest ein Teil des Dividendenabschlags durch Kurssteigerung wieder rein kommt. Normalerweise ist das so eine Sache von ca. 2 Wochen in vielen Fällen.
Aber genau das hat nicht geklappt. Der Kurs fiel anschließend weiter, so daß ich dann, selbst unter Berücksichtigung der 7,5% Dividende, mit Verlust ausgestiegen bin. Seitdem machen mich hohe Dividenden bei schwachen Firmen immer skeptisch.
Naja, das Risiko ist meiner Meinung nach nicht höher als bei Telekom oder Daimler zu investieren, auch da kann es mit dem Kurs in den Keller gehen und die Dividende sogar gestrichen werden.
Der Fonds dagegen ist in über 200 Unternehmensanleihen investiert und das Risiko dementsprechend breit gestreut und überschaubar und zusätzlich noch mit Derivaten abgesichert. Unter allen High Yield Bonds schlägt sich der Fallen Angels am besten. In den Positionen sind immerhin Unternehmen wie Vodafone oder Freeport. Ein Ausfallrisiko von 2-3% hat man bei solchen Anleihen immer, das gleichen die anderen aber mehr als aus.
Ca. 72% der Anleihen sind bei US und Italienischen Unternehmen positioniert, nur das macht mich etwas stutzig, das ist aber auch der Grund für die recht hohe Rendite.
Danke für deine ausführliche Analyse.
Ich bin aber einer anderer Meinung wie du. Die momentane Dollarschwäche sollte man mMn ausnutzen und sich günstig mit US Aktien eindecken. Denn die Zukunft gehört eindeutig den Amis mit ihren gewaltigen Tech Firmen. Der Euro ist dagegen eine Totgeburt.
Coca Cola, sowie Proctor&Gamble, Nestle, Henkel, Reckitt Benckiser, Kraft foods, Danone, Johnson&Johnson usw. sind Konsumgüter Hersteller, die mit ihren Produkten ein fester Bestandteil unseres Lebens sind. Daher gehören diese soliden Unternehmen auch als Fels in der Brandung in jedes Portfolio!
Die Wallstreet wird so oder so als Gewinner hervorgehen, unter den Demokraten traditionell mehr. Von daher schadet Biden (uns) nicht, sondern eher der amerikanischen Unterschicht. Die Demokraten sind im Gegensatz zu Trump nämlich Globalisierungs Befürworter. Das würde einen Börsenfeuerwerk par excellence geben.
Lässt sich wohl mit einer Kuh vergleichen, die eben gemolken wurde. Braucht auch einige Zeit, bis sie wieder vollwertig ist. Denke, die Aktien werden es unbeschadet überstehen. Stopp/Loss Funktion hab ich eh deaktiviert, so dass unbeabsichtigter Verkauf ausgeschlossen ist. Soll wohl schon passiert sein...
Geändert von Kreuzbube (27.07.2020 um 00:18 Uhr)
"Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)





Da bin ich skeptisch. Wechselkursveränderungen laufen in längeren Trends, der aktuelle hat gerade erst begonnen. Natürlich bin ich auch der Meinung, daß der Euro eine Totgeburt ist. D.H. aber nicht, daß er nicht noch 5 Jahre weiter existieren kann, vielleicht auch 10 Jahre.
Die USA haben seit April dieses Jahres den geldpolitischen Stabilitätskurs verlassen und folgen den Schwachwährungsländern. Daher fließt das Geld zurück in den Euroraum: nicht wegen einer Eurostärke, sondern wegen der neuen Dolllarschwäche.
Trump verteilt 1,6 Billionen Dolllar Staatshilfen wegen Corona, die einfach durch neue Schulden finanziert werden. Für amerikanische Verhältnisse ist das einmalig.
Aktuell kommen weitere Faktoren hinzu, die aber zeitlich begrenzt wirken: die Spannungen mit China und der Crash der Wirtschaft durch die Corona-Maßnahmen. Auch das treibt die Anleger aus dem Dollar.
Entscheidend aber ist etwas anderes: noch nie hat ein Land, das einmal den Weg der Stabilität verlassen hat und begonnen hat, sich durch Gelddrucken zu finanzieren, diesen Weg wieder verlassen können. Im Gegenteil: es wird dann immer schlimmer. Japan zeigt das.
Insofern werden sich die Gewichte wieder in Richtung der "alten" Schwachwährungsländer verschieben, was von Trump übrigens auch beabsichtigt ist, weil es der US-Wirtschaft hilft.
Was dem Dollar noch helfen könnte, ist, wenn Trump die Wahl gewinnt, aber auch das wird ein zeitlich begrenzter Effekt bleiben.





Aufholjagd
Im Vergleich zum S&P (blau) ist der DAX (rot) im Crashtief am weitesten gefallen. Trotzdem hat er seine Performancelücke seitdem bereits wieder aufgeholt.
Man sieht auch deutlich die Übertreibung bei der NASDAQ.
Außerhalb des Tech-Bereichs war also seit März im DAX am meisten zu verdienen. Hier zeigt sich das Nachholpotential der deutschen Aktien.
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