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Cambridge-Historiker verliert Job nach rassistischen Kommentaren
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Nach abfälligen Äußerungen über Schwarze und die Anti-Rassismus-Proteste in den USA und Großbritannien hat der britische Historiker David Starkey seine Tätigkeit bei der Universität Cambridge aufgegeben. Auch die Canterbury Christ Church University im Südosten Englands löste ihren Vertrag mit Starkey, wie die Hochschule am Samstag via Twitter mitteilte. Starkeys Äußerungen über die Sklaverei und Schwarze seien „völlig inakzeptabel“. Auch Starkeys Verleger HarperCollins distanzierte sich von ihm.
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„Die Sklaverei war kein Genozid“, hob Starkey hervor. „Ansonsten würde es nicht so viele verdammte Schwarze in Afrika oder in Großbritannien geben, oder? Eine furchtbare Menge von ihnen überlebte.“
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Der pakistanischstämmige britische Ex-Finanz- und -Innenminister Sajid Javid wandte sich am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter gegen Starkeys Äußerungen. „Wir sind die erfolgreichste multirassische Demokratie der Welt und haben allen Grund, stolz darauf zu sein“, schrieb Javid. Starkeys „rassistische Kommentare“ erinnerten aber an die „entsetzlichen Sichtweisen, die immer noch existieren“.
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Britische Medien griffen Javids Tweet auf. Am folgenden Tag akzeptierte das Fitzwilliam College der Cambridge University Starkeys Rücktritt als Honorarprofessor. Der Verlag HarperCollins erklärte, er habe zuletzt 2010 ein Werk von Starkey veröffentlicht und werde keine neuen Bücher des Historikers verlegen. Seine früheren Werke werde der Verlag „im Lichte seiner Kommentare und Sichtweisen“ neu bewerten.
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